Corona: Tipps und Tricks für die Vorlesung im Homeoffice – Top Meldungen

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Das Sommersemester an Bayerns Fachhochschulen hat begonnen, der Vorlesungsstart ist aber wegen des Coronavirus verschoben. Viele Dozenten lehren von zuhause aus. Ein Professor der Hochschule Würzburg-Schweinfurt gibt Tipps, wie das am besten gelingt.

Homeoffice statt Hörsaal. An der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) laufen die Uhren wie vielerorts derzeit etwas anders. Das Sommersemester hat am 15. März begonnen. Wegen der Corona-Pandemie bleiben die Hörsäle vorerst allerdings leer. Professorinnen und Professoren versuchen die Ausfälle zu kompensieren. Viele von ihnen stellen ihre Vorlesungen digital zur Verfügung. Mario Fischer ist Professor für e-Commerce an der FHWS. Er gibt Tipps wie es am besten gelingt.

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“Ungewohnte Herausforderungen” seien es, die auf die Kolleginnen und Kollegen zukommen, zitiert die FHWS in einer Mitteilung Mario Fischer: “Plötzlich sollen sie Vorlesungen ‘streamen’, aufzeichnen oder interaktive Meetings mit den Studierenden machen.” Fischer arbeitet nach eigener Aussage schon länger mit solchen Techniken. Einige Erfahrungswerte will er deshalb weitergeben.

Fischer rät unter anderem dazu in gutes Equipment zu investieren. Das sei zwar nicht zwingend notwendig. Er sagt allerdings auch: “Setzt man ungeeignete Technik ein, wirkt das auf die Zuhörenden / Zuschauer schnell ermüdend.” Krächzender Ton und ein wackeliges Bild könnten die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.

Fischer spricht deshalb die Empfehlung aus, externe Webcams zu verwenden. Die Webcams sollten dann idealerweise auf einer Halterung direkt vor dem Bildschirm stehen. Die im Rahmen vieler Notebooks verbauten Kameras hätten den Effekt, dass die Sprecher nach unten und nie in die “Augen” der eigentlichen Zuhörer schauen, schreibt Fischer. Für die Studierenden an den Bildschirmen sei es auf Dauer unangenehm, wenn sie ihr Dozent oder ihre Dozentin nicht ansieht. Ein Problem gibt es aber: Viele Händler melden momentan Lieferengpässe. Wer keine externe Webcam hat, für den wird es aktuell schwer, eine solche zu beschaffen.

Auch das in Notebooks verbaute Mikrofon sei für Vorlesungsaufzeichnungen eher ungeeignet, sagt Fischer: “Man kann damit ein paar Videokonferenzen machen, aber für Menschen, die einem gespannt und konzentriert zuhören sollen, ist das die schlechteste aller Lösungen.” Er rät zu externen Mikrofonen. Auch günstige Modelle seien oftmals besser als bereits verbaute.

Der FH-Professor rät außerdem dazu, mögliche Störgeräusche vorab zu minimieren. Es sei ratsam vor den Vorlesungen das eigene Büro zu präparieren, etwas handwerkliches Geschick inbegriffen. Zum Beispiel könnte man eine Schaumgumi-Matte hinter das Mikrofon klemmen, um es damit “einzuhüllen”. Einen wirksamen Ploppschutz – sogenannte “Plopps” werden beim Öffnen des Mundes erzeugt, wenn Worte mit einem “P” beginnen – könne man sich zum Beispiel mit einem Drahtkleiderbügel bauen: “Einfach einen Kreis formen, eine Strumpfhose darüber spannen und vor das Mikro platzieren”, so Fischer. Wenn ein Raum zu stark hallt, könnte es helfen, mehrere Decken aufzuhängen, damit sie die Schallreflektionen schlucken.

Wichtig sei es laut Fischer auch die Vorlesungen mehrfach zu unterbrechen: “Bei Livestreams sollte man zwischendrin innehalten und eine kleine Pause einlegen, um abzufragen, ob die Inhalte angekommen sind.” Vorlesungen am Bildschirm würden die Zuhörerinnen und Zuhörer deutlich mehr fordern. Fischer empfiehlt bei Livestreams mindestens alle 30 Minuten Pausen einzulegen: “Jetzt geht es nicht darum, exakt den gleichen Stoffumfang wie im Hörsaal anzubieten. Wir müssen als Dozierende mehr Rücksicht auf die Aufnahmefähigkeit unserer Zuhörer nehmen.”

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