Coronavirus-Ticker: Prinz Charles ist positiv getestet – Top Meldungen

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Der britische Thronfolger hat sich infiziert. RKI-Präsident Wieler sieht Deutschland erst am Anfang der Epidemie. Die DFL hofft auf eine Bundesliga-Fortsetzung ab Mitte Mai. Alle News im Liveticker.

In Spanien sind laut Gesundheitsministerium innerhalb eines Tages 738 Menschen am Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 im Land auf 3434. In Spanien sind somit mehr Menschen an der Lungenkrankheit gestorben als in China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm. Insgesamt gelten in Spanien trotz der strikten Ausgangssperre, die vor elf Tagen verhängt wurde, mittlerweile 47.610 Menschen offiziell als infiziert. Das Land ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene in Europa. In China wurden bislang 3281 Todesfälle gemeldet.

Der britische Thronfolger Prinz Charles ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das seine Londoner Residenz Clarence House bekanntgegeben. Demnach leidet der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. an leichten Symptomen. Der 71-Jährige sei sonst aber wohlauf. Er befinde sich in Selbstisolierung auf einem königlichen Anwesen in Schottland. Seine Frau, Herzogin Camilla, sei negativ getestet worden.

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Die Abgeordneten im Plenum des Landtags haben in der Vollversammlung mit den Stimmen aller Fraktionen das neue bayerische Infektionsschutzgesetz beschlossen. Es ermöglicht Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die erheblich in die Rechte der Bürger eingreifen. Es geht zum Beispiel um die Beschlagnahmung von medizinischem Material, also Beatmungsgeräten und Schutzkleidung, und darum, wie der Staat auf Personal wie Ärzte und Pfleger zugreifen darf. Das Gesetz ist bis zum 31.12.2020 befristet.

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von diesem Mittwoch um 17.00 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Trotz der Corona-Gefahr sind auch am Mittwoch viele Londoner U-Bahnen sehr voll gewesen. Fahrgäste beschwerten sich in sozialen Medien über die Zustände. “Das ist unsicher und nicht fair”, schrieb etwa eine Krankenschwester. Die U-Bahn sei überfüllt, twitterte Barry Trimble, der sich um Krebspatienten kümmert. Abstand zu halten, sei so unmöglich. “Wir brauchen mehr Leute, die zu Hause bleiben, und mehr Züge, die in den Stoßzeiten morgens und abends fahren.” Das Angebot in den Stoßzeiten wurde um etwa die Hälfte reduziert.

In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit rund 1.000 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt betreuten die Häuser aktuell bis zu 4.000 Corona-Patienten, sagt DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die DKG erwartet demnach in den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen: “Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit etwa 70.000 registrierten Infektionen rechnen müssen”, sagt Gaß.

In den Niederlanden hat sich die Ausbreitung des Coronavirus nach Einschätzung des nationalen Gesundheitsinstitus deutlich verlangsamt. Gegenwärtig gehe man im besten Fall davon aus, dass eine infizierte Person nur eine andere Person infiziere. Das bedeute, dass “das exponentielle Wachstum des Ausbruchs aller Wahrscheinlichkeit nach zum Stillstand gekommen ist”, sagte Jaap van Dissel vom Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM). Die Zahl der neuen bestätigten Fälle in den Niederlanden stieg laut RIVM am Dienstag im Vergleich zum Vortag um 17 Prozent auf 5560.

In Bayern sind inzwischen 7.289 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Es gebe 41 Todesfälle, sagte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Mittwochvormittag in Würzburg. Eck ist wegen der Coronakrise für drei Monate vorübergehend vom Innen- ins Gesundheitsministerium gewechselt.

Der Handelsverband HDE fürchtet eine Pleitewelle im Einzelhandel, da Kreditbewilligungen zu lange dauern könnten “Unter den gegebenen Umständen halten viele Einzelhändler nicht länger als vier Wochen aus”, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er forderte daher Nachbesserungen bei dem Entwurf der Bundesregierung.

In der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus, wo inzwischen zehn Heimbewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, werden alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet. Die Testkapazitäten seien am Dienstag eingetroffen, es sei sofort mit den Tests begonnen worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Schuchardt ist auch Stiftungsratsvorsitzender des Würzburger Bürgerspitals, zu dem das St.-Nikolaus-Heim gehört.

Die Krankschreibungs-Regeln in Deutschland werden wegen der Krise weiter gelockert. Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder Verdacht auf Corona nach telefonischer Rücksprache eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit für maximal bis zu 14 Tage ausgestellt bekommen. Für die Krankschreibung muss keine Arztpraxis aufgesucht werden. Die Regelung gilt vorerst bis zum 23. Juni, wie der Spitzenverband gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland mitteilt. Bereits seit etwa zwei Wochen durften Ärzte die Patienten für bis zu eine Woche am Telefon krankschreiben.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt beziffert das Volumen des Hilfspakets der Bundesregierung auf etwa 1400 Milliarden Euro. Das sei in etwa die Gesamtsumme an Krediten, Garantien und Hilfen, sagt Dobrindt vor dem Bundestag. “Wir können uns das leisten, weil wir in der Vergangenheit solide gewirtschaftet, solide gehaushaltet haben.” Dobrindt mahnt Überlegungen an, wie man die Produktion “von kritischen Gütern” wieder nach Deutschland und Europa zurückhole.

Zur Notwendigkeit des Tragens von Schutzmasken für Mund und Nase sagt RKI-Präsident Lothar Wieler, dass erkrankte und infizierte Menschen eine solche Maske tragen sollten. Der häufigste Übertragungsweg des Coronavirus sei über Tröpfchen, als über Niesen und Husten. Mit einer Maske werde die Streuung entsprechend erheblich reduziert.

In einem AWO-Seniorenzentrum in Burghausen, dem Georg-Schenk-Haus, ist ein 81-jähriger Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das bestätigte Einrichtungsleiterin Anja Fischbeck dem Bayerischen Rundfunk. Die Ergebnisse liegen der Arbeiterwohlfahrt seit Montag (23.03) vor. Dies soll nach aktuellem Stand der erste Fall in einer der insgesamt 22 Seniorenzentren der AWO in Oberbayern sein. Der Bewohner befindet sich nun in der Corona-Klinik in Mühldorf sowie drei weitere Verdachtsfälle aus dem Heim. Das Gesundheitsamt sei umgehend informiert und Angehörige sowie das Pflegepersonal seien dem Gesundheitsamt gemeldet worden.

Unter dem Motto „Stream Forward“ startet die Stadt Nürnberg einen YouTube-Kanal für die lokale und regionale Kunst- und Kulturszene. Das schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Ziel des Kanals ist es, so die Stadt, die Arbeit der Kunst- und Kulturschaffenden in dieser schwierigen Zeit anzuerkennen. Daneben soll Kunst und Kultur zu den Menschen gebracht werden und die Verbindung nicht abreißen, heißt es weiter.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die Bundeswehr nach eigenen Angaben bereits rund 140 Mal von Städten und Gemeinden um Hilfe gebeten worden. Das sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn am Mittwoch im Deutschlandfunk. Besonders nachgefragt seien “helfende Hände”, Zelte, Feldbetten, logistische Unterstützung sowie medizinische Schutzkleidung und Beatmungsgeräte. “Hier werden noch mehr Anträge kommen, insbesondere wenn es um die helfenden Hände geht”, sagte der ranghöchste Soldat Zorn.

Frankreich hat Arbeitslose in der Corona-Krise zur Feldarbeit aufgerufen. Nach Angaben des französischen Dachverbands der Landarbeiter (FNSEA) vom Dienstagabend fehlen bis Mai rund 200.000 Saisonkräfte. Die Verbandspräsidentin Christiane Lambert rief Interessierte im Radiosender France Inter auf, sich auf einer Webseite zu melden, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eingerichtet wurde.

Das Ifo-Geschäftsklima ist wegen der Corona-Krise in einem bisher beispiellosen Maß eingebrochen. Im März sei der Indexwert auf 86,1 Punkte gefallen, nach 96,0 Punkten im Monat zuvor, teilte das Ifo-Institut am Mittwoch nach einer zweiten Veröffentlichung der Umfrageergebnisse in München mit. Dies sei der stärkste Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers seit der deutschen Wiedervereinigung und der niedrigste Wert seit Juli 2009, hieß es weiter.

Das Robert-Koch-Institut erklärt, dass grundsätzlich nur Menschen mit Symptomen getestet werden sollen. Das schone die Ressourcen der Labore, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Wer nur leichte Zeichen einer Krankheit habe, solle einfach zuhause bleiben.

Er betonte, es könne derzeit keine Aussage darüber getroffen werden, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. Die Epidemie werde sicher “noch einige Wochen” im Land bleiben. Er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen griffen. Wichtig sei, Abstand zu halten, und dass Kranke zu Hause blieben.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, äußert sich zu der Tatsache, dass es in Deutschland bislang relativ wenige Tote gegeben hat. Dies liege zum Teil daran, dass von Anfang an breit getestet worden sei. Deshalb habe man den Erreger vergleichsweise früh entdecken können, und es habe viele milde Fälle gegeben. Zudem seien in Deutschland nicht so viele alte Menschen erkrankt. Wieler betont aber erneut: “Wir sind am Anfang der Epidemie.” Natürlich werde die Zahl der Todesfälle steigen. “Es ist völlig offen, wie sich diese Epidemie entwickelt.”

Russland verzeichnet einen Rekordanstieg bei der Zahl der Corona-Infektionen. Gegenüber dem Vortag seien 163 neue Fälle bestätigt worden, heißt es auf der Internetseite der Regierung. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen liege damit bei 658.

Unter den Bewohnern der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus ist ein zehnter Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gab Würzburgs Bürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. Alle zehn Toten seien hochbetagt gewesen und hätten erhebliche Vorerkrankungen gehabt.

Die Zahl der in Frankreich am Coronavirus verstorbenen Menschen ist nach Angaben des Krankenhausverbandes des Landes deutlich höher als angezeigt. Grund sei, dass die offizielle tägliche Regierungsbilanz nur jene berücksichtige, die in Krankenhäusern sterben. “Die Zunahme der offiziellen Daten ist bereits erheblich, aber die absoluten Zahlen wären zweifellos viel höher, wenn wir zusammenfassen würden, was in Seniorenheimen passiert und wieviele Menschen zuhause sterben”, sagte Frederic Valletoux, Präsident des französischen Krankenhausverbandes.

Wegen der Coronavirus-Pandemie verfünffacht Tschechien das für dieses Jahr geplante Haushaltsdefizit. Es steigt von 40 Milliarden Kronen (knapp 1,5 Milliarden Euro) auf 200 Milliarden Kronen (rund 7,3 Milliarden Euro). Das Abgeordnetenhaus in Prag stimmte der Änderung in einer Notsitzung in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch zu. Als Grund werden sinkende Einnahmen wegen des Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivität und steigende Ausgaben für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus genannt.

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sagt für die Oppositionsfraktion zu, sie werde den Hilfsprogrammen der Bundesregierung “weitgehend zustimmen”, wenn sie temporär und auf die Corona-Notlage beschränkt blieben.

Der Bundestag will heute ein historisch einmaliges Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise beschließen. Für das von der schwarz-roten Koalition geplante Aussetzen der im Grundgesetz vorgeschriebenen Schuldenbremse zeichnete sich vor der Plenarsitzung eine Mehrheit ab. Damit wäre auch der Weg für einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro frei.

“Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist”, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Beginn der Bundestagsdebatte über das Hilfspaket. Sie zeige, wie verletzlich jeder sei. “Das was wir jetzt brauchen, ist Solidarität.” Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner: “Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen.”

Die Grundrente soll trotz der Corona-Krise nach dem Willen von Arbeitsminister Hubertus Heil wie geplant kommendes Jahr eingeführt werden. Das bekräftigte der SPD-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. “Ich will, dass die Grundrente zum 1.1.2021 in Kraft tritt”, sagte er. Heil betonte, dass gerade jetzt Geringverdiener die Helden seien. “Ob Supermarktkassiererin oder die, die in der Wäscherei vom Krankenhaus arbeiten. Das sind Leute, die sehr niedrige Löhne haben”, sagte Heil. “Das hat Folgen für die Alterssicherung. In diesen Zeiten zeigt sich, dass wir gerade so etwas wie die Grundrente brauchen.”

Südkorea will den USA auf eine Anfrage von US-Präsident Donald Trump hin Testmaterial für das neue Coronavirus liefern. Südkorea sei bereit, chemische Reagenzien zum Extrahieren genetischen Materials bei Covid-19-Tests zu schicken, aber nur so, dass die eigenen Testkapazitäten nicht beeinflusst würden, teilte die Direktorin der südkoreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention, Jeong Eun Kyeong, am Mittwoch mit.

Die Sorge einer Ansteckung mit dem Coronavirus in den USA treibt chinesische Studenten aus dem Land. Eltern mit genügend Geld besorgen einen Privatjet für ihre Sprößlinge, da immer mehr Charterflüge zwischen China und den USA gestrichen werden. Ein Platz auf einem Flug etwa von Los Angeles nach Shanghai kostet nach Angaben des Unternehmens Air Charter Service 23.000 Dollar. In den USA nimmt die Zahl der Infektionen zur Zeit sprunghaft zu, während es in China laut offiziellen Daten der Regierung keine neuen Ansteckungen mehr gibt.

