BR extra zu Corona: Große Infektionswelle wohl Mai bis September – Top Meldungen

0

Eine große Coronawelle könnte Bayern zwischen Mai und September erreichen – so der Infektiologe Dr. Christoph Spinner in einem BR extra. Auf einen Impfstoff dürfe man aber frühestens in Monaten hoffen. Unterdessen werden Schutzmasken für Ärzte knapp.

Kein Mensch kann heute sagen, wann die Corona-Pandemie überstanden ist, und wann keine Beschränkungen mehr notwendig sind. Der Infektiologe Dr. Christoph Spinner vom Klinikum Rechts der Isar in München sagte im BR extra, dass die große Welle von Coronainfektionen und damit auch von Intensivpatienten mutmaßlich in der Zeit zwischen Mai und September nach Bayern kommt.

Hier das Wichtigste zum Coronavirus

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Deshalb sucht die Wissenschaft händeringend nach einem Impfstoff oder wenigstens nach einem Medikament, um des Coronavirus und der Pandemie Herr zu werden. Laut Christoph Spinner gibt es bei einigen – bereits für andere Krankheiten zugelassenen Medikamenten – schon vielversprechende Hinweise im Labor. Ob die Medikamente auch am Menschen wirken, könne man aber erst in einigen Wochen sagen.

Für einen schnellen Impfstoff machte der Infektiologe allerdings wenig Hoffnung: Bis ein Impfstoff gefunden, getestet und zugelassen sei, müsse man in Monaten und Jahren denken, so Spinner.

Noch immer klagen Ärzte über zu wenig vorhandene Schutzkleidung. Auch der Infektiologe Spinner weiß von Kollegen, dass sie in ihren Krankenhäusern zu wenig Schutzanzüge und Masken haben. Der Bayreuther Zahnarzt Dr. Jürgen Zahout muss mit einfachen Masken arbeiten, die nur seine Patienten vor ihm schützen.

Diese Masken schließen aber nicht luftdicht am Gesicht ab: Wenn der Zahnarzt und seine AssistenInnen also zum Beispiel Zähne reinigen oder aufbohren, entsteht im Mund des Patienten ein Sprühnebel, der sich im Raum verbreitet und den das Personal über die seitlich offenen Masken einatmen muss. Falls Patienten corona-positiv sind, ist das Ansteckungsrisiko hier deshalb groß. Denn das Coronavirus wird vor allem über Tröpfcheninfektion verbreitet.

Wenn Zahout die normalen Masken ausgehen, will er den Betrieb einstellen. Das haben in ganz Bayern haben derzeit schon 189 Zahnarztpraxen getan. Weil er derzeit nicht an die besseren FFP-2-Masken kommt, hat der Zahnarzt an das Bayerische Gesundheitsministerium geschrieben, um zu erfahren, wann die bayerischen Zahnärzte mit einer Lieferung rechnen können. Nach einer Woche habe er jedoch nur einen allgemeinen Antwortbrief bekommen, so Zahout.

!

Impfstoff erst in Monaten oder Jahren

Normale Schutzmasken schützen nicht den Träger

Immer noch fehlen sichere Masken

Gesundheitsministerium schreibt vertröstenden Brief

BR extra zu Corona: Große Infektionswelle wohl Mai bis September

Share.

Leave A Reply