Corona-Krise: Rücklagen der Rentenkasse schmelzen – Top News

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Wegen der Unsicherheiten, was die wirtschaftliche Entwicklung anbelangt, seien die Zahlen der Rentenkasse allerdings noch wenig sicher.

Auch Berechnungen über 2020 hinaus seien nicht möglich.

Grundlage der aktuellen Einschätzung sind die derzeitigen Projektionen der Bundesregierung.

Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um sechs Prozent sinken.

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Obwohl auch Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld-I-Bezieher weiter in die Rentenkasse einzahlen, wird doch mit geringeren Einnahmen gerechnet, wenn auch noch in begrenztem Rahmen.

Ersten Schätzungen der Rentenkasse zufolge werden die Rücklagen der Versicherungen 2020 um rund zehn Prozent (von rund 40,5 Milliarden Ende 2019) auf etwa 36 Milliarden Euro sinken.

Rund zehn Prozent der Reserven der deutschen Rentenkasse werden 2020 wohl der Corona-Krise zum Opfer fallen.

Das haben erste Schätzungen ergeben.

Ein Blick in die Zukunft zeigt aber, dass Corona nur eines von mehreren Problemen der Rentenkasse ist.

Infolge der Corona-Krise sind viele Deutsche in Kurzarbeit oder sogar arbeitslos geworden.

Sie alle haben weniger Einkommen – und das trifft auch die Rentenkasse.

Dazu kommt: In den kommenden Jahren steigt die Zahl der Rentner stark, da die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten “Babyboomer” ins Rentenalter kommen.

Die Jahrgänge der übrig bleibenden Beitragszahler sind dagegen schwächer.

Das heißt: Immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Rentner aufkommen.

Die Rentenkasse steht in den kommenden Jahren vor weiteren Problemen, die sich durch die Corona-Krise verstärken könnten.

Das fürchten zumindest einige Ökonomen.

So dürfen Renten laut Gesetz nicht gekürzt werden.

Während die Rentenerhöhungen sich also am Lohnniveau orientieren (zum Juli 2020 steigen sie etwa deutlich), gilt umgekehrt nicht, dass die Renten sinken, wenn das Lohnniveau zurückgeht.

Allgemeine Probleme lauern

Rentenkassen-Loch droht

Kurzfristig scheint die Regierung keine größere Rentenreform zu planen.

So ist sowohl ein Minimal-Rentenniveau von 48 Prozent als auch ein Maximal-Beitragsniveau von 20 Prozent bis 2025 garantiert.

Für die Zeit danach hat eine Regierungskommission ein Reformpaket vorgelegt, das jedoch eher keinen grundlegenden Systemumbau vorsieht.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will bis Herbst die Vorschläge zur Rente noch ergänzen.

Rund zehn Prozent der Reserven der deutschen Rentenkasse werden 2020 wohl der Corona-Krise zum Opfer fallen.

Das haben erste Schätzungen ergeben.

Ein Blick in die Zukunft zeigt aber, dass Corona nur eines von mehreren Problemen der Rentenkasse ist.

Sowohl die eher kurzfristige Corona-Problematik als auch das mittel- bis langfristige Problem des demographischen Wandels führen dazu, dass ein Loch in der Rentenkasse entsteht.

Dafür muss letztlich der Bund mit Zuschüssen aufkommen.

Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, rechnet etwa damit, dass die Zuschüsse des Bundes schon 2022/23 in zweistelliger Milliardenhöhe steigen werden.

2019 hatte der Bund bereits 72 Milliarden Euro an Steuergeldern in das Rentensystem gepumpt.

Mit Material der dpa

Corona-Krise: Rücklagen der Rentenkasse schmelzen

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