Das deutsche Jobvermittlungsportal für Erntehelfer wird laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) “überrannt”. Bis gestern Abend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten, sagt sie dem “SWR”. Die Corona-Krise zeige zudem, wie wichtig es sei, heimische Lebensmittelproduktion flächendeckend vor Ort zu haben. Es zeige sich auch, dass es sinnvoll sei, Lieferketten und Anfahrtswege bei Lebensmitteln möglichst kurz zu halten.

Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fußball Liga nach Informationen der “Bild”-Zeitung auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai. Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Die Zustimmung der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung am 31. März zu diesem Schritt gilt als sicher.

Die Hilfen für in Not geratene Kleinfirmen und Solosebstständige sollen laut dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger schnell fliessen. “Mein Ziel ist, dass alles, was jetzt beantragt ist, in den nächsten acht bis zehn Tagen bezahlt ist”, sagte Aiwanger im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2). Es werde zunächst keine Prüfung geben, ob die Corona-Krise wirklich Ursache der Finanznot ist. “Soforthilfe heißt, schnell Geld raus”, so der Minister. “Aber wenn wir dann wieder Luft zum Atmen haben in einigen Monaten, werden wir natürlich genauer drüberschauen, ob nicht Glücksritter darunter waren, die uns jetzt hinter’s Licht führen. Die müssen dann eben zurückzahlen.”

Die OECD sieht die globale Wirtschaft vor einer tiefen Rezession. “Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass das Bruttoinlandsprodukt weltweit und in den verschiedenen Weltregionen in diesem und auch in den nächsten Quartalen 2020 schrumpfen wird”, schreibt der Generalsekretär der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD), Angel Gurría, im “Handelsblatt”. Er mahnt eine bessere weltweite Zusammenarbeit der Staaten bei den Hilfen gegen die Krise in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik sowie der Bankenaufsicht an.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner möchte Asylbewerber mit Arbeitsverbot künftig, wenn sie es wollen, in der Landwirtschaft einsetzen. Das sagte sie im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2). Klöckner will das nicht als Zwangsmaßnahme verstehen: “Ich kann ihnen sagen, es gibt eine ganz große Bereitschaft auch von vielen Personen, die hier Asylbewerber sind, endlich hier anpacken zu können, die selbst aus ländlichen Regionen zum Beispiel in Osteuropa kommen.” Allerdings müssten dafür noch die Gesetze geändert werden, sagte Glöckner. Bundesinnenminister Horst Seehofer habe ihr jedoch zugesagt, zu prüfen, wie dies rechtlich machbar wäre.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) plädiert angesichts der Corona-Krise dafür, die Entscheidung über den Parteivorsitz der Christdemokraten auf Dezember zu vertagen. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer solle bis dahin im Amt bleiben, sagte Hans in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des Magazins “Spiegel”. Es gebe derzeit “drängendere Fragen als die, wer in Zukunft die CDU führt”.

Während noch an einem landesweiten Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen gearbeitet wird, hat die Stadt Augsburg bereits ein einheitliches Bußgeld festgelegt. Wer nach einer ersten Belehrung durch den Ordnungsdienst nicht Folge leiste, bekomme eine Anzeige, erklärte ein Sprecherin der Stadt. Im Sofortvollzug würden dann pro Person 55 Euro kassiert.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Dienstag angekündigt, dass ein Katalog mit Bußgeldhöhen erstellt werden soll, an denen sich die Kommunen orientieren können, wenn sie Verstöße gegen die Coronavirus-Vorschriften ahnden. Grundsätzlich können nach Angaben des Ministeriums Bußgelder bis zu 25 000 Euro verhängt werden.

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 4.191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen, teilt das Institut unter Verweis auf Daten von Mittwoch, 0.00 Uhr, mit.

Die Parteien im US-Kongress und das Weiße Haus haben sich auf ein zwei Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket gegen die Folgen der Corona-Krise geeinigt. Das gab Eric Ueland, ein Spitzenberater aus dem Weißen Haus, in der Nacht zum Mittwoch bekannt.

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmaßnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen. Ausnahmen sind unter anderem essentiell wichtige Arbeitsplätze, Lebensmitteleinkäufe und ärztliche Behandlungen.

Die Textil- und Modeindustrie vernetzt sich nach Angaben ihres Verbandes, um angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Produktion auf Schutzausrüstung umzustellen. “Es wurden inzwischen verschiedene Netzwerke gegründet, um Hersteller zentraler Zulieferprodukte mit Fertigungsfirmen zusammenzubringen”, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie der Deutschen Presse-Agentur.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege angesichts der Corona-Krise. “Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen”, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch den Zeitungen des “Redaktionsnetzwerks Deutschland”. “Sie sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht”, beklagte Brysch.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat zu mehr internationaler Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. “Das Resultat der nationalen Kraftanstrengungen, die jetzt bei uns allen gefordert sind, darf nicht eine Spirale nationaler Egoismen sein”, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor den für Mittwoch geplanten Beratungen der G7-Außenminister.”Im Vordergrund steht für die Bundesregierung, unser Handeln weltweit mit Partnern zu koordinieren und dort solidarisch zu sein, wo auch immer wir Spielräume dafür haben.”

Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

US-Präsident Trump ist mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in Gesprächen über die dringende Lieferung medizinischer Ausrüstung, in erster Linie Testkits zur Feststellung der Infektion. Trump habe versprochen, er werde koreanischen Produzenten helfen, die Genehmigung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Produkte zu erhalten, teilt das südkoreanische Büro im Blauen Haus mit. Moon sagt Trump seine Hilfe zu und dass Südkorea die Ausrüstung in die USA schicken würde “wenn es in Korea Reserven gibt”. Die Aktien des Testkit-Herstellers Seegene steigt sprunghaft um 27 Prozent und SugenTech klettert um 23 Prozent.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen kommt der Bundestag heute um 9 Uhr zu einer stark verkürzten Sitzungswoche zusammen. Die Abgeordneten wollen das historisch einmalige Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise beschließen. Für das von der schwarz-roten Koalition geplante Aussetzen der im Grundgesetz vorgeschriebenen Schuldenbremse zeichnet sich vor der Plenarsitzung eine Mehrheit ab. Damit wäre auch der Weg für einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro frei.

Südkorea kündigt an, die Grenzkontrollen für Reisende aus den Vereinigten Staaten bis Freitag zu verschärfen. Die Regierung in Seoul hatte bereits strenge Grenzkontrollen für Besucher aus Europa, China, Italien und dem Iran eingeführt. Einreisende aus den betroffenen Ländern wurden zur Installation einer App verpflichtet, mit der verfolgt wird, ob sie Symptome wie Fieber entwickeln. Zusätzlich trat am vergangenen Donnerstag eine zweiwöchige obligatorische Quarantäne für alle Langzeitankömmlinge aus Europa in Kraft. Premierminister Chung Sye-kyun sagt, dass ähnliche Maßnahmen für Einreisende aus den Vereinigten Staaten spätestens am Freitag umgesetzt werden sollten. Die Korea Centers for Disease Control and Prevention (KCDC) melden 100 neue Coronavirus-Fälle, womit sich die Gesamtzahl der Infektionen im Land auf 9.137 erhöht. Die Zahl der Todesopfer steigt um eins auf 126. Von den neuen Fällen stammen 34 von Reisenden, wie KCDC-Daten zeigen.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonari hält die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für “Hysterie”. In einer Ansprache an die Nation fordert er die Bürgermeister der abgeriegelten Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo auf, “zur Normalität zurückzukehren”. Bolsonaro wird zunehmend wegen seines Umgang mit dem Virus, den er als “Fantasie” und “kleine Grippe” bezeichnet, kritisiert. Er sagt, die schreckliche Situation in Italien werde sich in Brasilien wegen der jüngeren Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes und des wärmeren Klimas nicht wiederholen, ihm selbst als ehemaligem Sportler würde Corona nichts ausmachen. Die Zahl der Todesfälle im Land ist am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46 gestiegen, die Zahl der bestätigten Fälle auf 2.201 von 1.891.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für “Hysterie”. In einer Ansprache an die Nation fordert er die Bürgermeister der abgeriegelten Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo auf, “zur Normalität zurückzukehren”. Bolsonaro wird zunehmend wegen seines Umgang mit dem Virus, den er als “Fantasie” und “kleine Grippe” bezeichnet, kritisiert.

US-Außenminister Mike Pompeo verschärft seine Kritik am Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus. Er behauptet, dass die Kommunistische Partei weiterhin der Welt Informationen vorenthalte, die benötigt würden, um den Virus aufzuhalten. In einem Interview mit der Radiosendung “Washington Watch” wiederholt Pompeo frühere Vorwürfe, dass Pekings Verzögerung beim Offenlegen von Informationen beim ersten Auftreten des Virus Risiken für die Menschen weltweit geschaffen habe. Dieses Verhalten habe “wirklich Tausende von Leben aufs Spiel gesetzt”. “Meine Sorge ist, dass durch diese Vertuschung, diese Desinformation, der Welt immer noch die Informationen fehlen, die sie braucht, um weitere Fälle oder eine Wiederholung einer solchen Epidemie zu verhindern”, fügt Pompeo hinzu.

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) hat in der Coronavirus-Krise ein Ende der wirtschaftlichen Auszeit nach Ostern gefordert. Der Bild-Zeitung sagte der Politiker: “Für die gesamte Volkswirtschaft und unseren Staat wird der Schaden nachhaltig und über Jahrzehnte nicht kompensierbar sein, wenn wir nicht spätestens nach Ostern die Wirtschaft wieder schrittweise hochfahren”. Für manche Unternehmen sei jetzt schon die Grenze erreicht. Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um das Virus einzudämmen und das Gesundheitssystem für die Epidemie zu präparieren, sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner forderte in der Corona-Krise eine “Exit-Strategie”. Die FDP trage momentan viele Maßnahmen mit, “aber zugleich fragen wir jeden Tag, wie lang diese noch nötig sind und was getan wird, um sie entbehrlich zu machen”, sagte Lindner dem “Kölner Stadt-Anzeiger”. “Wir wollen keinen autoritären Staat, in dem eine Regierung ohne parlamentarische Kontrolle Freiheitseinschränkungen befehlen kann.”

In China gehen den Behörden zufolge die Zahl der neuen bestätigten Coronavirus-Fälle zurück. Die Neuerkrankungen fallen von 78 am Vortag auf 48, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Alle seien Reisende aus dem Ausland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf den chinesischen Festland auf 81.218, die Todesfälle summieren sich zum Ende des Dienstags plus vier auf 3163.

Mittwoch, 25. März 2020

Der US-Börsenindex Dow Jones hat inmitten der Coronavirus-Pandemie den stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren hingelegt. An der New Yorker Wall Street gewann der Dow Jones am Dienstag rund 11,4 Prozent und stieg auf etwa 20.705 Punkte an. Es war der stärkste prozentuale Tagesgewinn seit Anfang der 1930er Jahre. Auftrieb gaben zuversichtliche Aussagen von US-Senatoren, dass ein gewaltiges Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise kurz vor der Verabschiedung stehe.

Angesichts der geplanten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie will Hamburg seine Haltung in dieser Frage neu überdenken. Durch die überraschende Ankündigung sei eine neue Lage entstanden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). “Alleingänge sind in dieser wichtigen Frage nicht vernünftig. Deshalb werden wir jetzt zusammen mit den anderen Ländern prüfen, welche Auswirkungen die Entscheidung in Schleswig-Holstein auf das Abitur in allen anderen Ländern und in Hamburg haben wird.” Dabei solle zügig für Klarheit gesorgt werden. Hamburg wollte bislang an den Abiturprüfungen festhalten.

Die Pandemie hat in Frankreich bereits über 1.000 Opfer gefordert. Es starben 1.100 Menschen in Krankenhäusern, das waren 240 mehr als noch am Vortag, wie die Behörden mitteilten. In Frankreich steckten sich bisher rund 22.300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 an, das waren über 2.400 mehr als noch am Vortag.

Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die Nato um Hilfe gebeten. Die spanischen Streitkräfte hätten “internationale Hilfe” angefordert, um Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu erhalten, erklärte das Militärbündnis. Demnach bat Madrid um 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450.000 Atemschutzmasken.

Trotz einer vor zehn Tagen verhängten strikten Ausgangssperre steigen in Spanien sowohl die Zahl der Neuansteckungen als Todesopfer weiter an. Am Dienstag meldete das Land insgesamt fast 2.700 Todesfälle.

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300.000 durchbrochen. Mehr als 18.000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins. Zwei Drittel der bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) gemeldeten 409.000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran.

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hofft auf eine Freilassung unter Kautionsauflagen wegen der Coronavirus-Pandemie. Ein entsprechender Antrag solle noch in dieser Woche von seinen Anwälten bei einem Gericht in London gestellt werden, teilte Wikileaks mit. Assange sei wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders anfällig für die Lungenkrankheit Covid-19, die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufen wird, so die Begründung.

US-Präsident Donald Trump hat vor einer Zerstörung der US-Wirtschaft durch die strikten Coronavirus-Maßnahmen gewarnt und will die Einschränkungen möglichst noch vor Ostern lockern. “Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht”, sagte er dem konservativen Nachrichtensender Fox News. Durch eine “massive Rezession oder Depression” drohten “mehr” Menschen zu sterben als durch die “Grippe”. Er würde eine Lockerung vor Ostern “lieben”, sagte der US-Präsident.

