Brüssel schließt alle Bars und Cafés für einen Monat, nachdem die Covid-Fälle um 50% angestiegen sind und Belgien die Viererregel einführt

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BRÜSSELS soll nach einem 50-prozentigen Anstieg der neuen Coronavirus-Fälle alle Bars und Cafés für einen Monat schließen. Dieser Schritt erfolgt, nachdem die belgische Regierung eine landesweite Ausgangssperre für Bars um 23 Uhr und eine Beschränkung der Zahl der geselligen Zusammenkünfte auf vier Personen angekündigt hat. Lesen Sie unseren Coronavirus-Live-Blog für die neuesten Nachrichten und Updates Die Hauptstadt verzeichnete in der Woche bis zum 4. Oktober 3.751 positive Tests, gegenüber 2.391 in der Vorwoche. Restaurants, die Essen an Tischen servieren, dürfen geöffnet bleiben, aber Bars und Cafés werden angewiesen, ihre Türen bis zum 8. November zu schließen, wenn der Umzug überprüft wird. Die Maßnahmen werden auch für Cafés gelten, die nur Tee und Kaffee servieren, sagte Rudi Vervoort, der Chef der Brüsseler Regionalregierung, auf einer Pressekonferenz. “Der Ausschank von Alkohol ist hier nicht das Kriterium”, so Rudi Vervoort.  Das Trinken von Alkohol an öffentlichen Orten wird ebenfalls verboten werden. Am Freitag sollen sich die Beamten auch treffen, um darüber zu diskutieren, ob Schulen und Universitäten offen bleiben sollen und wie dies erreicht werden könnte. Die Zahl der Fälle in Brüssel blieb im Juni und Juli nach einem anfänglichen Lockdown auf niedrigem Niveau, nahm aber Anfang August wieder zu. Im August wurden in der Stadt insgesamt 3.481 Menschen diagnostiziert, im September stieg die Zahl auf 8.781 an. Weitere 1.748 Personen wurden allein in den ersten fünf Tagen dieses Monats positiv getestet. Offiziellen Angaben zufolge sind die Infektionsraten in Brüssel unter den 27 Hauptstädten der EU nach Madrid, wo ebenfalls eine neue Sperre verhängt wurde, nun die zweithöchste unter den 27 Hauptstädten der EU. Die Fälle steigen auch in ganz Belgien an: 17.472 Fälle wurden im Monat bis zum 4. Oktober verzeichnet, gegenüber 11.070 in der Woche zuvor. In der Woche wurden auch 82 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-Fällen registriert, gegenüber 39 in der Vorwoche, aber weit unter dem wöchentlichen Höchststand von 1.978 im April. Der neue Premierminister des Landes, Alexander De Croo, der am 1. Oktober sein Amt antrat, kündigte am Dienstag eine Reihe von Maßnahmen an, die landesweit durchgesetzt werden sollen. Die Bars sollen um 23 Uhr schließen, und nicht mehr als vier Personen dürfen sich in einem Haus, an einem Tisch in einem Café oder im Freien sozial versammeln. Die Veranstaltungsorte werden ebenfalls geschlossen werden müssen, und es wird den Menschen verboten, Sportzentren zu besuchen, um Amateursportarten zu verfolgen. Die Regionalregierungen haben auch die Befugnis erhalten, auf lokaler Ebene strengere Maßnahmen einzuführen, wenn sie dies wünschen. In ganz Europa ist die Zahl der Fälle in den letzten Monaten angestiegen, da die Schließungen gelockert wurden. Die Einwohner Madrids wurden angewiesen, die Stadt nur zu verlassen, wenn sie unbedingt reisen müssen, während die Bars in Paris ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen bleiben sollten. Auch im Vereinigten Königreich ist ein erneuter Anstieg der Fälle zu verzeichnen: 14.542 Fälle wurden gestern bestätigt, gegenüber 9.116 am selben Tag der vergangenen Woche.

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