Coronavirus – Alle wichtigen Informationen zu Infektion und Prävention

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Das Coronavirus hat nun auch Deutschland erreicht und es gibt immer mehr Meldungen über Fälle in ganz Europa. Viele Menschen sind deshalb beunruhigt und stellen sich die Frage, wie sie Corona erkennen können und wie sie sich vor einer Infektion schützen können.

Signale für Coronaviren

Die Anzeichen einer Infektion mit Coronaviren gleichen denen einer simplen Erkältung. Als Erstes machen sich Halsschmerzen, leichtes Fieber und ein allgemeines Schwächegefühl breit. Auch Durchfall und Schnupfen können auftreten, sind jedoch eher selten der Fall. Bei schweren Infektionen mit einer starken Vermehrung der Viren in den unteren Atemwegen kann es zu Atemnot kommen, am Ende kann eine Lungenentzündung drohen.
Zu den Coronaviren zählen unter anderem das MERS-Coronavirus, das SARS-Coronavirus, sowie das Anfang dieses Jahres erstmals beim Menschen nachgewiesene Coronavirus 2019-nCoV. Genau wie eine Erkältung erfolgt eine Ansteckung per Schmier- oder Tröpfcheninfektion. Ob der Übertragungsweg für die Schwere des Krankheitsverlaufs von Bedeutung ist, ist noch nicht geklärt.

Wie groß ist das Infektionsrisiko?

2019-nCoV ist der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit zufolge offenbar nicht so eine große Bedrohung wie MERS (Mortalität von 30 Prozent) oder SARS (Mortalität von 10 Prozent). Aktuell wird 2019-nCoV eine Mortalität von bis zu drei Prozent nachgesagt. Genau wie bei Influenza (Mortalität unter 1 Prozent) ist eine Ansteckung besonders für ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich.
Das neue Coronavirus kann bekanntlich von Mensch zu Mensch verbreitet werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass das Infektionsrisiko hier viel geringer ist als es bei Influenza der Fall ist. Einzelne Ansteckungen erfolgten Angaben zufolge von Personen, bei denen es noch gar nicht zu Symptomen gekommen war.

Inkubationszeit des Virus

Forschungen zufolge beträgt die Inkubationszeit des neuen Coronavirus zwischen zwei und 14 Tagen. Die Zeitspanne zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung kann jedoch auch wesentlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Darüber, wie lange Betroffene ansteckend sind, gibt die Inkubationszeit allerdings keine Auskunft. Andere Virentypen sind sehr lange Zeit infektiös. Importierte Waren gelten nicht als Problem, da bereits im Vorhinein eine Kontamination erfolgen müsste und das Virus bei Ankunft der Waren noch aktiv sein müsste. Auf Grund des langen Transportweges ist dies nicht zu befürchten. Bislang ist unklar, ob das Coronavirus in flüssigen oder trockenen Produkten überhaupt mehrere Tage überstehen kann.

Krankheit mit Todesfolge?

Laut Experten sind Übertragungen des Coronavirus von Mensch zu Mensch in den meisten Fällen mild und asymptomatisch. Häufige Signale für den Virentyp sind der AGES zufolge vor allem Atemprobleme, Kurzatmigkeit, Fieber und Husten. Bei einem schweren Verlauf der Erkrankung kann es jedoch tatsächlich zu einem akuten Atemwegssyndrom, Nierenversagen oder auch zum Tod kommen. Bei milden Ausprägungen machen sich aber lediglich Erkältungsanzeichen oder gar keine Symptome breit. Aktuell wird vermutet, dass der Krankheitsverlauf von 2019-nCoV generell nicht so schwer ausfällt wie bei den Coronatypen MERS und SARS.
Eine spezielle Therapie des neuen Coronavirus gibt es derzeit nicht. Behandelt werden können nur die Symptome, zum Beispiel durch die Linderung der Beschwerden mit fiebersenkenden Medikamenten. Auch ein Impfstoff existiert bisher nicht für die Anwendung. Dem RKI zufolge wurden jedoch bereits vielversprechende Fortschritte bei der Entwicklung eines solchen erzielt, entsprechende Substanzen werden aktuell bereits im Rahmen klinischer Studien erprobt.

So schützen Sie sich

Die Ausbreitung von 2019-nCoV kann verhindert werden, indem man sich die Hände mehrmals täglich gründlich mit Wasser und Seife wäscht. Husten und Niesen sollten bestenfalls hygienisch durchgeführt werden, das heißt ein Papiertaschentuch sollte dabei Mund und Nase bedecken. Von direktem Kontakt zu Infizierten wird selbstverständlich abgeraten. Der Mindestabstand sollte allerdings zumindest einen Meter betragen, sollte der Kontakt nicht zu vermeiden sein.
Ein Mundschutz reduziert das Infektionsrisiko in der Öffentlichkeit nicht nennenswert, in speziellen Situationen, wie zum Beispiel bei der Pflege von Erkrankten, kann ein Mundschutz das Ansteckungsrisiko der Pflegekräfte allerdings verringern. Besonders sinnvoll ist es meist für die Infizierten einen Mundschutz zu tragen, denn so wird die Chance andere Menschen anzustecken tatsächlich signifikant gesenkt. Für diesen Fremdschutz ist es aber in jedem Fall essenziell die Maske richtig zu positionieren und eng anzulegen.

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