Der Coronavirus hat in Italien weiterhin tragische Ausmaße. 6.820 Corona-Infizierte sind dort mittlerweile ums Leben gekommen, alleine 743 Opfer kamen seit gestern hinzu. Die Todeszahlen sind damit nach Sonntag mit 650 und Montag mit 602 Todesfällen wieder deutlich gestiegen. Insgesamt sind 69.176 Menschen in Italien infiziert.

Der Coronavirus hat auch in den Vereinigten Staaten immer stärkere Folgen. Insgesamt sind in den USA nun 544 Menschen in Folge einer Coronavirus-Erkrankung gestorben, 144 Opfer kamen allein in den vergangenen 24 Stundend dazu. Zugleich steigt auch die Zahl der Infizierten weiter. Insgesamt sind 44.183 Personen infiziert, 10.799 davon sind seit gestern hinzugekommen. Alle Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington D.C. sind betroffen.

Die Arbeit von Polizisten hat es oft an sich, dass man sie nicht aus dem Homeoffice erledigen kann, auch die 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen dürften nicht immer einhaltbar sein. Und so gibt es auch bei der bayerischen Polizei mittlerweile einige Corona-Fälle. 74 Beschäftigte sind bislang mit dem Coronavirus infiziert, unter Quarantäne stehen 180. Diese Zahlen nannte das Bayerische Innenministerium auf BR-Anfrage. Mehr dazu hier.

Auch wenn in vielen Mietshäusern und Straßenzügen sich von selbst eine kleine Nachbarschaftshilfe entwickelt hat: Nicht überall finden ältere Menschen, die in Zeiten des Coronavirus möglichst keine sozialen Kontakte aufnehmen sollten, einfach und schnell Hilfe für den Alltag oder das Einkaufen. Damit auch sie die nächsten Wochen möglichst gefahrenfrei überstehen, soll die ehrenamtliche Hilfe für Senioren in Bayern jetzt staatlich unterstützt werden.

Der Freistaat stellt allen Landkreisen und kreisfreien Städten pauschal 60.000 Euro zur Verfügung, sodass diese beispielsweise telefonische Anlaufstellen für alte Menschen schaffen oder Koordinierungsstellen für ehrenamtliche Hilfe betreiben können. Das soll zum einen gefährdeten alten Menschen das Leben erleichtern und zum anderen auch den Helfern helfen.

Nach einer Reise durch Mitteleuropa isolierte Klimaaktivistin Greta Thunberg sich für zwei Wochen selbst von ihrer Mutter und Schwester. In der Zeit seither erlitten sie und ihr Vater, wie die Aktivistin bei Instagram berichtet, tatsächlich Coronavirus-Symptome wie Husten, Schüttelfrost, Halsschmerzen und im Fall ihres Vaters auch Fieber. Da in Schweden nur in Notfallsituationen ein Coronavirus-Test durchgeführt wird, weiß Thunberg jedoch nicht, ob sie wirklich infiziert war. Mittlerweile gehe es ihr jedoch wieder gut.

In Deutschland sind bislang mehr als 32.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 9.000 sowie Bayern mit mehr als 6.000 und Baden-Württemberg mit über 5.800 Fällen. Mehr als 150 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben.

In der Corona-Krise mobilisieren einzelne Städte und Initiativen Freiwilliger neue Unterstützungsangebote für Obdachlose. Berlin will vorerst 350 neue Übernachtungsplätze zur Verfügung stellen. In Nürnberg sollen zwei ehemalige Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber zur Anlaufstelle umgewidmet werden. In ganz Deutschland entstehen derzeit parallel sogenannte Spenden- oder Gabenzäune, an denen etwa Lebensmittel für Obdachlose angehängt werden. Viele Einrichtungen der Obdachlosenhilfe mussten wegen der Corona-Pandemie ihr Angebot einstellen, weil sie die Abstandsregeln zur Vermeidung von Ansteckungen nicht gewährleisten können.

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

Im Kampf gegen das Coronavirus stellt Indien seine ganze Bevölkerung mit 1,3 Milliarden Menschen unter eine Ausgangssperre. Die Anordnung soll drei Wochen lang gelten, wie der indische Premierminister Narendra Modi am Dienstag per Dekret verfügte. Seine Regierung hatte zuletzt bereits den Zugverkehr gestoppt und Bürgerinnen und Bürgern außerdem mit Konsequenzen gedroht, sollten sie die Vorschriften nicht einhalten.

Nordrhein-Westfalen hat Sanktionen für Verstöße gegen Regeln in der Corona-Krise erlassen. Bei unerlaubten Zusammenkünften von mehr als zwei Leuten in der Öffentlichkeit werden pro Kopf 200 Euro fällig. Verbotenes Picknicken kostet jeweils 250 Euro. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1.000 Euro. Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro. Insgesamt sieht der Bußgeldkatalog Strafen bis zu 5.000 Euro vor. Bei Wiederholung werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Auch Bayern erstellt nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann einen eigenen Bußgeldkatalog. Der CSU-Politiker nannte allerdings noch keine konkreten Summen.

Ein Expertengremium des Europarats hat auf die Folgen von Ausgangssperren während der Coronavirus-Krise für Kinder und Frauen hingewiesen. Bewegungseinschränkungen begünstigten Missbrauch und Gewalt in den eigenen vier Wänden, warnte das Gremium zu Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Grevio). “Wir hören, dass sich einige Opfer von Gewalt aus Angst vor einer Ansteckung dagegen entscheiden, medizinische Hilfe aufzusuchen”, erklärte Grevio-Vorsitzende Marceline Naudi. Zudem gebe es Unterkünfte für Opfer häuslicher Gewalt in Europa, die die Aufnahme gestoppt hätten, weil sie nicht wüssten, wie sie mit dem Infektionsrisiko umgehen sollten, sagte Naudi. Anrufe bei Beratungs- oder Nothilfe-Hotlines würden auch riskanter, wenn die Frauen ständig mit ihren Angreifern auf engstem Raum untergebracht seien.

Die EU-Kommission hält es aus datenschutzrechtlicher Sicht für möglich, sensible persönliche Daten im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verwenden. Prinzipiell sei die Verarbeitung persönlicher Daten mit Bezug zur Gesundheit laut EU-Datenschutzvorgaben zwar verboten, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Dienstag. Der Schutz der öffentlichen Gesundheit könne aber ein rechtliches Motiv für eine Ausnahme von dieser Regel sein. Die statistische Auswertung anonymisierter Massendaten ist demnach ohne Weiteres mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vereinbar.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage der Abiturprüfungen im Land. Sie werde dem Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen, sagte Prien am Dienstag. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr nicht abgenommen werden.

Der Freistaat Bayern will ab dem 1. April die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. “Wir wollen einfach ein Signal setzen, des Dankeschöns, schon jetzt für die Arbeit, die dort geleistet wird”, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Nach Angaben ihres Dachverbands IATA befinden sich die Fluggesellschaften wegen der Coronavirus-Pandemie in der schlimmsten Krise ihrer Geschichte. Sie geht inzwischen für dieses Jahr von Umsatzeinbußen im Passagiergeschäft von 252 Milliarden Dollar (233 Mrd Euro) aus. Im Vergleich zu 2019 wären das 44 Prozent. Die schlimmsten Umsatzeinbußen seien in der Region Asien-Pazifik mit minus 88 Milliarden Dollar und Europa mit minus 76 Milliarden Dollar zu erwarten.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet. “Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden”, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt. Mehr dazu hier.

In Bayern sind inzwischen 6362 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Mittlerweile gebe es zudem 31 Tote im Freistaat, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf Grundlage von Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand Dienstag, 10.00 Uhr). Angesichts der weiter steigenden Zahlen sagte der Regierungschef: “Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung.” Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte, 700 Patienten müssten derzeit stationär behandelt werden. Davon würden 120 in sogenannten Intensivbetten versorgt. Sie machte deutlich, auch 35-Jährige müssten beatmet werden. Das sei keine Krankheit, die nur Alte betreffe. Söder sagte, vor allem Raucher seien gefährdet. Unklar ist bislang, wie viele Menschen in Bayern genesen sind.

Darauf einigten sich das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber am Dienstag, wie das IOC mitteilte. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte am Montag betont, dass eine Absage der Spiele nicht zur Debatte stehe. Nun sei er aber mit dem Vorschlag des IOC “hundertprozentig einverstanden gewesen», sagte IOC-Präsident Thomas Bach nach einer Telefonkonferenz mit Abe und anderen Verantwortlichen der Tokio-Spiele. Die Sommerspiele sollen nun auf “ein Datum nach 2020 verlegt werden”, aber nicht später als im Sommer 2021 stattfinden, hieß es. Mehr dazu hier.

Per Twitter hat das Verteidigungsministerium darüber informiert, dass die in Kenia verschwundenen sechs Millionen Masken nicht von der Bundeswehr bestellt wurden, sondern von einer Stelle, die nicht dem Verteidigungsministerium untersteht.

An einem Flughafen in Kenia waren Ende vergangener Woche sechs Millionen Schutzmasken spurlos verschwunden, die für Deutschland bestimmt waren.

Der Regensburg-Marathon findet in diesem Jahr nicht statt. Die Organisatoren sagten die für den 23./24. Mai geplante Veranstaltung wegen der Coronavirus-Krise ab. Einen Ersatztermin für den 29. Regensburg-Marathon in diesem Jahr wird es aus organisatorischen Gründen nicht geben. “Die Absage ist für uns kein leichter Schritt, aber die derzeitige Situation macht eine Planung sehr schwierig, fast unmöglich und wir müssen den finanziellen Schaden klein halten”, schrieb am Dienstag der LLC Marathon Regensburg e.V. Der Verein ist der Veranstalter der nach eigenen Angaben größten Laufveranstaltung in Ostbayern. 2019 waren mehr als 3000 Menschen an den Start gegangen. Alle bereits eingegangenen Startgelder sollen zurückgezahlt werden. 2021 soll der Marathon am 15./16. Mai stattfinden.

Die italienischen Behörden haben fast 2.000 Beatmungsgeräte beschlagnahmt, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten nach Griechenland geliefert werden sollten. Die Geräte und die dazugehörenden Masken und Schläuche seien auf einem Lastwagen entdeckt worden, der gerade auf eine Fähre nach Griechenland fahren wollte, teilten Polizei und Zoll am Dienstag mit. Sie verwiesen darauf, dass der Export von Beatmungsgeräten aus Italien seit dem 25. Februar verboten ist. Italien ist das europaweit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land, mehr als 6.000 Menschen starben bisher. Aus Griechenland wurden bisher 15 Todesfälle vermeldet.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe wird dem Internationalen Olympischen Komitee eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio um ein Jahr vorschlagen. Der Schritt sei angesichts der Coronavirus-Pandemie unvermeidlich, weil die ursprünglich für Juli und August angesetzten Wettkämpfe unter den gegebenen Umständen nicht vollständig ausgetragen werden könnten, sagte Abe dem Fernsehsender NHK zufolge. Er hatte mit IOC-Präsident Thomas Bach telefoniert, nachdem das IOC erklärt hatte, es werde binnen vier Wochen über eine Verschiebung der Olympischen Spiele beraten.

Die bayerischen Hilfsorganisationen appellieren an die Bürger, die 112 nur bei Notfällen zu wählen. Die Notfallnummer werde derzeit vermehrt für Beratungs- und Hilfsfragen in Bezug auf das Coronavirus gewählt, teilten die Organisationen mit. Die Leitungen müssten jedoch für Notfallsituationen wie beispielsweise Herzinfarkt, Feuer oder Autounfälle freigehalten werden. Bei Verdacht auf eine Corona-Infizierung sollte stattdessen die 116117 gewählt werden. Für konkrete Fragen zum Virus seien die Hotline des Landesgesundheitsamts mit der 09131 6808 5101 die richtige Nummer, betonten die Organisationen, zu denen unter anderem das Bayerische Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk gehört.

Der Bundestag wird am Mittwoch nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Epidemiefall ausrufen. “Das wird er morgen sicher auch mit großer Mehrheit tun”, sagt sie mit Hinweis auf eine fraktionsübergreifende Einigung auf eine Reform des Infektionsschutzgesetz. Am Freitag muss der Bundesrat zustimmen. “Diese Regelung ist begrenzt auf ein Jahr”, sagt die Grünen-Politikerin, die eine Zustimmung der Länder andeutet, in denen die Grünen an der Regierung beteiligt sind. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass der Bund vorübergehend mehr Rechte bei der Bekämpfung des Coronavirus erhält.

Im Kampf gegen das Coronavirus ist am Dienstag die bundesweit erste Studie mit einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 angelaufen. Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte US-Präparat namens “Remdesivir” werde in einer international angelegten Studie an rund 1000 Patienten in rund 50 Kliniken rund um die Welt erprobt, teilte Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing mit. Das Medikament solle dabei an 600 Patienten mit moderaten Symptomen und an 400 mit schwerer Symptomatik erprobt werden. Sollte die Studie Erfolge bringen, könnte das Mittel bis frühestens Ende 2020 auf den Markt kommen können, hofft Wendtner.

Österreich will die weitreichenden Maßnahmen zur zur Beschränkung des öffentlichen Lebens ab dem 14. April nur schrittweise zurücknehmen. “Es wird nicht das Leben von heute auf morgen wieder so sein wie es war. Wahrscheinlich werden wir nach Ostern in einer Phase sein, die dem heutigen Zustand mehr ähnelt als dem Normalzustand”, sagt Kanzler Sebastian Kurz. Um auf valides Zahlenmaterial zugreifen zu können, sollen die Testungen auf 15.000 pro Tag erhöht werden. Insgesamt wurden in Österreich laut Gesundheitsministerium bislang 4486 Menschen positiv getestet. Todesfälle gab es bisher 25.

