Coronakrise: Einsamkeit treibt Zahl der Klinikeinweisungen in die Höhe

0

Die neue Forschungsarbeit des University College London ergab, dass soziale Isolation bei älteren Personen zu einem Anstieg des Risikos einer Klinikeinweisung auf Grund einer Atemwegserkrankung führt.

Die Untersuchungsergebnisse wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „BMI: Thorax“ vorgestellt.

Während der derzeitigen Coronakrise ist jeder gezwungen sich von anderen Menschen fernzuhalten, um sich selbst und andere Personen vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu bewahren.

Doch die daraus resultierende soziale Abschottung kann die Psyche negativ beeinflussen und ebenfalls eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Im Rahmen der aktuellen Coronakrise leiden zahlreiche Menschen unter sozialer Isolation.

Diese kann zwar Covid-19 vorbeugen, stellt jedoch auch an sich ein Gesundheitsrisiko dar.

Vor Kurzem fanden Wissenschaftler bei einer Studie heraus, dass „Social Distancing“ bei älteren Menschen mit einem erhöhten Risiko für Krankenhausaufenthalte durch Atemwegserkrankungen einhergeht.

Untersuchung des Einflusses von Einsamkeit

Einsamkeit wird mit diversen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.

Bisher war jedoch unklar, ob die soziale Isolation auch bei der Entwicklung von Atemwegserkrankungen eine Rolle spielt.

Ein Forschungsteam ging dieser Gefahr nach und wertete Krankenhausaufzeichnungen und Todesfallstatistiken von 4.

478 Patienten aus, welche bei der English Longitudinal Study on Ageing (ELSA) beteiligt waren.

ELSA war eine national repräsentative Langzeitstudie älterer Erwachsener.

Der Grad der Einsamkeit wurde anhand der Wohnsituation (alleinlebend oder nicht), sowie der Häufigkeit sozialer Kontakte und sozialen Engagements bewertet.

Dazu zählten auch ehrenamtliche Tätigkeiten, kulturelle Aktivitäten und Engagement in Gemeinschaftsgruppen.

Die soziale Isolation wurde am Ende mit einer validierten UCLA-Skala eingeordnet.

Fehlende Kapazitäten

Die aktuelle Forschungsarbeit zeigt, dass soziale Isolation das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt auf Grund von Atemwegserkrankungen vergrößern kann.

Die Gefahr wird jedoch auch von anderen Faktoren beeinflusst, zum Beispiel der generellen Verfassung des Menschen und seinem Lebensstil.

Klinikeinweisungen wegen Atemwegserkrankungen kommt insofern eine große Bedeutung zu, als dass bei Überbelegung nicht genug Krankenhausbetten zur Verfügung stehen können.

Während der aktuellen Coronakrise kommt es ebenfalls oftmals zu Engpässen, sodass dies ein ernstes Problem darstellt und ältere Menschen gefährdet sind.

Allein in Großbritannien ist die Zahl der Klinikeinweisungen auf Grund von Atemwegserkrankungen innerhalb der letzten Jahre drei Mal so rasch angestiegen wie Einweisungen aus jeglichen anderen Anlässen.

Hierbei sind vor allem sozial Schwache und ältere Personen betroffen.

Alleinsein kann die Gesundheit gefährden

Darüber hinaus wurden Daten über mögliche Einflussfaktoren zusammengetragen, darunter Geschlecht, Ethnie, Bildungsstand, Haushaltseinkommen, Lebensstil, körperliche Fitness, Rauchen, sowie gesundheitliche Grundbedingungen (inklusive nicht diagnostizierter chronisch obstruktiver Lungenkrankheit, auch als COPD bekannt).

Die gesundheitliche Verfassung der Probanden wurde bis zum Januar 2018 bzw.

bis zu deren Ableben medizinisch kontrolliert.

Durchschnittlich wurden die Teilnehmer 9,5 Jahre lang überwacht.

In diesem Zeitraum wurden elf Prozent von ihnen auf Grund einer Atemwegserkrankung in eine Klinik gebracht.

 
Hier erfahren Sie, warum Vorerkrankungen speziell im Zuge der Coronakrise so gefährlich sein können:

Studiendetails

Share.

Leave A Reply