Corona im Schlachthof: Arbeitskräfte und Anwohner verunsichert – Top News

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In mehreren Unterkünften rund um den Bogener Standort sind osteuropäische Arbeitskräfte untergebracht.

Früher bewohnten die Häuser ein bis drei Familien, jetzt finden sich bis zu dreißig Namenschilder am Briefkasten.

Mehrere Menschen teilen sich ein Zimmer.

Einige der Häuser seien zudem in sehr schlechtem Zustand, berichtet ein ehemaliger Arbeiter aus Rumänien.

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Die mehr als achtzig mit dem Coronavirus infizierten Schlachthofmitarbeiter haben sich vermutlich in den beengten Unterkünften angesteckt.

Der Subunternehmer, bei dem die osteuropäischen Arbeitskräfte unter Vertrag sind, weist jede Schuld von sich.

Am Standort Bogen in Niederbayern wurden fast 90 Schlachthofmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.

Sie stammen meist aus Osteuropa.

Die Staatsregierung geht davon aus, dass sie sich nicht im Betrieb, sondern in den Gemeinschaftsunterkünften angesteckt haben.

Dort leben die Menschen teils sehr beengt, berichten Nachbarn und Gewerkschafter.

Zuständig für die Missstände fühlen sich aber weder der Schlachthof noch die beteiligten Subunternehmer.

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Gewerkschafter Marius Hagenau von der Beratungsstelle “Faire Mobilität” kümmert sich vor Ort um die osteuropäischen Arbeitskräfte.

Obwohl die Unterkünfte teils in fragwürdigem Zustand sind, kostet dort ein Bett im Monat 250 Euro, erzählen die Arbeiter ihm.

Da kommen mehrere tausend Euro für den Vermieter zusammen.

Wenig Platz in den Unterkünften

Teure Miete

Wer ist zuständig für die Unterkünfte?

Verbindung von Vermieter und Subunternehmen

Welche Rolle spielt der Subunternehmer?

Verlegung in andere Unterkunft

Die mehr als achtzig mit dem Coronavirus infizierten Schlachthofmitarbeiter haben sich vermutlich in den beengten Unterkünften angesteckt.

Der Subunternehmer, bei dem die osteuropäischen Arbeitskräfte unter Vertrag sind, weist jede Schuld von sich.

Die Osteuropäer arbeiten nicht für Wiesenhof direkt, sondern für die MF Gruppe.

Der Subunternehmer hat seinen Standort allerdings auf dem Werksgelände der Schlachterei.

Wiesenhof erklärt, der Subunternehmer sei eigenständig.

Und auch die MF Gruppe betreibe nicht die Vermietung, heißt es auf Anfrage.

Die Miete müssen die Arbeitskräfte bar bezahlen, erzählt der ehemalige Schlachthofmitarbeiter Mihai.

Die Quittungen hat er aufgehoben.

Dort ist ein Firmenname und eine Adresse angegeben: Firma Pazi.

Es stellt sich in der weiteren Recherche heraus, dass die Betreiberin des Buchhaltungsbüros auch als Buchhalterin für den Subunternehmer MF Gruppe tätig ist.

An der Vermittlung der Unterkünfte beteiligt zu sein, bestreitet der Subunternehmer allerdings.

Bei der Einsicht in die Grundbuchauszüge der Immobilien, auf denen die Gemeinschaftsunterkünfte stehen, fällt ein Name auf: Mike F.

So heißt auch der Geschäftsführer der MF Gruppe.

Ein Mike F.

ist Miteigentümer einer Gemeinschaftsunterkunft.

Wie Marius Hagenau von der Fairen Mobilität erfährt, steht dieses Haus unter Quarantäne.

Corona im Schlachthof: Arbeitskräfte und Anwohner verunsichert

Die mit dem Coronavirus infizierten Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis Straubing-Bogen wurden inzwischen von den Behörden verlegt.

Unter anderem nach Niederwinkling.

Das dort vorgesehene Haus für die Arbeiter stand bis Freitag leer.

Der Bürgermeister kritisiert, dass er erst kurz vor den Verlegungen von den Behörden informiert wurde.

Das Haus sei noch nicht in Stand gesetzt und Anwohner seien verunsichert gewesen.

Beim Landratsamt kann man die Kritik nicht nachvollziehen, heißt es gegenüber dem BR-Politikmagazin Kontrovers.

Ein Lichtblick zumindest für die Corona-Infizierten in den Gemeinschaftsunterkünften: Wiesenhof will andere Unterkünfte finden, hat die Firma angekündigt.

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