Die Zahl der Fälle von Coronavirus-Infektionen in Italien ist nach Ansicht eines Experten wahrscheinlich zehnmal höher als die offizielle Zahl von fast 64.000. Grund für die Diskrepanz sei, dass allein die Personen getestet wurden, die im Krankenhaus vorstellig wurden. Ein Verhältnis von eins zu zehn sei glaubwürdig, zitiert die Zeitung “La Repubblica” den Leiter der Katastrophenschutzbehörde Angelo Borrelli. Damit könnten 640.000 Menschen in dem Land infiziert sein. Jüngsten Zahlen zufolge sind in knapp einem Monat 6.077 Menschen in Italien an der Infektion gestorben. Damit ist das Land das am schlimmsten betroffene der Welt.

Die USA könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO das neue Epizentrum der Coronavirus-Pandemie werden. Die Vereinigten Staaten hätten das Potenzial dazu, da die Fallzahlen dort sehr rasch anstiegen, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris. 85 Prozent der Neuinfektionen, die in den vergangenen 24 Stunden gemeldet worden seien, entfielen auf die USA und Europa.

Island hat seinen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Eine etwa 70 Jahre alte Frau sei am Montag im Universitätskrankenhaus in Reykjavik gestorben, teilte die Klinik am Dienstag mit. Sie war demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden, litt aber auch an einer chronischen Krankheit. In Island, das rund 360.000 Einwohner hat, wurden bisher 588 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Der Inselstaat im Nordatlantik hatte Mitte März Oberschulen und Universitäten geschlossen, Grundschulen und Kindergärten sind aber noch geöffnet. Am Sonntag ordnete die Regierung die Schließung von Schwimmbädern, Museen, Kneipen und Friseursalons an und untersagte Versammlungen von mehr als 20 Menschen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien Wirkung zeigen. “Die Fallzahlen und Zahlen der Verstorbenen sind in den vergangenen zwei Tagen leicht gefallen”, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen. Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte sie. Die WHO wollte konkrete Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen. Sie hatte Stand Montagabend rund 335 000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15.000 Tote erfasst. Die renommierte Johns Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385.000 Fälle und 16.600 Tote verzeichnet.

In Spanien wächst die Zahl der Virustoten innerhalb von Tagesfrist um über 500. Es seien 2696 Tote gezählt worden, teilen die Behörden mit. Am Montag wurden 2182 Todesfälle angegeben. Die Zahl der Infizierten stieg demnach von 33.089 auf 39.673. Nach Behördenangaben sind inzwischen 5400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das seien fast 14 Prozent aller Fälle in dem Land.

Trotz schärferer Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind viele Londoner U-Bahnen überfüllt. In vielen Abteilen standen am Dienstagmorgen Fahrgäste gedrängt nebeneinander. Londons Bürgermeister Sadiq Khan reagierte entsetzt: “Wir müssen mit allen nicht notwendigen Fahrten aufhören. Diese Regeln zu ignorieren, bedeutet mehr Menschenleben zu verlieren.”

Viele Einzelhändler wollen die große Belastung ihrer Mitarbeiter in der Coronavirus-Krise nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) mit Sonderzahlungen honorieren. Der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser pochte in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf, dass diese Prämien nicht versteuert werden müssen.

Der Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, hat sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. In seinem direkten beruflichen Umfeld sei “eine Person positiv auf Covid-19 getestet” worden, teilte die Bahn mit. Die für Donnerstag geplante Bilanz-Pressekonferenz wurde daher abgesagt.

Die Öffentlichkeit wird laut Bahn am Donnerstagvormittag schriftlich über die wesentlichen Eckdaten der Bilanz für das Jahr 2019 informiert.

Nach Sachsen nimmt nun auch Nordrhein-Westfalen Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung auf. Die italienische Luftwaffe werde zehn Patienten nach NRW verlegen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet: “Das ist ein kleiner Tropfen. Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein.” In Sachsen waren zuvor die ersten Patienten aus Italien zur weiteren Behandlung eingetroffen.

Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert. Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen.

Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte per Telefon eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kinds für bis zu sieben Tage ausstellen.

Beim Einkauf dringend benötigter Schutzmasken durch die Bundeswehr hat es eine schwere Panne gegeben. In Kenia seien sechs Millionen bestellte Atemschutzmasken “verloren gegangen”, sagte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Sie bestätigte damit einen Bericht des “Spiegel”. Das Ministerium bemühe sich um Aufklärung, “was da passiert ist”, sagte die Sprecherin weiter.

Dem Bund sei durch den Verlust “kein Schaden entstanden, weil die Masken noch nicht geliefert wurden und noch nicht bezahlt wurden”, betonte sie. “Der Vertrag ist hiermit nichtig.” Welche Rolle Kenia bei der Beschaffung der Masken spielte, konnte sie zunächst nicht sagen. Welche Auswirkungen der Verlust der Masken für die Versorgung in Deutschland hat, war zunächst schwer abzumessen. Ärzte und Kliniken benötigen dringend Nachschub an Atemschutzmasken.

Die Corona-Krise hat die Geschäfte der deutschen Dienstleister so stark einbrechen lassen wie noch nie. Der Einkaufsmanagerindex für den dominierenden Sektor fiel im März auf 34,5 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Juni 1997. Das teilte das Institut IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) setzt darauf, möglichst alle Kunst- und Kulturschaffenden trotz finanzieller Einbußen durch die Corona-Krise zu bringen. “Die Szene ist maximal betroffen, flächendeckend”, sagte sie dem “RedaktionsNetzwerk Deutschland”. Allein der Schaden durch mehr als 80.000 ausgefallene Veranstaltungen werde auf 1,25 Milliarden Euro geschätzt. Sie hoffe, dass mit dem am Montag vom Bundeskabinett verabschiedeten Hilfspaket “doch alle überleben”, sagte Grütters.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht Verstaatlichungen von Unternehmen wegen der Corona-Pandemie nur als “allerletzten Ausweg”. Solche Übernahmen seien etwa denkbar, wenn deutsche Interessen “vital gefährdet” seien, sagte der Minister im “Morgenmagazin” des ZDF. Manch internationaler Spekulant habe es vielleicht darauf abgesehen, ein “billiges Schnäppchen” in Deutschland zu machen; in solchen Fällen wird die Regierung nach Angaben Altmaiers tätig werden.

Kommt es zu Verstaatlichungen pocht die SPD auf strenge Regeln. Die Gehälter der Vorstände in verstaatlichten Firmen sollen nach einem Bericht des “Spiegel” auf maximal 500.000 Euro im Jahr gedeckelt werden.

Angesichts der Corona-Pandemie hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mehr europäische Zusammenarbeit beim grenzüberschreitenden Verkehr gefordert. Ziel sei ein reibungsloser Warenverkehr und die Sicherung der Grundversorgung, sagte der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Seit den neuen Grenzkontrollen und -schließungen sei das mitunter ein Problem, wie die Staus an der polnischen Grenze vergangene Woche gezeigt hätten.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Stefanie Hubig, schließt eine Wiederholung des laufenden Schuljahres aus. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte sie, das Jahr werde trotz des Unterrichtsausfalls gewertet. Auch für das Abitur werde es auf jeden Fall eine Regelung geben. Ein Not-Abitur ohne Abschlussprüfungen hält Hubig für vorstellbar.

Der Deutsche Philologenverband sieht das Abitur ebenfalls nicht gefährdet. Die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing sagte, man könne die Prüfungen später durchführen oder die Note aus den bisher erbrachten Leistungen in den Prüfungsfächern errechnen. Wegen der Pandemie waren vor einer Woche bundesweit alle Schulen geschlossen worden.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat in der Corona-Krise schnelle Hilfen bis zum Monatsende gefordert – sonst gingen viele Betriebe pleite. “Wenn es nicht gelingt, dass die Gelder und Zuschüsse noch vor Ablauf des März bei den Betrieben ankommen, droht das Hilfsunterfangen der Bundesregierung zu scheitern”, sagte Wollseifer. “Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um nicht weniger geht als die weitere Existenz und den Fortbestand von Tausenden Betrieben und Arbeitsplätzen.” Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht davon aus, dass die Hilfsgelder der Regierung bereits in der kommenden Woche zur Verfügung stehen.

Der wegen der Corona-Krise weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr hinterlässt beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport weiterhin tiefe Spuren. Die Passagierzahl brach in der zwölften Kalenderwoche des Jahres (16. bis 22. März) um 73,5 Prozent auf 331 353 ein, und das Frachtvolumen fiel um rund ein Fünftel auf 36 591 Tonnen, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Anzahl der Flugbewegungen sank um rund 58 Prozent auf 3960. Das Unternehmen hatte erst jüngst wegen der Folgen der Coronavirus-Pandemie für einen Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

Bayerns Gesundheitsministerin Huml will im Kampf gegen das Corona-Virus ehemalige Pflegekräfte zurück in den Beruf holen. Sie teilte mit, es sei nicht abzusehen, wie sich die Pandemie weiter entwickle, deshalb bittet Huml alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiteten und keiner Risikogruppe angehörten, um Unterstützung. Freiwillige könnten sich auf der extra eingerichteten Online-Plattform “Pflegepool für Bayern” melden.

Am Montag hat die syrische Regierung die erste Infektion gemeldet. “Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen, bisher wurden kaum Tests durchgeführt”, sagt Louay Yassin, Pressesprecher der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit. “Das syrische Gesundheitssystem ist kaputt, es wird einer Pandemie niemals standhalten können.” Vor allem der Norden sei bedroht, dort wo sich die letzten Aufständischen halten. “Millionen Flüchtlinge leben dort auf engstem Raum und unter extrem unhygienischen Bedingungen. Schon heute sterben täglich Kinder an den Folgen. Breitet sich das Virus dort aus, kommt zu einer humanitären Katastrophe eine medizinische hinzu”, so Yassin weiter. “Auch, wenn die westliche Welt es heute ebenfalls mit einer gewaltigen Krise zu tun hat, darf das nicht heißen, dass wir andere Krisen vergessen.”

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts innerhalb eines Tages um 4764 auf 27.436 gestiegen. Gestorben sind mittlerweile 114 Menschen. Am Montag hatte das Institut 86 Todesfälle gemeldet.

In China wird die nach Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Gesunden Bürgern ist es ab Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) erlaubt, die Provinz zu verlassen, wie die örtlichen Behörden ankündigten. Hubei gilt als Ausgangspunkt der Pandemie, die Provinz war zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

Voraussetzung für die Reisefreiheit ist, dass die Menschen über einen “grünen Code” verfügen, demnach werden sie als gesund eingestuft. In der Provinz Hubei hatten rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden. Besonders streng waren die Regeln in Wuhan, wo Millionen Menschen über Wochen überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen durften.

Der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn könnte ein frühes Anzeichen einer Coronavirus-Erkrankung sein. Es gebe “gute Beweise” aus Südkorea, China und Italien über einen Verlust oder eine Einschränkung des Geruchssinns bei infizierten Personen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der britischen Gelehrtengesellschaft British Rhinological Society und der Vereinigung von Hals-, Nasen- und Ohrenärzten ENT UK. Demzufolge hatten in Südkorea 30 Prozent der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen den Verlust des Geruchssinns als eine der schwersten Beschwerden bei ansonsten mild verlaufenden Fällen gemeldet.

Der Fachverband der US-amerikanischen Hals-, Nasen- und Ohrenärzte und -chirurgen (American Academy of Otolaryngology-Head and Neck Surgery) hatte am Sonntag ähnliches bekannt gegeben. Es gebe Berichte aus der ganzen Welt, dass durch das Virus nicht nur der Geruchs-, sondern auch der Geschmackssinn verloren gehen könnte. Diese Erkenntnisse könnten genutzt werden, um zu helfen, Infektionen bei Menschen festzustellen, die weder an Fieber, Husten noch Kurzatmigkeit leiden, also typischen anderen Symptomen einer Covid-19-Erkrankung.

In der Fußball-Bundesliga deutet sich bei Spielern und Funktionären große Bereitschaft zu einem partiellen Gehaltsverzicht an. Medienberichten zufolge haben sich alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat von Rekordmeister Bayern München bereit erklärt, wegen der Einschnitte aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Dies berichtet die Bild-Zeitung. Die Personalkosten beim FC Bayern in der Saison 2018/19 beliefen sich bei allen Beschäftigten auf 336,2 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 750,2 Millionen Euro.

Die Spieler von Schalke 04 und Werder Bremen haben einen Gehaltsverzicht bereits selbst angeboten, auch bei Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund laufen demnach Gespräche. Sport1 berichtet, der Schalker Mannschaftsrat habe Kürzungen von bis zu 30 Prozent vorgeschlagen. Beim BVB wurde den Profis laut Bild ein Stufenmodell zur vorübergehenden Reduzierung der Zahlungen präsentiert, die Profis hätten sich solidarisch gezeigt. Finden keine Spiele statt, soll auf 20 Prozent verzichtet werden, im Falle von Geisterspielen auf 10 Prozent der Monatsgehälter. Zudem habe nach der Geschäftsführung auch Trainer Lucien Favre von sich aus einen Gehaltsverzicht angekündigt.

