Bayerische Kommunen gestatten vereinzelt öffentliche Muezzinrufe – Top News

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Mit Lautsprechern werden beispielsweise seit vergangener Woche in fünf Moscheen in München die islamischen Gebetsrufe nach außen übertragen.

Die arabischen Verse des Muezzins ertönen in den Innenhöfen oder aus den Fenstern der türkisch-islamischen Ditib-Moscheen in Sendling und Pasing, der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş in Moosach und des Deutsch-Islamischen Kulturzentrums in Neuperlach.

Wegen Corona sind in Bayern neben den Kirchen auch die Moscheen geschlossen.

Viele muslimische Gemeinden haben sich darum mit der Bitte an die Rathäuser gewandt, ihren Gebetsruf auch außerhalb der Moschee übertragen zu dürfen.

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Zum Teil mit Erfolg.

Weil alle Moscheen in Bayern derzeit keine Gottesdienste abhalten dürfen, wollen sie zumindest ihre Gebetsrufe nach außen tragen.

Einige Kommunen haben ihnen dafür auch die Genehmigung erteilt.

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Auch in Fürstenfeldbruck durfte die Ditib-Moschee einmal den Gebetsruf ertönen lassen.

Grünes Licht für einmalige Übertragungen gab es auch in den fränkischen Städten Kulmbach, Karlstadt und Weissenburg.

In Augsburg und Gersthofen hingegen zogen die Moscheen ihre Anträge zurück; die Stadtverantwortlichen hatten laut Ditib eine schriftliche Zustimmung der Anwohner rund um die Moschee verlangt.

Auch andere Gemeinden erlaubten den Muezzinruf – aber nicht alle

Auflagen in München: Nicht zu laut und maximal zehn Minuten

“Hören, dass die Moschee weiterlebt”

In Erding wurden vier Gebetsrufe erlaubt, einer davon ertönte am Gründonnerstag.

Zur Begründung für die Genehmigung heißt es auf BR-Anfrage seitens der Stadt: “Erding ist eine weltoffene Stadt, es sprach also nichts gegen die Genehmigung.

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Wegen Corona sind in Bayern neben den Kirchen auch die Moscheen geschlossen.

Viele muslimische Gemeinden haben sich darum mit der Bitte an die Rathäuser gewandt, ihren Gebetsruf auch außerhalb der Moschee übertragen zu dürfen.

Zum Teil mit Erfolg.

Bis dahin gilt auch das coronabedingte Verbot für Gottesdienste.

Das ist für die Stadt München auch der Grund für die erstmalige Erlaubnis.

So heißt es in der Antwort des städtischen Referats für Gesundheit und Umwelt auf BR-Anfrage: “Die Möglichkeit, den Gebetsruf außerhalb der Moschee ertönen zu lassen, ist ein Surrogat dafür, dass Gottesdienste oder sonstige Glaubensveranstaltungen derzeit nicht durchgeführt werden dürfen.

In München gibt es klare Auflagen für den muslimischen Gebetsruf: eine Begrenzung der Lautstärke auf 85 Dezibel, nur einen Ruf pro Tag um 19 Uhr, freitags um 13 Uhr zum Mittagsgebet und nur eine maximale Länge von zehn Minuten.

Zudem gilt die Erlaubnis vorerst nur bis zum 3.

Mai.

Auch während des Ramadan gelten die Versammlungseinschränkungen aufgrund des Coronavirus weiter: Muslime dürfen sich nicht zum Gebet in der Moschee versammeln.

Auch das gemeinsame Fastenbrechen Iftar in den eigenen vier Wänden ist nur auf die häusliche Gemeinschaft beschränkt.

Deshalb übertragen manche Moscheen das Abendgebet für die Gläubigen auch als Video im Internet.

Für den Landesbeauftragten des größten muslimischen Verbandes in Bayern, Aykan Inan, ist die Erlaubnis der Stadt ein Zeichen der Unterstützung während des Ramadan: “Weil wir auch wollen, dass in der näheren Umgebung der Gebetsrufer zu hören ist.

Nicht so laut, aber zumindest so, dass die Leute, die hier vorbeigehen und wissen, dass da eine Moschee ist, hören können, dass die Moschee noch weiterlebt.

Bayerische Kommunen gestatten vereinzelt öffentliche Muezzinrufe

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