Coronakrise und Ölstreit: Spritpreise im Keller – Top Meldungen

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Tanken ist gerade günstig wie schon lange nicht mehr: Die Preise am Ölmarkt sind in den vergangenen Wochen massiv eingebrochen, was nun an der Zapfsäule ankommt. Das liegt auch an der Coronakrise – aber nicht nur.

Mancher Autofahrer, der in diesen Tagen eine Tankstelle ansteuert, wird seinen Augen kaum trauen: 1,20 Euro für den Liter Superbenzin oder 1,25 Euro – das ist gerade auf fast allen Anzeigen zu lesen. Die Spritpreise sind auf dem niedrigsten Stand seit Monaten. Die Gründe dafür: zu viel Angebot – und zu wenig Nachfrage.

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Auf der einen Seite stehen sich beim Angebot die Ölförderstaaten der OPEC und Russland gegenüber. Beide können sich seit längerem nicht auf niedrigere Fördermengen einigen. Seit Gespräche Anfang des Monats ohne Ergebnis zu Ende gingen, fluten sie die Märkte mit Öl. Somit steigt das Angebot.

Der Preis für die US-Sorte Brent lag am Donnerstag bei etwa 27 Dollar. “Seit Jahresbeginn hat Rohöl damit fast 60 Prozent an Wert verloren”, schreibt der ADAC.

Andererseits beeinflusst auch die Coronakrise die Preise stark. Denn viele Unternehmen benötigen derzeit deutlich weniger Öl, weil sie weniger oder gar nichts mehr produzieren. Außerdem bleiben viele Flugzeuge am Boden und müssen nicht mehr mit Kerosin betankt werden. Somit sinkt die Nachfrage weltweit.

In der Summe drücken Angebot und Nachfrage auf den Preis – was nun auch die Verbraucher an der Zapfsäule spüren.

Andreas Hölzel vom ADAC sieht sogar die Chance auf noch günstigere Preise.

Er rät allen Autofahrern, sich preisbewusst zu verhalten. Aus Sicht des ADAC bedeutet das, vor allem zwischen 18 und 22 Uhr zu tanken, dann sei es in der Regel am günstigen. Auch ein Preisvergleich der einzelnen Tankstellen über die vielen Apps ist zu empfehlen.

Aus Sicht von Experten wird sich an der aktuellen Situation so schnell nichts ändern. So lange Corona die Wirtschaft beschäftigt, dürfte auch die Nachfrage ausbleiben – und Autofahrer weiter von niedrigeren Preisen profitieren.

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