Am Flughafen Leipzig-Halle ist gegen 1 Uhr nachts eine Gruppe von Corona-Patienten aus Italien gelandet. Es handelt sich offenbar um acht Personen, die nun in Sachsen behandelt werden sollen. Ministerpräsident Michael Kretschmer erklärte, er komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Durch die Behandlung der italienischen Patienten könne man zudem lernen, mit dem Virus umzugehen. Die Krankenhäuser in Sachsen hatten zuvor erklärt, dass sie Kapazitäten frei hätten. In Sachsen sind derzeit fast 900 Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig.

Nach einem Anstieg von aus dem Ausland eingeschleppten Coronavirus-Infektionen sollen in der chinesischen Hauptstadt Peking künftig alle Ankommenden ausnahmslos auf das Virus getestet werden. Gelten soll die Regelung ab Mittwoch und zwar auch für alle, die von Peking aus weiterreisen, wie die Stadtbehörden mitteilten. Zuvor hatte die nationale Gesundheitskommission mitgeteilt, dass von Montag auf Dienstag 78 neue Coronavirus-Fälle registriert worden seien, 74 davon “importiert”. In den Tagen zuvor waren es noch weniger gewesen. China ist eine Diktatur, daher lassen sich die gemeldeten Zahlen nicht von unabhängiger Seite verifizieren.

In Kalifornien werden erstmals Strände geschlossen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Der Bürgermeister von San Diego ordnete die Schließung städtischer Strände, Parks und Wanderwege an. Zu viele Menschen hätten am Wochenende die zuvor verhängten Auflagen missachtet, voneinander Abstand zu halten, klagte Bürgermeister Kevin Faulconer auf Twitter. Der Bezirk Los Angeles reagierte mit der Sperrung von Parkplätzen an Stränden in Santa Monica, Venice Beach und Malibu.

Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht angestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilte, wurden am Montag 76 neue Fälle festgestellt – nach 64 am Sonntag. Die Gesamtzahl stieg damit auf nunmehr über 9000. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um neun auf 120. In Südkorea hatte sich im März nach dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden ein deutlicher Abwärtstrend eingestellt. Doch Sorgen bereiten den Behörden nach wie vor lokale Häufungen von Fällen sowie eine wachsende Zahl von Infizierten, die aus dem Ausland eintreffen.

An den Finanzmärkten in Tokio und Seoul haben die Aktienkurse im frühen Handel am Dienstag deutlich zugelegt. An der Leitbörse in Tokio stieg der Nikkei-Index für 225 führende Werte um 1138,95 Punkte oder 6,7 Prozent auf den Zwischenstand von 18 026,73. Schon am Vortag hatte das Börsenmeter deutlich im Plus gelegen.

In China ist die Zahl der so genannten importierten Erkrankungen mit dem Coronavirus deutlich gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurde das Virus bei 74 weiteren Menschen nachgewiesen, die kürzlich in die Volksrepublik eingereist sind. Erstmals seit Tagen wurden auch wieder einige lokale Fälle gemeldet. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es demnach vier Fälle, die nicht bei Eingereisten festgestellt wurden.

Das Olympische und Paralympische Komitee der USA (USOPC) hat seine Meinung geändert und nach einer Umfrage unter seinen Athletinnen und Athleten eine Verschiebung der Sommerspiele als “am vielversprechendsten” bezeichnet. Damit ist die Gruppe derjenigen, die sich wegen der Coronavirus-Pandemie gegen die Olympischen Spiele und Paralympischen Spiele zum geplanten Termin in diesem Sommer ausgesprochen haben, um ein schwergewichtiges Mitglied gewachsen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte sich nach langem Zögern erst am Sonntag eine Frist von vier Wochen gesetzt um über eine Verschiebung zu entscheiden.

In Hamburg meldet die Justizbehörde den ersten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Gefangenen. Der Inhaftierte ist nach einem Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe in der Haftanstalt isoliert worden; die Kontaktpersonen der vergangenen Tage sind demnach bereits ermittelt. Es ist laut Umfrage der Zeitungen in den Bundesländern der bisher erste Corona-Fall in einer deutschen Justizvollzugsanstalt. Einige Bundesländer geben jedoch keine Auskunft über mögliche Corona-Fälle in Gefängnissen.

US-Präsident Donald Trump hat der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt. “Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden”, sagte Trump im Weißen Haus in Washington. “Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte”, versicherte er. Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen.

Dienstag, 24. März

Die geplanten Hilfen für die Unternehmen sollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sehr schnell fließen. Er hoffe, dass die Gelder in der nächsten Woche zur Verfügung stehen, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in den ARD-“Tagesthemen”. Er verwies darauf, dass Anfang April für viele wieder Mietzahlungen fällig werden.

Nach dem Kabinettsbeschluss vom Montag soll der Bundestag schon am Mittwoch im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht. Mehr dazu hier.

Auch Großbritannien verschärft die Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Premierminister Boris Johnson sagte in einer Fernsehansprache, alle Geschäfte mit nicht absolut notwendigen Waren, Bibliotheken und Gebetshäuser würden geschlossen. Große Familienfeiern wie Hochzeiten würden untersagt. Treffen von mehr als zwei Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören, würden verboten. Den Briten sei der Ausgang nur noch erlaubt, um Lebensmittel einzukaufen, sich zur Arbeit zu begeben, zum Arzt zu gehen oder Sport zu treiben. Die Botschaft an die Bevölkerung laute: “Bleiben Sie zu Hause.” Die Polizei habe die Befugnis, die Regeln durchzusetzen. Die Maßnahmen gelten für mindestens drei Wochen.

Frankreich verschärft seine Beschränkungen zur Eindämmung der Virus-Krise. Ab Dienstag dürften die Bürger nur noch einmal am Tag allein oder in Begleitung ihrer Kinder für höchstens eine Stunde Sport treiben und das auch nur maximal einen Kilometer von ihrem Haus entfernt, so Ministerpräsident Edouard Philippe. Bei Beerdigungen, bei denen Virus-Tote beigesetzt werden, dürfe es maximal 20 Trauergäste geben. Die Regeln könnten für mehrere Wochen gelten, fügt er hinzu.

In Italien haben sich in der Corona-Krise die Zuwächse bei Infektionen und Todesfällen verlangsamt. Der Zivilschutz gab am Montag einen Anstieg der Todesfälle um 602 auf 6.077 bekannt. Das ist der niedrigste Anstieg seit vier Tagen. Die Zahl der bekannten Ansteckungen legte in den vergangenen 24 Stunden um 4.789 auf 63.927 zu. Das war der kleinste Zuwachs seit fünf Tagen.

“Es ist nicht die Zeit, einen Sieg zu feiern, aber wir sehen langsam Licht am Ende des Tunnels”, sagte Giulio Gallera, der führende Vertreter der Gesundheitsbehörden in der norditalienischen Region Lombardei, die von dem Virusausbruch am stärksten betroffen ist.

Die große Mehrheit der Deutschen ist einverstanden mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung. Das hat eine Blitzumfrage für den ARD-Deutschlandtrend ergeben. Demnach sagten drei von vier Befragten, sie seien zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Vorgehen der Regierung. Die beschlossenen Kontaktverbote begrüßten sogar 95 Prozent. Die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist insgesamt gestiegen. Mehr dazu hier.

Seit rund einer Woche ist die Grenze von Tschechien zu seinen Nachbarländern weitgehend dicht – jetzt wird die Regelung verschärft. Das Innenministerium hat angeordnet, dass auch Berufspendler nicht mehr hin und her dürfen. Sie sollen zuhause bleiben oder sich an ihrem Arbeitsort eine Unterkunft suchen. Wenn sie in Deutschland bleiben, müssen sie nach ihrer Rückkehr nach Tschechien für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Schätzungsweise mehr als 37.000 Tschechen arbeiten in Deutschland – vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie. Mehr dazu hier.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) rechnet angesichts der Ausgehbeschränkungen in Deutschland mit einer Zunahme häuslicher Gewalt. Dass momentan viele Menschen zu Hause seien und Familienmitglieder sehr viel Zeit auf engem Raum miteinander verbrächten, könne zu einer Verschärfung von häuslichen Konflikten führen. “Das führt dann eben auch zu einer erhöhten Fallzahl, davon gehen wir aus”, sagte Giffey in Berlin. Ähnliche Befürchtungen hatte auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) bereits geäußert.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Fußball-Union UEFA die Endspiele in der Champions League und Europa League auf unbestimmte Zeit verlegt. Das Champions-League-Finale sollte am 30. Mai in Istanbul stattfinden, das Endspiel der Europa League am 27. Mai in Danzig/Polen. Auch das Königsklassenfinale der Frauen am 24. Mai in Wien wurde bis auf Weiteres verschoben. Mehr dazu hier.

Das Coronavirus breitet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer schneller aus. “Die Pandemie beschleunigt sich”, warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als 300.000 registrierte Fälle weltweit. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte die Entwicklung am Montag “herzzerreißend”. Es sei jedoch immer noch möglich, den Verlauf der Pandemie zu beeinflussen.

Die Zahl der Infektionen unter Ärztinnen und Ärzten und Pflegepersonal sei alarmierend, sagte Tedros. Wenn diejenigen, die Kranke pflegen können, krank werden, würden viel mehr Menschen sterben, sagte Tedros.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Kampagne “Kick out Coronavirus” gestartet. Mit einem Video in mehreren Sprachen wollen Fußball-Stars wie Weltfußballer Lionel Messi oder Liverpool-Keeper Alisson Becker ein Bewusstsein für fünf wichtige Handlungsweisen im Kampf gegen das Virus erzeugen. Die Weltgesundheitsbehörde erhofft sich, über den Fußball viele Millionen und vor allem junge Menschen zu erreichen.

Zuvor hatte die FIFA bereits zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 9,1 Millionen Euro) an die WHO zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise gespendet.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Laut Nachrichtenagentur dpa haben das die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag beschlossen.

Viele Künstlerinnen und Künstler sind wegen der Coronakrise in ihrer Existenz bedroht – etwa durch den Wegfall von Liveauftritten. Die Radiomacher von Bayern 2 wollen daher einheimische, junge oder weniger bekannte Musikerinnen und Musiker unterstützen: Von Montag an spielt die Musiksendung Nachtmix (täglich ab 23.05 Uhr auf Bayern 2) deshalb bevorzugt Songs von einheimischen und existenziell bedrohten Musikern und Labels im Radio.

Neben der Aufmerksamkeit sollen die Künstlerinnen und Künstler – wenn auch in kleinem Rahmen – Einnahmen durch die Bezahlung der Urhebervergütung an die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, erhalten.

In München ist jetzt erstmals ein Corona-Patient gestorben. Es handelt sich um einen 56-jährigen Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Er starb im Klinikum Großhadern. Gestern und heute (Stand 13.30 Uhr) wurden in München 274 neue Fälle von Corona-Infizierten bestätigt. Damit sind nun insgesamt 1.316 Infektionen gemeldet.

Auch Spitzenpolitiker müssen sich an neue Umgangsformen erst gewöhnen …

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. “Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ”, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. “Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.” Mehr dazu hier.

Ein Zehntel der Belegschaft der Flughafen München GmbH ist bereits in Kurzarbeit. Das hat ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Betroffen sei demnach schon seit einer Woche die Konzerntochter “Eurotrade”, die mit 1.000 Mitarbeitern die Läden in den Terminals betreibt. Für die anderen Konzernbereiche “laufen Gespräche mit den Mitarbeitervertretern”.

Insgesamt beschäftigt die Flughafen München GmbH mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften rund 10.000 Mitarbeiter. In Folge der Corona-Pandemie wird der Flugbetrieb derzeit immer weiter eingeschränkt. Am heutigen Montag standen gerade noch 56 Landungen und 60 Starts auf dem Plan. Das entspricht zehn Prozent des üblichen Angebots.

Die Landtags-Grünen fordern eine vorübergehende Aufnahme schwer erkrankter Corona-Infizierten aus Norditalien zur Behandlung in bayerischen Krankenhäusern. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. “Wir sollten dem Vorbild Baden-Württembergs und des Saarlands folgen, die ihrem Nachbarland Frankreich jetzt zur Seite springen und akute Beatmungspatienten in deutschen Kliniken versorgen”, teilte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Montag mit.

Die Versorgung solcher Akutpatienten dauere bis zu einer Woche. “Das können wir leisten”, sagte der Grünen-Politiker. Durch eine solche medizinische Unterstützung könnten die Krankenhäuser und das Personal in der Region um Bergamo entlastet werden. Es blieben außerdem ausreichend Versorgungskapazitäten für die bayerischen Bürger, sagte Hartmann.

Die Bürgermeister im Tegernseer Tal wollen in der Corona-Krise Ausflüge in ihre Region behördlich untersagen lassen. Es habe zwar keinen Ansturm gegeben, dem wolle man aber vorbeugen, sagte der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn am Montag wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. “Wir wollen dem vorsorglich Einhalt gebieten.”

Vor allem auf Ausflügler aus München zielt das angestrebte Verbot ab: “Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Verwaltungen auch in zwei Monaten noch arbeitsfähig sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer hinter den “Münchnern” den Dreck wegräumen soll…”, schrieb Hagn im Namen der Bürgermeister. Wie der Münchner Merkur berichtet, soll Hagn in einem Brief an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die im Landkreis Miesbach ihren Stimmkreis hat, eine Erweiterung der Allgemeinverfügung gefordert haben, “dass sich die Leute nur in ihren Landkreisen aufhalten dürfen. Insbesondere was Spazierengehen und Sport betrifft”.

