Bedford-Strohm lobt Politik für Einsatz während der Coronakrise – Top Meldungen

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Seit dem Ausbruch der Coronakrise arbeiten Politiker in Deutschland so effizient wie lange nicht: Gesetze werden in Rekordzeiten beschlossen und Parteigezanke gibt es quasi nicht mehr. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hat dies jetzt gewürdigt.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat sich überwältigt von den Ergebnissen der demokratischen Gesellschaft gezeigt. Er sei beeindruckt von dem, was er da erlebe, sagte Bedford-Strohm, der am Montag seinen 60. Geburtstag feierte. Die Menschen, die schwere politische Entscheidungen zu treffen hätten, würden ihrer Verantwortung gerecht und das zeige, dass eine Demokratie mit all ihren Diskussionen, wenn es drauf ankommt, auch handlungsfähig ist, so Bedford-Strohm.

Neben all dem Lob für die Politik, äußerte sich der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Bayern aber auch besorgt, was die Zukunft angeht: Für ihn lägen die Bewährungsproben noch ein ganzes Stück voraus. Denn nach der Krise werde es auf die materielle Solidarität in der Gesellschaft ankommen.

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Die Krankenhäuser, die jetzt die Betten freihalten, bräuchten in Zukunft aber auch die Krankenkassenbeiträge, die alle bezahlen müssen, damit sie ihre Leute besser entlohnen können. Dies könne man nicht nur an die Krankenhäuser abschieben. “Wir alle müssen bereit sein, mehr zu bezahlen, für das was wir jetzt wirklich als wichtig und zentral erkannt haben,” so Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Problematisch sieht der Landebischof auch, dass in Deutschland derzeit keine Gottesdienste stattfinden. Dennoch sei es für ihn die richtige Entscheidung: “Für die Christen ist es ein Schock, dass keine Gottesdienste mehr gefeiert werden könnten”, so Bedford-Strohm. Das sei das erste Mal in der Geschichte der Christenheit. Das sei hart, aber das oberste Gebot sei eben Leben zu schützen, betonte er.

Klar widersprechen wollte Heinrich Bedford-Strohm der Ansicht, dass die Corona-Krise eine Strafe Gottes ist. “Gott hat sich diesen Covid-19 nicht ausgedacht und Gott hat auch nicht auf den Corona-Knopf gedrückt. Wir Christen glauben an einen Gott, der sich in Jesus Christus gezeigt hat und Jesus hat Menschen geheilt, nicht getötet,” so Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im BR-Interview.

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“Corona keine Strafe Gottes”

Bedford-Strohm lobt Politik für Einsatz während der Coronakrise

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