Coronakrise: Sind Einmalhandschuhe wirklich sinnvoll?

0

Viele besorgte Menschen ziehen zum Einkaufen Handschuhe an, um sich vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

Laut Professor Janne Vehreschild aus dem Vorstand der DGI ist dies im Gegensatz zu anderen Maßnahmen zu vernachlässigen.

Dies liege daran, dass Einmalhandschuhe aus Nitrilkautschuk oder Latex nie vollkommen dicht seien und den Träger daher nicht vor einer Infektion bewahren können.

Darüber hinaus „speichert“ er alles, was angefasst wird, vom Türgriff über den Einkaufswagen und die Waren.

Da die Viren über die Schleimhäute in den Körper gelangen, ist es Vehreschild zufolge am wichtigsten während des Einkaufs weder Augen, Nase, Mund oder Ohren zu berühren und genügend Distanz zu anderen Personen zu wahren.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Viren an den Handflächen sind generell unproblematisch, solange man sich nach der Heimkehr umgehend und gründlich die Hände wäscht oder desinfiziert.

In der aktuellen Krisensituation greifen zahlreiche Menschen auf Einmalhandschuhe zurück, um sich in der Öffentlichkeit vor Coronaviren zu schützen.

Der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) zufolge bringt diese Vorsichtsmaßnahme jedoch nicht viel.

Nicht zu lange oder mehrmals anziehen

Korrekt getragen sind Einmalhandschuhe zwar nicht absolut wirkungslos, man sollte sie aber in jedem Fall direkt wegwerfen, wenn die Einkaufswaren aufgeräumt sind und der Wagen zurückgebracht wurde.

Nur auf diese Weise kann die Infektionsgefahr möglicherweise etwas reduziert werden.

Noch besser ist es allerdings vor dem Einkauf den Griff des Wagens zu desinfizieren und die Hände danach sofort zu waschen.

Wegwerfhandschuhe sollten aber keinesfalls über einen längeren Zeitraum getragen werden, wie beispielsweise bei Spaziergängen.

Die Bakterienflora, welche die Haut schützt und sogar leicht selbst desinfiziert, wird so gestört.

Man schwitzt in den Handschuhen enorm und an ihnen bleibt alles kleben – ein Albtraum für die Hautflora.

Auch medizinische Angestellte tragen gewöhnlich niemals das gleiche Paar Handschuhe über den ganzen Tag.

 
In diesem Video erfahren Sie, wie Ihr Immunsystem Sie vor einer Infektion schützt und wie Sie es in dieser Zeit unterstützen können:

Ausgiebige Handwäsche ist unerlässlich

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft eine ausreichende Handhygiene ebenfalls als wichtigsten Part des Infektionsschutzes ein.

Gründliches Händewaschen mit einer Dauer von mindestens 20 Sekunden ist Pflicht, denn nur so könne die Keimzahl an den Händen starkt verringert werden.

Dies wird auf dem Portal Infektionsschutz.

de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfohlen.

Zu Wegwerfhandschuhen rät hingegen weder das RKI noch die BZgA.

Wegwerfhandschuhe bieten keinen ausreichenden Schutz vor SARS-CoV-2

Share.

Leave A Reply