Um Abstand zu halten, rät die Staatsregierung von Ausflügen an beliebten Orten wie Starnberger See oder Englischer Garten dringend ab. Jedoch ist Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft allein oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes gestattet.

Erster Corona-Todesfall im EU-Parlament: Ein Mitarbeiter der Verwaltung ist an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben, wie die Nachrichtenagentur dpa vermeldet. “Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass ein Kollege des Europaparlaments an Covid-19 gestorben ist”, heißt es in einer E-Mail der Personalabteilung an Mitarbeiter des Parlaments. Die Verwaltung habe allen Mitarbeitern bei Bedarf psychologische Hilfe angeboten, weil nun immer mehr Menschen mit Covid-19-Fällen in der Familie oder bei Freunden konfrontiert wären.

In Bayern sind inzwischen 5.719 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 27 infizierte Patienten gestorben

Bayern hat mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat sollen folgen, wie der bayerische Ministerpräsident Söder erklärte.

700.000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100.000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt. Auch seien 235.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen. Das Technische Hilfswerk habe die Auslieferung übernommen.

Die Masken werden nicht an Privatpersonen ausgegeben, sondern über die Landkreise an Einrichtungen wie Kliniken verteilt.

Die Lufthansa und ihre Tochter-Airlines haben in der Corona-Krise nach eigenen Angaben bisher rund 40.000 Bürger in Rückholaktionen nach Europa geflogen. Derzeit seien 50 weitere Flüge geplant, die jeweils im Auftrag von nationalen Regierungen oder Touristikunternehmen stattfänden, erklärte ein Lufthansa-Sprecher gegenüber dem epd. Nach Presseberichten haben auch Condor und TUI Rückholaktionen nach Deutschland begonnen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben Kleinstunternehmen, Solo-Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise “schnelle und unbürokratische Soforthilfe” zugesagt. Dafür stünden bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung, erklärten beide Minister nach der Sondersitzung des Kabinetts am Montag. Scholz betonte, dass nichts zurückgezaht werden müsse.

Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Solo-Selbstständige und Freiberufler mit bis zu fünf Beschäftigten können demnach eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate bekommen; wer bis zu zehn Beschäftigte hat, 15.000 Euro.

Die Lufthansa hat damit begonnen, in der Corona-Krise überflüssige Flugzeuge am Frankfurter Flughafen zur parken. Auf der Landebahn Nordwest, die seit Montagfrüh gesperrt ist, stellt die Airline nicht benötigte Jets ab. Zunächst seien acht Flugzeuge geparkt worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Ziel sei es, möglichst viele Jets platzsparend quer zu Fahrtrichtung auf der Landebahn unterzubringen. Der Flughafenbetreiber Fraport sprach von einem historischen Prozedere.

Die Lufthansa leidet stark unter der Corona-Pandemie, die den Flugverkehr fast zum Erliegen gebracht hat. Wegen Einreisebeschränkungen in vielen europäischen Ländern, aber auch den USA, fliegen kaum noch Passagiere ab. Rund 700 der 763 Flugzeuge der Lufthansa-Konzernflotte sollen nun über mehrere Flughäfen verteilt am Boden stehen, etwa in Frankfurt, München und Berlin, so der Sprecher.

Die Türkei droht den Herstellern von Atemschutzmasken mit Verstaatlichung, sollten sie ihre Produkte nicht bis Montagabend an die Regierung verkaufen. Die Behörden hätten am Sonntag die Lager aller Masken-Hersteller aufgesucht, sagte Innenminister Süleyman Soylu der Zeitung “Hürriyet” zufolge. Sie hätten sie aufgefordert, Verträge mit dem Gesundheitsministerium zu unterzeichnen und damit aufzuhören, Bestände zurückzuhalten. Die Firmen hätten noch eine Frist von mehreren Stunden, dann würden sie verstaatlicht.

Der Bayerische Hausärzteverband will die persönliche Versorgung von Kranken in den Praxen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf ein Minimum reduzieren. Wie der Verband am Montag mitteilte, sollen Patienten künftig überhaupt nicht mehr ohne telefonische Anmeldung zu ihren Hausärzten gehen.

“Die Kontakte von Ärzten, Praxisteams und Patienten zu Patienten sind maximal einzudämmen und die Abläufe in den Praxen umzugestalten”, heißt es in einer Information des Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, Markus Beier, an die niedergelassenen Mediziner. “Angesichts von Ausgangsbeschränkungen und absehbar fehlenden Laborkapazitäten ist es nun unabdingbar, personelle Ressourcen für schwere Fällen zu bündeln und die Patienten aufzufordern, auch im Verdachtsfall nicht in die Praxis zu kommen!”

Die Nürnberger Justizbehörden verschieben einen Großteil der Gerichtsverhandlungen. Nur noch besonders dringende oder eilige Angelegenheiten werden behandelt, teilte die Nürnberger Justiz mit. Richterinnen und Richter entscheiden dabei selbst, welche Verfahren sie durchführen, so Justizsprecher Friedrich Weitner. Dazu gehören Zivilverfahren, in denen Leben oder Gesundheit bedroht sind oder die Freiheit eines Beteiligten eingeschränkt würde. Auch werden lang andauernde Strafverfahren noch zu Ende gebracht, die bei einer längeren Pause von vorne beginnen müssten.

Die Zahl der an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorbenen Menschen in Spanien steigt weiter. Das Gesundheitsministerium in Madrid spricht nun von 2.182 Toten, bislang waren es 1.720. Auch die Zahl der Neuinfektionen schnellt weiter in die Höhe. Das Ministerium zählt inzwischen 33.089 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, das sind 4.517 mehr als zuvor.

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten noch einmal drastisch angestiegen. Das Land meldete am Montag 127 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf 1812. Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionen gab das Gesundheitsministerium in Teheran am Montag mit 23.049 an. Das war ein Anstieg um 1.411 Fälle innerhalb von 24 Stunden.

China hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an seinem Vorgehen gegen das Coronavirus als Zeitvergeudung zurückgewiesen. Die USA verschwendeten die wertvolle Zeit, die China bei der Eindämmung des Virus gewonnen habe, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang. Die Regierung in Washington gebe anderen die Schuld, um von ihrer Verantwortlichkeit abzulenken. Das sei eine “Politisierung der Epidemie”. Trump hat den Erreger Sars-CoV-2 wiederholt als “Chinavirus” bezeichnet und gesagt, wenn China rechtzeitig darüber informiert hätte, wäre es leicht zu stoppen gewesen.

Die Ökonomen der Allianz rechnen im zweiten Quartal mit einem globalen Konjunktureinbruch von rund 15 Prozent. Für das gesamte Jahr 2020 erwarte man für die Weltwirtschaft kaum mehr als eine Stagnation, teilt Allianz Research mit. So werde das weltweite Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,8 Prozent zulegen und nicht mehr wie noch zuvor mit 2,4 Prozent veranschlagt. In Deutschland und in der Euro-Zone hingegen dürfte es ein Minus von jeweils 1,8 Prozent geben.

Die Deutsche Bank schließt wegen der Corona-Krise mehr als 200 Geschäftsstellen. Ab Dienstag werde das Filialnetz bis auf weiteres von bislang mehr als 500 auf rund 290 Standorte verkleinert, teilte das Institut am Montag mit. Geldhäuser wie die zur UniCredit gehörende Hypovereinsbank sowie die Commerzbank hatten bereits in der vergangenen Woche die Türen zahlreicher Geschäftsstellen geschlossen.

Die Selbstbedienungsbereiche in den betroffenen Filialen bleiben weiterhin zugänglich, erklärte die Deutsche Bank. Die Geldautomaten würden nach wie vor mit Bargeld versorgt.

In Lettland hat sich ein Großteil der Regierung auf Anraten der Gesundheitsbehörden in Selbstisolation begeben. Nach Angaben der Staatskanzlei in Riga sind auf Empfehlung des staatlichen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten 9 von 13 Kabinettsmitgliedern in häuslicher Quarantäne – darunter auch Ministerpräsident Krisjanis Karins. Die Regierungsarbeit werde aus der Ferne ohne persönliche Treffen fortgesetzt. Hintergrund ist die Infizierung eines Abgeordneten des lettischen Parlaments. Dieser hatte am Samstag mitgeteilt, dass bei ihm das Virus nachgewiesen wurde.

RKI-Chef Lothar Wieler sagt, er sei optimistisch, dass sich die bislang ergriffenen Maßnahmen bereits bemerkbar machten. Nach Erkenntnissen des Instituts seint sich das Wachstum der Zahl der Neuinfizierten abzuschwächen. Die verhängten Schutzvorkehrungen müssten allerdings weiterhin konsequent eingehalten werden.

Das Robert-Koch-Institut verzeichnet seit vergangenen Montag aufgrund ausgewerteter Handy-Daten weniger Bewegungen der Menschen in Deutschland. Insgesamt habe die Mobilität abgenommen, aber noch nicht genügend, sagt der RKI-Chef. Die jetzt neu beschlossenen Regelungen der Bundesregierung werden sich aber auswirken.

Wegen der Corona-Pandemie fährt der Automobilzulieferer Leoni seine Produktion weitestgehend zurück. Wie das Unternehmen heute mitteilt, hat es bereits Bordnetz-Werke in Europa, Nordafrika und Südamerika geschlossen. Damit reagiert der Zulieferer wiederum auf Werksschließungen der Kunden, der Automobilhersteller. Die Maßnahmen würden nach jetzigem Stand bis zu vier Wochen möglicherweise auch länger andauern. Für Mitarbeiter der Verwaltung und der Produktion in Deutschland werde zudem weitestgehend Kurzarbeit beantragt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet neben steigenden Zahlen von Infizierten auch eine Zunahme bei den Heilungen. “Von den bestätigten Fällen sind mindestens 2809 genesen”, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Das RKI hat am Montag 22.672 Infizierte gezählt.

Das Nationale Olympische Komitee von Irland stellt sich auf eine Verschiebung der Spiele im Sommer in Tokio ein. Er gehe davon aus, dass es wahrscheinlich dazu komme, sagt Komitee-Chef Peter Sherrard. Er begrüße, dass das IOC die Möglichkeit einer Verschiebung in Betracht ziehe und die Sicherheit der Athleten gewahrt werden solle.

Die Bundesregierung will jetzt doch noch kleineren Unternehmen stärker unter die Arme greifen. Aus Parlamentskreisen verlautet, die Schwellenwerte für die Corona-Hilfen seien deutlich gesenkt worden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll nun Unternehmen zur Verfügung stehen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, Umsätze von über 50 Millionen und im Schnitt mehr als 249 Beschäftigte. Am Wochenende hatte die Regierung noch mit einer Bilanzsumme von 160 Millionen Euro, Erlösen von 320 Millionen sowie 2000 Arbeitnehmern geplant.

Wegen der Coronavirus-Pandemie unterbricht auch der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines einen Großteil seines Betriebs in Deutschland und Europa. Zunächst wird die Arbeit in München und im polnischen Rzeszow “koordiniert heruntergefahren” und ab dem 30. März für voraussichtlich drei Wochen ausgesetzt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Eine Woche später sollen demnach die Werke in Hannover und Ludwigsfelde “weitgehend” stillgelegt werden.

In Großbritannien übernimmt das Militär die Auslieferung von Schutzausrüstungen für das medizinische Personal. Tag und Nacht würden die Lastwagen der Armee eingesetzt, um Millionen Artikel wie Atemschutzmasken zu verteilen, kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an. Zuvor hatten über 6.000 Ärztinnen und Ärzte in einem offenen Brief an Premierminister Boris Johnson appelliert, die Versorgung mit Schutzmaterialien zu erhöhen. Ohne würden sie ihr Leben riskieren, sie fühlten sich wie “Kanonenfutter”.

In Deutschland sind dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge 22.672 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten liegt demnach bei 86. Am Sonntag waren 18.610 Infizierte und 55 Tote gemeldet worden. Das Institut warnte zuletzt, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden seien, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus strebt Bundesaußenminister Heiko Maas eine bessere Koordinierung innerhalb Europas an. Es gebe zwar unterschiedliche Situationen in den Ländern wie etwa Italien, Spanien und Frankreich, sagte der SPD-Politiker im “Morgenmagazin.” Doch etwa bei der Ausstattung mit Medikamenten und Rückholaktionen von Touristen müsse die Zusammenarbeit besser organisiert werden. Maas setzt zudem auf Nachbarschaftshilfe, auch wenn jedes Land erst einmal auf sich selbst blicke. “Nach Italien haben wir gestern eine Maschine geschickt mit sieben Tonnen Hilfsgütern und 300 Beatmungsgeräten”, so Maas.

Eine Verlängerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hält Bundesjustizministerin Christine Lambrecht für möglich. “Wir werden uns das nach zwei Wochen sehr genau ansehen und dann gegebenenfalls verlängern”, sagte die SPD-Politikerin im “Morgenmagazin”. Auch wenn das tiefe Einschnitte ins Persönlichkeitsrecht seien, so gehe es doch ums Überleben.

Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Alleingang in Bayern bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus als notwendig verteidigt. “Die Betroffenheit ist sehr unterschiedlich”, sagte Söder im “Morgenmagazin.” Bayern wie auch andere Bundesländer an den Landesgrenzen hätten strengere Maßnahmen ergreifen müssen, da sie “viel mehr Tote und viel mehr Infekionen” zu verzeichnen haben. Einschränkungen zur Verhinderung von Hamsterkäufen strebt Söder derweil nicht an. “Bislang geht es. Es ist ja genügend da”, betonte er. Die Lieferketten seien intakt.

