Corona-Podcast: Infineon-Chef fordert Digital-Plattformen für EU – Top News

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Der Chef ist einer der wenigen Mitarbeiter in der Verwaltung, die derzeit nicht im Home Office sind.

Ploss sieht das Ganze zwiespältig: Ohne persönlichen Kontakt sei es momentan schwierig, neue Projekte anzustoßen und kreativ zu sein.

Andererseits habe die Corona-Krise vielen Unternehmen einen Stoß in Richtung Digitalisierung gegeben:

Infineon-Chef Reinhard Ploss fordert unter anderem europäische Ansätze für Daten-Plattformen, um gegen China und die USA bestehen zu können.

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Im Podcast “B5 Extra Coronavirus – Wege aus der wirtschaftlichen Krise” haben wir mit ihm gesprochen.

Auch am High-Tech-Konzern Infineon ist die Corona-Krise nicht spurlos vorübergezogen.

Zwar sind die Fabriken rund um den Globus gut ausgelastet, sagt Vorstandschef Reinhard Ploss – dort arbeiten die Mitarbeiter ohnehin schon immer mit Schutzanzügen und Mundschutz – doch in der Zentrale vor den Toren Münchens herrscht gähnende Leere.

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Einen Pferdefuß hat die Sache aber: Die meisten virtuellen Konferenzen aus dem Home Office laufen über Microsoft Teams, Skype oder Zoom.

Also Plattformen aus den USA.

Die meisten Mitarbeiter sind im Homeoffice

Kaum virtuelle Konferenztools aus Deutschland und Europa

EU-Kommission will mehr für Digitalisierung tun

Infineon-Chef Reinhard Ploss fordert unter anderem europäische Ansätze für Daten-Plattformen, um gegen China und die USA bestehen zu können.

Im Podcast “B5 Extra Coronavirus – Wege aus der wirtschaftlichen Krise” haben wir mit ihm gesprochen.

Gerade die hohen europäischen Standards beim Datenschutz könnten ein globales Verkaufsargument für solche Plattformen sein in Zeiten, in denen immer mehr Informationen digital ausgetauscht und verarbeitet werden.

Deutschland und auch Europa insgesamt haben bei diesen Schlüsseltechnologien wenig bis nichts zu bieten.

Das gelte auch für Kommunikations-Plattformen für die Industrie.

Es gebe bisher bestenfalls Einzellösungen.

Die Politik sei hier gefordert, Dinge voranzubringen und Pflöcke für künftige Standards einzuschlagen.

Noch sei es nicht zu spät, glaubt Ploss.

Die EU-Kommission habe mit ihrem Green Deal zumindest das Bekenntnis abgegeben, mehr für die Digitalisierung des Kontinents zu tun.

Jetzt dürfe man aber nicht den Fehler machen, ein solches Mammutprojekt im Klein-Klein von Detail-Vorschriften schon im Ansatz ersticken zu lassen.

Das gelte auch für mögliche kartellrechtliche Auflagen:

Einige Kunden des Chip-Riesen Infineon wurden übrigens gar nicht oder kaum von der Corona-Krise gebremst.

Bei Halbleitern für Windkraftanlagen zum Beispiel ist die Nachfrage unverändert hoch, ebenso bei Chips für Kommunikationstechnik.

Deswegen konnte Infineon den Großteil seiner Fabriken auch in der Krise weitestgehend weiterlaufen lassen.

Corona-Podcast: Infineon-Chef fordert Digital-Plattformen für EU

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