Basketball: Bayreuth greift BBL-Führung scharf an – Top Meldungen

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Dicke Luft im deutschen Basketball: Carl Steiner von Bundesligist medi Bayreuth hat die Liga-Verantwortlichen scharf angegriffen. Hinter der Entscheidung, die Saison noch nicht zu beenden, vermutet er eine “Lex FC Bayern”.

Carl Steiner ist Sponsor und Funktionär bei medi Bayreuth, jemand mit viel Gewicht im Klub. Im “Nordbayerischen Kurier” kritisierte er nun die Führung der Basketball-Bundesliga (BBL) für ihre Entscheidung, den Spielbetrieb bis zum 30. April auszusetzen und die Saison noch nicht abzubrechen, und das außergewöhnlich scharf: “Ein ganzer Sack voller Klubs hat Spieler heimgeschickt, weil sie sich das nicht leisten konnten. Wenn da wirklich noch mal gespielt werden sollte, wäre das eine Farce”, sagte der Alleingesellschafter der Spielbetriebsgesellschaft von medi Bayreuth. “Da spielen Jugend- und Drittligaspieler mit Profis eine Meisterschaft aus, die irgendwann mal stattgefunden hat.”

Ähnlich äußerten sich zeitgleich auch Vertreter anderer “kleiner” Klubs, etwa der Gießen 46ers. Der Tenor: Nur der reiche FC Bayern Basketball habe bisher alle Spieler, auch seine ausländischen Profis, halten können. Alle anderen Vereine könnten sich das nicht leisten.

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Steiner, Haupt- und Namenssponsor der einstigen Bayreuther Meistermannschaft von 1989, warf der BBL-Spitze um Geschäftsführer Stefan Holz mit Blick auf die zurück in die Heimat geschickten US-Profis “Augenwischerei” vor. “Da holt man also Spieler zurück, die erst mal 14 Tage in Quarantäne müssen und völlig außer Form sind.” Eine Fortsetzung der Saison sei völlig unrealistisch.

Die Liga und die 17 Klubs hatten am Mittwoch entschieden, die seit 12. März andauernde Pause des Spielbetriebs noch einmal bis Ende April zu verlängern. Ziel ist es, die Saison doch noch irgendwie zu Ende zu spielen.

Steiner kritisierte, dass am Ende den Topclubs gefolgt worden sei. “Im Vorfeld der Tagung hatte sich eine Mehrheit dafür abgezeichnet, die Saison vorzeitig zu beenden. Das wurde jedoch umgedreht und die Teilnehmer eingeschworen auf die Linie der führenden Klubs, allen voran Bayern München”, sagte Steiner, der bei der Abstimmung gegen eine Saisonfortsetzung votiert hatte.

Wiederaufnahme der Saison “völlig unrealistisch”

BBL-Entscheidung eine “Lex FC Bayern”?

Basketball: Bayreuth greift BBL-Führung scharf an

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