Die Vereinten Nationen wollen nach Angaben des norwegischen Außenministeriums einen globalen Corona-Fonds auflegen.

Für Menschen mit Behinderung bringt die Corona-Pandemie besondere Herausforderungen mit sich, zum Beispiel brauchen Menschen mit geistiger Behinderung leicht verständliche Informationen, damit sie sich richtig verhalten können. Die Regeln und Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und viele weitere Informationen bekommen sie in einfacher Sprache bei den unabhängigen Teilhabeberatungsstellen in Bayreuth und Kulmbach, aber auch bei den Offenen Hilfen in Himmelkron. In Zeiten der Corona-Pandemie bleiben die Beratungsstellen besetzt, allerdings werden die Beratungen nur per Telefon und online durchgeführt.

Die monatelange Ausgangssperre im einstigen Epizentrum der Coronakrise wird Schritt für Schritt gelockert. Anwohner der zentralchinesischen Stadt Wuhan, deren Gesundheit in einer elektronischen Datenbank als “grün” eingestuft wird, dürfen ihre Viertel verlassen, sofern sie einen Nachweis haben, zur Arbeit zurückzukehren, wie die kommunale Regierung von Wuhan am Montag mitteilte. Die Bewegungsfreiheit dort war extrem eingeschränkt worden. Der öffentliche Nahverkehr sollte wieder aufgenommen und Kontrollpunkte zwischen verschiedenen Bezirken abgebaut werden.

Eine Woche nach dem Beginn flächendeckender Schulschließungen in Deutschland zieht der Grundschulverband (GSV) eine positive Zwischenbilanz. Die erste Woche sei überwiegend ruhig abgelaufen, Maßnahmen zum Abmildern der Folgen des Unterrichtsausfalls an den Grundschulen seien ohne größere Schwierigkeiten in die Wege geleitet worden, sagte die GSV-Vorsitzende Maresi Lassek der Deutschen Presse-Agentur. “Die Schulen haben offensichtlich dafür sorgen können, dass diese besondere Situation in ruhigen und geordneten Bahnen verläuft.” Es gebe ein großes Engagement von Lehrkräften und Schulleitungen und Unterstützung von den Eltern.

Auf einer Sondersitzung will das Bundeskabinett heute umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen, um Bürger und Unternehmen vor den Folgen der Corona-Krise zu schützen. Ein Nachtragshaushalt soll dem Bund erlauben, in diesem Jahr mehr als 150 Milliarden Euro neue Schulden aufzunehmen. Unternehmen und Selbstständige sollen unter einen Schutzschirm gestellt werden: Ein “Wirtschaftsstabilisierungsfonds” soll dafür mit 400 Milliarden Euro ausgestattet werden. Weitere 200 Milliarden Euro sollen für Kredite und direkte Beteiligungen bereitgestellt werden.

Kanada wird nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Das hat soeben das Olympische Komitee des Landes mitgeteilt. Kanada ist damit das erste Land, das wegen des Corona-Virus auf eine Teilnahme verzichtet.

Die Pekinger Gesundheitskommission hat mitgeteilt, dass bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen wurden. Insgesamt zählt China damit bislang 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe. Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr. Da China eine Diktatur ist, in der es keine Meinungsfreiheit gibt, ist es schwierig, diese Informationen zu überprüfen.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er, dass damit gerechnet werden müsse.

Das zur Bekämpfung der Corona-Krise geplante gigantische US-Hilfspaket ist vorerst im Senat gescheitert. Bei einer ersten Abstimmung über die Eröffnung der Debatte zu dem Vorhaben verweigerten am Sonntag die oppositionellen Demokraten ihre Zustimmung: Statt der notwendigen 60 gab es nur 47 Ja-Stimmen und ebenso viele Nein-Stimmen. Die abschließende Abstimmung über das bis zu zwei Billionen Dollar (1,869 Billionen Euro) schwere Hilfspaket sollte eigentlich am Montag stattfinden. Wegen des anhaltenden Widerstands der Demokraten warnten die Republikaner vor einem Kurssturz an den US-Aktienmärkten am Montag. Die Demokraten hatten moniert, dass das Hilfspaket nicht genügend Hilfen für Arbeitnehmer und Privathaushalte vorsehe.

Montag, 23. März

In einem Labor in Baden-Württemberg sind rund 2.000 Coronavirus-Proben liegengeblieben und müssen nun voraussichtlich zum Großteil wiederholt werden. Der privaten Einrichtung hätten für den Test notwendige Chemikalien gefehlt, daher seien die Proben nicht analysiert worden und nun zum Teil nicht mehr verwertbar, teilten das baden-württembergische Gesundheitsministerium mit.

Durch die Coronavirus-Pandemie sind in den USA binnen 24 Stunden mehr als 100 Menschen gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Todesopfer in den Vereinigten Staaten auf 389, wie aus einer Aufstellung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Die meisten Todesopfer wurden in den Bundesstaaten New York (114), Washington (94) und Kalifornien (28) registriert. Landesweit steckten sich mehr als 32.000 Menschen mit dem neuartigen Coroanavirus an.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will vorerst doch keine Kontaktpersonen von Infizierten per Handy orten lassen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, so übereinstimmende Agenturmeldungen. Die geplante Regelung kommt nach heftiger Kritik am Montag noch nicht ins Bundeskabinett und soll nun bis Ostern nachgearbeitet werden.

Im Kampf gegen Covid-19 hat die politisch einflussreiche katholische Kirche der Slowakei eine seit zweihundert Jahren nicht mehr angewandte Kulthandlung reaktiviert. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 am Sonntag berichtete, flog Peter Brodek, der Generalvikar der Diözese Nitra, mit einer spätmittelalterlichen Reliquie über die Slowakei und segnete das ganze Land vom Flugzeug aus.

Bei der Reliquie handelt es sich um ein Tuch, das nach Überzeugung der Gläubigen mit Blut von Jesus Christus getränkt sein soll.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) fordert eine Entschuldigung vom AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Winhart. Der hatte zu Merkels Coronavirus-Quarantäne gewittert, dass das ja schon ein Anfang sei, hinter Gitter wäre aber besser. “Diese Äußerung ist vollkommen inakzeptabel”, konterte Aigner ebenfalls auf Twitter. Er solle sich öffentlich für diese Entgleisung entschuldigen.

Winhart selbst hat den Tweet mittlerweile gelöscht und twittert nun, dass der ursprüngliche Tweet nicht seiner Meinung entsprochen hätte: “Ich wünsche allen (!) Betroffenen in der Corona-Krise viel Kraft.”

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) warnt vor feindlichen Übernahmen deutscher Unternehmen in der Virus-Krise. “Wir haben nicht nur einen viralen Angriff. Wir könnten auch einen Wirtschaftsangriff danach erleben”, sagte Scheuer der “Süddeutschen Zeitung”. Finanziell geschwächte Firmen könnten ins Visier internationaler Investoren geraten. Es gebe weltweites Interesse an erfolgreichen deutschen Unternehmen auch in der Mobilität und der Infrastruktur.

Das Kabinett will am Montag einen Rettungsfonds auf den Weg bringen, der auch eine Beteiligung an in Not geratenen Großunternehmen vorsieht.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie will das Internationale Olympische Komitee (IOC) binnen vier Wochen über eine Verschiebung der für diesen Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio entscheiden. Das kündigte IOC-Präsident Thomas Bach in einem Brief an die Sportler an und schloss zugleich eine vollständige Absage des sportlichen Großereignisses aus.

Der spanische Opern-Star Plácido Domingo ist positiv auf das neue Coronavirus und die Erkrankung Covid-19 getestet worden. Er fühle sich moralisch verpflichtet, dies mitzuteilen, schrieb der 79-Jährige auf seiner Facebook-Seite. Er und seine Familie hätten sich vorerst von der Außenwelt isoliert. Ihnen gehe es gut. Vor dem Test habe er Fieber und Husten gehabt und sich deshalb überprüfen lassen. Zuletzt hatten Domingo mehrere Frauen sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen, weswegen er einige Auftritte abgesagt und sich entschuldigt hatte.

Bayern wird die von Bund und Ländern vereinbarten Ausgangsbeschränkungen nicht im Detail übernehmen, sondern in puncto Kontakten bei der eigenen Regel bleiben. Ministerpräsident Söder begrüßte dennoch die grundsätzliche Verständigung mit dem Bund. Mehr dazu hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Abend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Mehr dazu hier.

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 651 auf 5.476 gestiegen – damit ist der Anstieg nicht so rasant wie noch am Vortag ausgefallen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die bisher größte Zahl von 793 Toten an nur einem Tag vermeldet. Es handele sich um weniger Fälle als in den vergangenen Tagen, man hoffe, dass sich das in den kommenden Tagen fortsetze, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom. Bis Sonntag wurden insgesamt 59.138 Infizierte erfasst. Das sind rund 5.500 mehr als am Samstag. Die Steigerung war auch hier geringer als am Vortag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland eindringlich zur Einhaltung der neuen drastischen Kontaktbeschränkungen ermahnt. “Bitte ziehen Sie alle mit”, sagte Merkel in Berlin. “Zeigen Sie Vernunft und Herz.”

Zuvor hatten sich Bund und Länder auf Einschränkungen der sozialen Kontakte zur Eindämmung der Corona-Krise verständigt. Versammlungen von mehr als zwei Personen werden in ganz Deutschland verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure. Mehr dazu hier.

Das Land Sachsen verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Montag 0 Uhr an gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt, wie Landesinnenminister Roland Wöller (CDU) in Dresden sagte. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben erlaubt. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie der Besuch des eigenen Kleingartens sind weiter möglich.

Es gehe darum, die physischen Kontakte der Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, sagte Wöller. Die Beschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen.

Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit werden verboten, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Bund und Länder seien sich hier einig, sagte Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntag in Düsseldorf.

Bund und Länder wollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der Nachrichtenagentur AFP bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen demnach Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Im Zuge der Coronakrise hat der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising seine Lebensmittelausgaben umorganisiert und alle Tafeln und Tische in der bisherigen Form geschlossen. Die Versorgung der rund 4.000 Klientinnen und Klienten mit Lebensmitteln kann laut Caritas weiter gewährleistet werden. Die Berechtigten der Caritas-Tische bekommen nun Lebensmittel-Gutscheine. “Wer nicht mobil oder rüstig ist oder zu einer Risikogruppe zählt und seine Wohnung deshalb nicht mehr verlassen kann, bekommt von uns die Lebensmittel bis zur Haustür gebracht”, erläutert Geschäftsführer Harald Bachmeier. Die Münchner Caritas sucht dafür jetzt freiwillige Einkaufshilfen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr über die Hotline 0800-000 5802 bei den Münchner Freiwilligenzentren melden.

Tschechien will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie möglicherweise für ein halbes Jahr dicht machen. Das hat der Leiter des Krisenstabs in Prag im Fernsehen angekündigt. Ausländer dürfen demnach Tschechien verlassen, aber nicht wieder einreisen. Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die etwa in Bayern arbeiten. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten. Seit Donnerstag dürfen die Tschechen nur noch mit Mundschutz in die Öffentlichkeit. Landesweit gibt es nach letzten Zahlen mehr als 1.000 Infizierte, aber bisher keine Corona-Toten.

Im hessischen Hanau dürfen Einkäufe ab Montag nur noch in haushaltsüblichen Mengen getätigt werden. Dann tritt eine entsprechende Allgemeinverfügung in Kraft, die Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) beschlossen hat. In einer Pressemitteilung der Stadt sagt Kaminsky: “90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage.” Demnach habe er am Wochenende vermehrt Rückmeldungen bekommen, wonach das Kassiererinnen und Kassierer beleidigt und angefeindet wurden, wenn sie “Hamsterkäufer” um Rücksicht auf die übrigen Kunden bitten. “Das ist unerträglich und muss ein Ende haben”, so Kaminsky.

Das digitale Lernangebot “Schule daheim” von Bayerischem Rundfunk (BR) und Kultusministerium gibt es jetzt auch für Grundschüler. In Zeiten von Schulschließungen wegen des Coronavirus seien Videos, Audiobeiträge und Leseseiten nun auch für jüngere Schüler online, teilte der BR am Sonntag mit. Es gebe Inhalte für die Fächer Deutsch, Heimat- und Sachkundeunterricht (HSU), Musik, Religion und Ethik. Besonders im Bereich HSU sei das Angebot groß, hieß es. Abrufbar sind die Inhalte in der BR-Mediathek, bei ARD-alpha und in Kürze auch in dem Infoportal “mebis”. Zuvor hatte es das unterrichtsergänzende Lernangebot schon für ältere Schüler gegeben.

Eigentlich spendet das Oberhaupt der Katholiken den Segen “Urbi et Orbi”, “der Stadt und dem Weltkreis”, traditionell nur zu Ostern, Weihnachten und nach seiner Wahl zum Pontifex. Angesichts der Corona-Pandemie hat Papst Franziskus nun aber eine Ausnahme angekündigt: Kommenden Freitag werde er um 18 Uhr auf dem leeren Petersplatz den Sondersegen und die damit verbundene Generalabsolution erteilen, sagte Franziskus beim Angelusgebet in Rom. Schon am Mittwoch sollten alle gemeinsam das um 12 Uhr das “Vaterunser” sprechen.

