Corona-Krise: Jeder zweite mittelfränkische Betrieb steht still – Top Meldungen

0

Auch die mittelfränkische Wirtschaft leidet aufgrund der Corona-Pandemie unter massiven Umsatzeinbußen. Laut einer Blitzumfrage der IHK Nürnberg für Mittelfranken rechnet mehr als die Hälfte der Unternehmer mit enormen Einbußen.

Wie die Blitzumfrage der IHK Nürnberg für Mittelfranken ergeben hat, rechnet mehr als die Hälfte der mittelfränkischen Unternehmer mit Einbußen in Höhe von mehr als einem Viertel des Jahresumsatzes. An der Blitzumfrage, die vom 24. bis 26. März durchgeführt wurde, nahmen 135 Unternehmer teil.

Aktuelle Corona-Meldungen aus Mittelfranken

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Demnach melden 18 Prozent der mittelfränkischen Betriebe einen Umsatz-Rückgang in Folge des Corona-Virus von mehr als 50 Prozent. Im Vergleich zu den Unternehmen in ganz Deutschland stehen die Franken noch gut da. Denn einen Umsatz-Rückgang von mehr als die Hälfte melden deutschlandweit 27 Prozent der Firmen.

Bei den Einbrüchen des Umsatzes von zehn bis 25 Prozent ist es umgekehrt: Knapp ein Drittel der mittelfränkischen Betriebe verzeichnet einen Umsatz-Einbruch zwischen 10 und 25 Prozent. In ganz Deutschland sind es vergleichsweise weniger Firmen, genau 23 Prozent.

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Produkte und Dienstleistungen der Betriebe werden viel weniger nachgefragt und Aufträge wieder storniert. Die Folge: Fast jeder zweite Betrieb in Mittelfranken steht komplett oder zu großen Teilen still. In der Krise fährt jedes zweite Unternehmen die Investitionen zurück, 40 Prozent planen mit verringerten Beschäftigtenzahlen.

Steuervorauszahlungen, Gehälter und Sozialversicherungsbeiträge, Mieten oder Kreditzinsen bleiben den Unternehmern. Deswegen kommen auch die staatlichen Hilfen bei den Unternehmen in Mittelfranken gut an: Kurzarbeitergeld halten 83 Prozent für besonders relevant, 71 Prozent begrüßen die Möglichkeit von Steuerstundungen und -herabsetzungen, und eine Mehrheit von 59 Prozent hält auch direkte Zuschüsse wie die Soforthilfe für wichtig.

Noch nicht sehr einschneidend sind Probleme, wie weniger Arbeitskräfte. Noch bleiben offenbar nicht so viele Waren aus oder werden weniger Dienstleistungen erbracht. Deswegen nennen nur acht Prozent der Unternehmer in Mittelfranken überhaupt solche Probleme. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken geht aber davon aus, dass sich das bald ändert, weil wegen der Umsatz-Rückgänge geplante Investitionen gekürzt oder Belegschaften verringert werden müssen.

Weil die Aussichten nicht vielversprechend sind in diesen Krisen-Zeiten, verspricht IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch unbürokratische Hilfe und rät: „Das Geld lieber gar nicht erst abfließen lassen oder – und das ist nur die zweitbeste Lösung – selbiges schnellstens wieder zurück in die Betriebe bringen!“

Wirtschaftliche Folgen des Corona-Virus: Stillstand

Trotzdem laufende Kosten

Keine guten Aussichten

Motto der IHK

Corona-Krise: Jeder zweite mittelfränkische Betrieb steht still

Share.

Leave A Reply