Corona-Demos in Bayern: Was die Organisatoren bewegt – Top News

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Die Demonstration am Münchner Marienplatz wurde beim Kreisverwaltungsreferat von Petra Kotthoff angemeldet.

Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk betont sie, dass sie keiner Partei oder politischen Richtung angehöre.

Vielmehr störe sie, dass es keinen öffentlichen Diskurs über das Coronavirus und die damit verbundenen Grundrechtseinschränkungen gebe.

Es fände gerade eine “extreme Bevormundung der Bürger durch den Staat” statt.

Petra Kotthoff und ihre Mitstreiter sehen sich als “Vertreter der Andersdenkenden” und wollen durch ihre Demonstrationen einen solchen öffentlichen Diskurs anstoßen.

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Und auch bekannte Rechtsextreme hielten sich am Samstag im Umfeld der Demonstration in München auf.

Rund 25 von ihnen wollten am Fischbrunnen eine eigene Veranstaltung abhalten, die jedoch von der Polizei aufgelöst wurde, weil sie nicht ordnungsgemäß angemeldet war.

Auch wenn die Veranstalterin der Münchner Demonstration, Kotthoff, jede Nähe zu Rechten vehement bestreitet, gibt es aus der rechten Ecke Sympathien für die derzeitigen Veranstaltungen und Demonstrationen.

So teilte der bayerische AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron auf seiner Facebook-Seite den bundesweiten Zeitplan für die sogenannten “Spaziergänge für Spinner und Wirrköpfe”, die auch in kleineren bayerischen Orten wie Nördlingen, Beilngries oder Bad Wörishofen angekündigt waren.

Wer steckt hinter den Demonstrationen, die am Wochenende in vielen bayerischen Städten stattfanden? Im BR-Gespräch bestreitet die Organisatorin der Münchner Demo, Petra Kotthoff, eine Nähe zu rechten Gruppen und Verschwörungstheoretikern.

Von besorgten Bürgern über Impfgegner und Verschwörungstheoretikern bis hin zu Rechtsextremen – all diese Gruppen konnte man am Samstag auf den Corona-Demos im Freistaat sehen.

In München beteiligten sich 3.

000 Menschen, in Nürnberg waren es rund 2.

000.

!

Kotthoff und ihre Mitstreiter befürchten, dass das Ende der Grundrechtseinschränkungen noch nicht erreicht sei.

So seien die Gedanken zu einem Immunitätsausweis, zum Beispiel als Voraussetzung für Auslandsreisen, ein erster Schritt zu einer Impfpflicht.

Eine Angst, die viele Demonstranten am Samstag zu teilen schienen.

So waren auf dem Münchner Marienplatz sogar Plakate zu lesen, die eine mögliche Impfpflicht mit den Taten von Josef Mengele, dem KZ-Arzt von Auschwitz verglichen.

Kotthoff betont, dass die ganz große Mehrheit der Demonstranten am Samstag keine Verschwörungstheoretiker oder Menschen “aus der linken oder rechten Ecke” gewesen seien.

Alle Menschen, mit denen sie im Vorfeld und auch auf der Demonstration zu tun gehabt hätte, seien weder radikal noch würden sie kruden Theorien anhängen.

Sie wären einfach besorgt über die derzeitige Bevormundung des Staats.

Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair kritisierte im BR: “Wenn man die Bewegungen im Internet ein bisschen beobachtet hätte, hätte man ahnen können, dass sich da etwas zusammenbraut.

” Impfgegner seien in Nürnberg gemeinsam mit Anhängern von Verschwörungstheorien und Neonazis aufgetreten.

Dabei würden die Demonstrierenden die Gefahr durch das Coronavirus verharmlosen und die Schutzmaßnahmen der Bundesregierung diskreditieren, so Mair.

Wer steckt hinter den Demonstrationen?

Corona-Demos – Ein Platz für Rechte?

Organisation über Chat-Gruppen

Münchner Organisatorin überrascht über Teilnehmerzahl

In Nürnberg hatten mehrere stadtbekannte Rechtsextremisten zur Demonstration vor der Lorenzkirche aufgerufen.

Das berichtete Stephan Doll, Sprecher der Allianz gegen Rechtsextremismus, dem Bayerischen Rundfunk.

Auch die Demonstration in München wurde per Telegram verbreitet.

Eigentlich finde fast der gesamte Austausch der Aktivisten über den Messengerdienst statt, so Organisatorin Kotthoff.

Wer steckt hinter den Demonstrationen, die am Wochenende in vielen bayerischen Städten stattfanden? Im BR-Gespräch bestreitet die Organisatorin der Münchner Demo, Petra Kotthoff, eine Nähe zu rechten Gruppen und Verschwörungstheoretikern.

Vielfach wird hier der Messenger-Dienst Telegram genutzt.

Dieser hat einen großen Vorteil: Bei Telegram können Gruppen bis zu 200.

000 Mitglieder haben – und Channels, in denen wenige schreiben und der Rest nur mitliest, gar unbegrenzt viele (und anonym bleibende) Follower.

Wie Rechte und Verschwörungstheoretiker versuchen, von der Krise zu profitieren, lesen Sie hier.

Wer nach offiziellen Aufrufen für die Demonstration am Samstag sucht, um Sympathisanten ausfindig zu machen, tut sich schwer.

Denn klassische Aufrufe sind weder online noch offline zu finden.

Der Grund: Die Demonstrationen werden größtenteils über Chatgruppen organisiert.

Dort wird die Veranstaltung angekündigt und verbreitet sich dann sehr schnell über verschiedenste weitere Chatgruppen weiter.

Petra Kotthoff, Versammlungsleiterin bei der Demo in München, betont, sie habe alles versucht, um die Auflagen einzuhalten.

Allerdings sei ihr das angesichts der großen Menschenmasse nur für den kleinen, abgesperrten Teil des Marienplatzes gelungen, auf dem ihre Kundgebung offiziell stattfand.

Rund um die Veranstaltung sammelten sich jedoch schnell mehr und mehr Leute.

Man habe zwar schon mit einigen hundert Demonstranten gerechnet, dieses Ausmaß sei jedoch völlig überraschend gewesen, so Petra Kotthoff.

Dass sich in München am Marienplatz statt der angemeldeten 80 Personen letztlich 3.

000 Menschen versammelten, haben zahlreiche Politiker scharf kritisiert.

Innenminister Joachim Herrmann kündigte Konsequenzen an.

Auch wenn die Corona-Maßnahmen nach und nach gelockert werden, wird in den kommenden Wochen weiter demonstriert werden, wie Kotthoff ankündigte.

Corona-Demos in Bayern: Was die Organisatoren bewegt

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