Corona-Tagebuch – in Quarantäne mit dem Ehemann – Top Meldungen

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Weil es in seinem Büro einen Coronafall gibt, wurde für Annikas Mann Quarantäne angeordnet. Aus Sicherheitsgründen gilt die auch für die BR-Reporterin selbst. In ihrem Corona-Tagebuch geht es darum, wie sie trotzdem ihre Reportertätigkeiten meistert.

Zugegeben, es schaut schon etwas seltsam aus, wie ich hier auf dem Sofa mit einer Decke über dem Kopf sitze und meinen Text einspreche. Aber: So ist das nun einmal, wenn man die Wohnung nicht verlassen darf und kein Tonstudio hat. Die Decke schirmt nämlich die Umgebungsgeräusche wunderbar ab und so merkt keiner, dass ich gar nicht im Studio bin.

Seit einer Woche bin ich mit meinem Mann ausschließlich in unserer Wohnung. Also schon bevor die Ausgangsbeschränkungen in Bayern angeordnet wurden. Der Grund: Sein Kollege ist positiv auf Corona getestet worden. Als Erstkontakt muss Sven also in Quarantäne. Wenig sinnvoll wäre es, wenn ich einfach arbeiten gehe. Also bleibe ich mit ihm zur Sicherheit zuhause.

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Home-Office für einen trimedialen Reporter ist zugegebenermaßen nicht ganz optimal. Da ich momentan als Korrespondentin in Ansbach eingesetzt bin, bin ich mit meiner Kollegin für die Mails und Meldungen aus dem Landkreis Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Neustadt-Aisch/Bad Windsheim verantwortlich. Das kann ich gut von Zuhause aus machen. Redaktionskonferenzen via Videochat sind auch kein Problem. Radiobeiträge vertonen ist, wie schon erwähnt, kein Problem. Aber klassische Interviews gibt es natürlich nicht. Allerdings können mir Interviewpartner ihre Antworten per Voicemail schicken – in Coronakrisenzeiten vielleicht grundsätzlich kein schlechtes Vorgehen.

Auch Fernsehen gehört zur Trimedialität. Das ist natürlich von zuhause aus schlecht. Bis auf meinem Quarantäne-Alltag kann ich hier nichts filmen. Videoschnitt ist aber kein Problem.

Mein Mann Sven ist im digitalen Anzeigenvertrieb – macht also beruflich etwas völlig Anderes. Darüber war ich immer sehr froh, weil wir so auch nicht zusammen Arbeiten und zuhause auch nicht viel über die Arbeit reden. Diese Woche ist das natürlich anders. Es klappt aber tatsächlich besser als gedacht. Ich verstehe jetzt auch, was Sven den ganzen Tag so macht und er ist jetzt auch nicht mehr überrascht, wenn er mich unter der Decke mit meinem Mikro findet.

Unter der Woche ist man tatsächlich gut beschäftigt. Man arbeitet tendenziell sogar etwas länger – der Nachhauseweg fällt ja dafür weg. Weil wir gerne nach Feierabend ins Fitnessstudio gehen, gibt es mal ein Workout im Wohnzimmer oder wir kochen aufwendiger. Aber das Wochenende war dann doch erst eine kleine Herausforderung. Wir sind fast jedes Wochenende unterwegs. Und wenn wir zuhause sind, gehen wir spazieren, Essen, treffen uns mit Freunden auf ein Bier. Letzteres haben wir dann doch gemacht: ein vier-Stunden-Skype-Bierchen zu zehnt – auch mal was anderes!

Nach einer Woche zuhause kommt endlich das Ergebnis: Svens Corona-Test ist negativ und die Quarantäne vorbei. Jetzt kann ich wieder drehen gehen und Sven hat im Home-Office auch wieder etwas mehr Ruhe.

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Corona-Tagebuch – in Quarantäne mit dem Ehemann

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