Bewaffnete Drohnen: Schutz für Soldaten oder Killermaschinen? – Top News

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Ein ähnliches Szenario wählte auch der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Henning Otte, als er Ende 2019 im Bundestag für die Drohnenbewaffnung argumentierte.

Die unbemannten Flugobjekte, so die Befürworter, seien nicht nur präziser, sondern auch schneller: Müssten im Einsatz erst umständlich Kampfjets oder Hubschrauber angefordert werden, seien die Gegner oft längst wieder verschwunden.

Seit langem werden bei Auslandseinsätzen Aufklärungsdrohnen eingesetzt.

Nun stößt das Verteidigungsministerium die Debatte darüber an, ob diese unbemannten Flugobjekte nicht wie bisher nur ausspähen sollen, sondern im Ernstfall auch töten.

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Befürworter bewaffneter Drohnen verweisen darauf, dass sie zur Rettung von Soldatenleben dringend notwendig seien.

Ein Beispiel: In Afghanistan gerät eine deutsche Patrouille in einen Hinterhalt, wird beschossen.

Dank einer Drohne weiß die Bundeswehr: Einer der Angreifer kauert versteckt hinter einer Mauer.

Wäre die Drohne bewaffnet, könnte sie den Kämpfer sofort ausschalten.

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Doch selbst wenn für Deutschland gezielte Tötungen nicht in Frage kommen: Würden zunehmend unbemannte Flugkörper in Kriegen eingesetzt, sinke damit die Hemmschwelle, sich an Kämpfen zu beteiligen, so die Mahnung.

Sehen die einen jedoch in bewaffneten Drohnen eine Art “fliegende Lebensversicherung” für Soldaten, warnen andere vor dem “Töten per Joystick”: Seit vielen Jahren machen die USA mit Drohnen Jagd auf Terroristen, zum Beispiel im unzugänglichen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan.

“Außergerichtliche Tötungen” nennen Kritiker diese Praxis, verweisen auf klare Verstöße gegen das Völkerrecht und darauf, dass dabei immer wieder Unschuldige, auch Frauen und Kinder, ums Leben kämen.

Union argumentiert mit schneller Verfügbarkeit

Kritiker warnen vor sinkender Hemmschwelle

SPD zeigt sich skeptisch

Seit langem werden bei Auslandseinsätzen Aufklärungsdrohnen eingesetzt.

Nun stößt das Verteidigungsministerium die Debatte darüber an, ob diese unbemannten Flugobjekte nicht wie bisher nur ausspähen sollen, sondern im Ernstfall auch töten.

Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte sich im Dezember vergangenen Jahres bei einem Afghanistan-Besuch eindeutig dafür ausgesprochen, deutsche Drohnen zu bewaffnen.

Der Koalitionspartner SPD ist mindestens skeptisch.

Erst nach “ausführlicher völkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer Würdigung”, so heißt es wörtlich im Koalitionsvertrag, solle entschieden werden.

Nun eröffnet das Bundesverteidigungsministerium die Debatte mit einer öffentlichen Anhörung.

Bewaffnete Drohnen: Schutz für Soldaten oder Killermaschinen?

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