Corona: Viele zieht es trotz Ausgangsbeschränkung in die Sonne – Top Meldungen

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Ob im Englischen Garten oder am Starnberger See: Vielerorts sind am Samstag die Menschen nach draußen geströmt, um das Frühlingswetter zu genießen. Viele ließen es sich auch nicht nehmen, einen Ausflug zu machen – trotz Ausgangsbeschränkungen.

Sport und Bewegung an der frischen Luft halten gesund – auch gerade in diesen schwierigen Zeiten. So sind am Samstag viele im Freistaat nach draußen in die Sonne geströmt. Doch auch wenn sich dabei die allermeisten an die bayernweiten Ausgangsbeschränkungen gehalten haben, wünscht sich die Polizei eigentlich etwas anderes.

In der Landeshauptstadt waren am Samstag vor allem an der Isar und in den Stadtparks wie etwa dem Englischen Garten sehr viele Menschen unterwegs. Die Polizei appellierte mit Lautsprecherdurchsagen an die Bürger, zu Hause zu bleiben und auf öffentlichen Plätzen den Mindestabstand von anderthalb Metern zu beachten. Die meisten hielten sich nach Polizeiangaben an die Regeln.

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Vor allem entlang der A95 habe es Richtung Süden ein großes Verkehrsaufkommen gegeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf BR-Anfrage. In Wolfratshauen, Bad Tölz, Weilheim und entlang des Starnberger Sees waren demnach viele Autos mit nicht-einheimischen Kennzeichen unterwegs.

Ruhig geblieben sei es dagegen im Tegernseer Tal und im östlichen Teil Oberbayerns wie etwa am Chiemsee. Auch in den Wandergebieten im Berchtesgadener Land und rund um Traunstein waren laut Polizei vor allem Einheimische unterwegs. Auf dem Hörnle in Bad Kohlgrub waren nur vereinzelt Wanderer, Paare und Familien zu sehen.

Trotz des zum Teil hohen Aufkommens habe es insgesamt nur wenig Verstöße gegeben. Die allermeisten Menschen hielten sich an die Regeln der Ausgangsbeschränkungen, nach denen Sport oder Spazierengehen ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung erlaubt ist. Dennoch wünsche man sich, dass die Menschen lieber daheim bleiben, um erst gar nicht das Risiko einzugehen, das Virus in der Gegend herumzuschleppen, erklärte die Polizeisprecherin.

Am Freitag hatte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann die Bürger dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. “Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf meinen, über 50 oder 100 Kilometer in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab”, sagte der CSU-Politiker im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Auch Bürgermeister, Bergwachten und der Deutsche Alpenverein bitten darum, derzeit nicht in die Berge zu gehen. Nicht nur, um sich bei stark frequentierten Ausflugszielen selbst vor einer Corona-Infektion zu schützen. Es gehe vor allem darum, das medizinische System und das Rettungswesen zu entlasten, wie Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein erklärt. Denn jeder Bergnotfall binde die Kapazitäten von Rettungskräften, die derzeit noch wichtiger sind, also sonst ohnehin schon. Noch dramatischer sei die Situation, wenn ein Wanderer, der in Not gerät, mit Corona infiziert sei.

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