China lobt sich selber für seine Rolle in der Coronakrise – Top News

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China hat alles richtig gemacht.

Zu diesem Ergebnis kommt ein umfassendes Grundsatzpapier der chinesischen Staats- und Parteiführung.

Sie hat das so genannte Weißbuch zur Coronavirus-Krise, eine erste Zwischenbilanz zur Pandemie, heute in Peking vorgestellt.

66 Seiten Eigenlob: Chinas Führung hat sich selbst ein fehlerfreies Corona-Krisenmanagement bescheinigt.

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Das Grundsatzpapier steht im krassen Widerspruch zu unabhängigen Berichten.

Ein 66-seitiges Grundsatzpapier bescheinigt China untadeliges Verhalten während der Corona-Pandemie.

Es steht im krassen Widerspruch zu unabhängigen Berichten.

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Auf 66 Seiten listet das Weißbuch detailliert auf, wie die chinesischen Behörden das Coronavirus bekämpft und die Lage schließlich in den Griff bekommen haben.

Auf Fehler und Missstände der chinesischen Führung wird nicht eingegangen.

Keine Fehler, keine Missstände

Internationale Zusammenarbeit ausgebremst

Kritische Journalisten verschwanden spurlos

Besonders strenge Zensur bei Corona-Themen

“Die chinesische Führung hat Informationen über den Ausbruch der Krankheit jederzeit gesetzestreu, zeitnah, offen und präzise veröffentlicht,” erklärte Xu Lin, stellvertretender Chef des Zentralkommitees der Kommunistischen Partei Chinas.

“Das Weißbuch belegt, dass China direkt auf die Sorgen der Bevölkerung reagiert hat und in Verantwortung für Menschenleben, für das Volk, für die Geschichte und für die internationale Staatengemeinschaft gehandelt hat.

So wurden Hinweisgeber zum Schweigen gebracht, Medienberichte zur Lage in Wuhan verhindert oder zensiert und die internationale Zusammenarbeit zunächst ausgebremst.

66 Seiten Eigenlob: Chinas Führung hat sich selbst ein fehlerfreies Corona-Krisenmanagement bescheinigt.

Das Grundsatzpapier steht im krassen Widerspruch zu unabhängigen Berichten.

Damit steht das Papier in krassem Widerspruch zu Analysen von Expertinnen und Experten und auch zu Recherchen internationaler Medien.

Sie belegen ausführlich, dass Chinas Führung vor allem zu Beginn der Coronavirus-Krise Ende 2019 wichtige Informationen ignoriert und sogar vertuscht hat.

Die allesamt vom Staat kontrollierten Medien in China berichten heute ausführlich über den vermeintlich fehlerfrei geführten Kampf der chinesischen Führung gegen das Virus.

Auch über die ausländischen Kanäle der chinesischen Staatsmedien und über deren Produktionsfirmen wird dieses Narrativ seit Wochen weltweit verbreitet, auf Englisch, auf Deutsch und in anderen Sprachen.

Unabhängige Informationen und Berichte zur Coronavirus-Krise werden von der chinesischen Regierung konsequent unterdrückt.

Der inzwischen gestorbene Wuhaner Arzt Li Wenliang, der frühzeitig vor den Gefahren des Lungenvirus gewarnt hatte, wird in dem Papier der Staatsführung nicht ein einziges Mal erwähnt.

Der Name von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping kommt hingegen fast 40 Mal vor.

China lobt sich selber für seine Rolle in der Coronakrise

Recherchen des Hongkonger Nachrichtenportals Abacus belegen, dass die Kommunistische Führung in Online-Medien und Messenger-Diensten kritische Coronavirus-Informationen besonders streng zensieren lässt.

Journalistinnen und Journalisten, die in China unabhängig zu dem Thema recherchieren wollen, bringen sich in Gefahr: Mehre chinesischen Journalisten, die aus Wuhan berichtet haben, sind in den vergangenen Monaten spurlos verschwunden.

Mehrere ausländische Reporter wurden ausgewiesen.

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