Baden-Württemberg, Rheinland-Pflaz das Saarland haben angeboten, schwerstkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. “Die grenznahen französischen Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Behandlungskapazitäten für beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten angekommen”, heißt es in einem Schreiben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums an die französischen Kliniken. Es gehe um Menschen, die ohne Beatmung sterben würden. In Regionen wie dem Elsass fehlten wegen der stark steigenden Fallzahlen Kapazitäten. Derzeit hat Baden-Württemberg nach Angaben des Ministeriums rund 2.300 freie Beatmungsplätze im Land.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) bot in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Regionalrats von Grand Est ebenfalls an, schwerkranke Corona-Patienten aufzunehmen, wie die saarländische Staatskanzlei mitteilte. Auch die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser in der Grenzregion werden nach ihren Möglichkeiten französische Intensivpatienten übernehmen, wie das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie bei Twitter mitteilte.

Hongkong fürchtet einen massiven Ausbruch des Virus, wenn verstärkt Bürger aus dem Ausland in die chinesische Sonderverwaltungszone zurückkehren. Ein Anstieg der Fallzahlen könne das Gesundheitssystem lahmlegen, erklärte die Regierung. Sie hat die Schulen bis auf weiteres geschlossen und die Uni-Aufnahmeprüfungen verschoben. Staatsbedienstete sollen von zu Hause aus arbeiten. Hongkong meldet aktuell 273 Krankheitsfälle und vier Tote.

Um dringend benötigte Arbeitskräfte in der Landwirtschaft zu finden, starten das Landwirtschaftsministerium und der Bundesverband der Maschinenringe am Montag die Jobbörse www.daslandhilft.de. Der Bauernverband warnt, dass man zwischen April und Oktober auf rund 300.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa angewiesen sei, die wegen der Reisebeschränkungen wahrscheinlich nicht kommen könnten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt europäische Regierungen davor, im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens zu setzen. “Worauf wir uns wirklich konzentrieren müssen, ist die Kranken mit Infektionen zu finden und sie zu isolieren”, sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Sonntag in der BBC. “Die Gefahr mit den Ausgangsbeschränkungen ist: Wenn wir keine starken Gesundheitsmaßnahmen beschließen, droht sich der Virus wieder zu verbreiten, wenn die Bewegungseinschränkungen wieder aufgehoben werden”, warnte er. Ryan riet vor allem dazu, wie in China, Singapur und Südkorea die Zahl der Tests massiv in die Höhe zu fahren.

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Regierung in Madrid mitteilte, entspreche dies einem Anstieg um rund 30 Prozent. Damit starben in Spanien bereits 1.720 Menschen. Die Zahl der Infizierten lag am Sonntag bei 28.572. Dies waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3.646 mehr Fälle und damit 14,6 Prozent mehr als noch am Vortag.

Nach heftiger Kritik der Krankenhäuser bessern Bund und Länder das geplante Hilfspaket für die Kliniken in der Corona-Krise nach. So sollen die Einrichtungen für jedes Bett, dass wegen Verschiebung planbarer Behandlungen erst einmal frei bleibt, 560 Euro pro Tag erhalten, wie es am Sonntag in Regierungskreisen in Berlin hieß. Ursprünglich waren 410 bis 540 Euro je nach Klinikgröße geplant gewesen.

Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit Beatmungsmöglichkeit sollen die Kliniken einen Bonus von 50.000 statt wie zunächst geplant 30.000 Euro erhalten. Befristet für acht Wochen soll ein Zuschlag je Patient in Höhe von 50 Euro gezahlt werden. Ausgesetzt wird eine Verordnung zu Untergrenzen beim Pflegepersonal.

Die Bundesregierung hat einem Bericht zufolge bei Autobauern angefragt, ob sie medizinische Ausrüstung herstellen können. Die Entscheidung darüber liege bei den Firmen, heißt es vom Bundeswirtschaftsministerium. Über solche Sonderproduktionen wird seit einigen Tagen diskutiert, unter anderem sprechen General Motors (GM) und Ford mit der US-Regierung über die Produktion von Beatmungsgeräten.

Trotz Hamsterkäufen ist die Lebensmittelversorgung in Deutschland aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht gefährdet. Es gebe im Moment auch “keine Planung, die staatlichen Nahrungsmittelreserven in irgendeiner Form anzutasten”, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, dem “Tagesspiegel am Sonntag”. Auch die Wasser- und die Stromversorgung seien nicht gefährdet.

Die Bundesregierung plant vor dem Hintergrund der Coronakrise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen: Die staatliche Förderbank KfW soll bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie es am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums hieß.

Vor der geplanten Telefonkonferenz die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten führen will, hat sich Vizekanzler Olaf Scholz kritisch zu einer möglichen Ausgangssperre geäußert: “Gerade in der gegenwärtigen Situation haben alle ein Bedürfnis nach frischer Luft”, sagte der SPD-Politiker der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. “Ich zumindest hoffe, dass uns der Gang in die Natur nicht verwehrt wird. In einer Zeit, in der die meisten Freizeitbeschäftigungen wegfallen.” Es gehe jetzt nicht um Gesten, sondern Maßnahmen, die helfen.

Um Versorgungsengpässe in der Corona-Krise zu verhindern, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Logistikzentren länger offen halten. Diese sollten 24 Stunden lang aufbleiben können, damit Engpässe in der Belieferung von Filialen etwa bei Supermarktketten ausgeglichen werden könnten, wie es aus Regierungskreisen heißt. Dazu solle es eine Flexibilisierung der Arbeitszeit geben. Scheuer sei dazu in Gesprächen. Außerdem rede er mit Kommunalverbänden darüber, die Nachtzulieferung von 22 Uhr bis 6 Uhr zu lockern.

In Deutschland hat sich der Anstieg der Infektionen und Todesfälle durch das Virus verlangsamt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 18.610 Infizierte, das waren 1.948 mehr als am Vortag. Am Samstag war die Zahl der Krankheitsfälle noch um 2.705 gewachsen. Die Zahl der Toten nannte das Institut am Sonntag mit 55, verglichen mit einem für den Samstag gemeldeten Anstieg um 15 auf 46.

Allerdings warnte das RKI, am Wochenende seien nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet.

Die Online-Videothek Netflix will in ganz Europa ihre Übertragungsgeschwindigkeiten drosseln, um die wegen der Corona-Krise besonders belasteten Internet-Kapazitäten zu schonen. Für die kommenden 30 Tage würden die Streaming-Bandbreiten gesenkt, Zuschauer könnten deshalb leichte Qualitätseinbußen bemerken. Wegen der Virus-Pandemie arbeiten viele Menschen online von zuhause aus, was die Leitungskapazitäten stark belastet.

Um die italienischen Kollegen im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen, hat Kuba am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien entsendet. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit. Dort befindet sich der aktuelle Brennpunkt der Corona-Krise in Italien. Nach offiziellen Angaben sind in Kuba selbst aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran.

Der Wirtschaftsweise Lars Feld hält eine hohe Neuverschuldung des Bundes wegen der Corona-Krise für gerechtfertigt. Wenn der Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt nun von 60 Prozent auf 80 oder 90 Prozent steige, sei damit nicht die finanzpolitische Solidität des Landes infrage gestellt”, sagte der neu gewählte Vorsitzende des Sachverständigenrats der “Welt am Sonntag” (WamS). Selbst einen Anstieg der Staatsverschuldung von aktuell zwei auf drei Billionen Euro könne Deutschland verkraften.

Gleichzeitig mahnte Feld aber und sagte, die Zeit der harten Eingriffe in das wirtschaftliche Leben müsse begrenzt bleiben. Er habe “große Zweifel, dass wir den Stillstand länger als drei Monate durchhalten”. Spätestens im Mai müsse die medizinische Strategie überdacht werden. “Irgendwann werden wir zu einer personalisierten Isolierung übergehen müssen”, sagte Feld. Dann müssten die Geschäfte wieder öffnen, in Quarantäne blieben nur noch jene, die infiziert seien oder einer Risikogruppe angehörten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten heute ab 14.00 Uhr über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. In der Telefonkonferenz wird es vor allem darum gehen, ob es bundesweite Ausgangsbeschränkungen gibt. Einige Bundesländer – allen voran Bayern – haben ihre Bestimmungen bereits verschärft. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte den Samstag als wichtigen Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren bezeichnet. “Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen”, sagte er dem “Spiegel”. Mehr dazu finden Sie hier.

Angesichts der Corona-Krise in Italien hat Russland die Entsendung von Spezialisten und medizinischer Ausrüstung in das EU-Land angekündigt. Staatschef Wladimir Putin sicherte in einem Telefonat mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte zu, Italien Schutzausrüstung, mobile Desinfektionssysteme und medizinische Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Außerdem schicke Russland “Spezialisten als praktische Hilfe in die am stärksten betroffenen Gebiete” Italiens.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) versicherte angesichts der dramatischen Lage in Italien am Samstag via Twitter: “Wir stehen an der Seite unserer italienischen Freundinnen und Freunde”. Dies zeige Deutschland “auch mit medizinischer Schutzausrüstung, die wir vorgestern übergeben konnten”.

Die amerikanische Schauspielerin Debi Mazar (55, “Good Fellas”, “Entourage”) ist mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die in New York lebende zweifache Mutter auf Instagram bekannt. Sie hebe nun das Testergebnis nach fünftägiger Wartezeit in Selbstisolierung mit ihrer Familie erhalten. Mazar beschreibt in ihrem Posting, dass auch ihr Mann und ihre Töchter vor einem Monat Symptome wie Halsschmerzen, Husten und leichtes Fieber hatten, es aber als Erkältung abgetan hätten.

Um einem möglichen Engpass an Saisonarbeitern in der Landwirtschaft entgegenzuwirken, wollen das Bundeslandwirtschaftsministerium und der Bundesverband der Maschinenringe ein gemeinsames Job-Portal freischalten. Der Start sei für Montagmittag geplant, berichtete die “Bild am Sonntag”. Das Portal mit dem Namen “Das Land hilft” soll demnach Arbeitsplätze in der Landwirtschaft vermitteln. Diese ist von der Coronavirus-Krise besonders betroffen, weil viele osteuropäische Hilfsarbeiter wegen der geschlossenen Grenzen nicht einreisen dürfen.

Die italienische Regierung hat die Schließung aller “nicht lebensnotwendigen” Unternehmen und Fabriken beschlossen. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte Abend in einer Fernsehansprache, die Regierung habe entschieden, landesweit jegliche Produktion einzustellen, “die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um unsere grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen”. Es handele sich um einen “zusätzlichen Schritt” im Bemühen um eine Eindämmung der durch das Coronavirus ausgelösten Pandemie.

Die Zahl der Todesopfer war in Italien binnen 24 Stunden um fast 800 in die Höhe geschnellt. Nach Angaben des Zivilschutzes stieg die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus starben, um 793 auf 4.825. Damit wurden 38,3 Prozent der weltweiten Corona-Toten insgesamt aus Italien gemeldet.

Sonntag, 22. März

Coronavirus-Ticker: Die Entwicklungen der letzten Tage finden Sie hier.

12.13 Uhr: Spanien meldet mehr Tote als China

11.49 Uhr: Prinz Charles ist infiziert

11.42 Uhr: Bayerischer Landtag stimmt für Infektionsschutzgesetz

11.27 Uhr: Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

11.19 Uhr London: Dichtes Gedrängel U-Bahnen trotz Pandemie

11.10 Uhr: Derzeit 1.000 Corona-Intensivpatienten in deutschen Kliniken

11.02 Uhr Niederlande: Übertragungsrate des Coronavirus verlangsamt sich

10.59 Uhr: 7.289 Coronavirus-Fälle in Bayern und 41 Tote

10.53 Uhr: Handelsverband fürchtet Pleitewelle im Einzelhandel

10.47 Uhr: Gesamtes Würzburger Altenheim wird getestet

10.46 Uhr: Telefonische Krankschreibung bei Corona-Verdacht für zwei Wochen

10.39 Uhr: Dobrindt beziffert Hilfspaket des Bundes auf 1.400 Mrd Euro

10.37 Uhr RKI: Infizierte sollten Schutzmasken tragen

10.32 Uhr: Erster Infektionsfall in Seniorenzentrum in Burghausen

10.30 Uhr: Nürnberg startet YouTube-Channel für Kulturszene

10.21 Uhr: Kommunen baten Bundeswehr bereits 140 Mal um Hilfe

10.17 Uhr: Frankreich ruft Arbeitslose in Corona-Krise zur Feldarbeit

10.16 Uhr: Ifo-Geschäftsklima signalisiert massiven Konjunktureinbruch

10.15 Uhr RKI: Nur Menschen mit Symptomen testen

10.10 Uhr RKI-Präsident: Wir sind am Anfang der Epidemie

10.06 Uhr: Rekordanstieg bei Infektionen in Russland

10.01 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall in Würzburger Seniorenheim

09.50 Uhr: Zahl der Toten in Frankreich erheblich höher als offiziell mitgeteilt

09.44 Uhr: Tschechien verfünffacht Haushaltsdefizit

09.24 Uhr: AfD will Hilfsprogramm der Bundesregierung weitgehend zustimmen

09.09 Uhr Scholz: “Krise ohne Vorbild in Geschichte der Bundesrepublik”

08.59 Uhr: Grundrente soll 2021 trotz Corona wie geplant kommen

08.53 Uhr: Südkorea sagt USA Coronavirus-Testmaterial zu

08.51 Uhr: Chinesische Studenten fliehen mit Privatjets aus den USA

08.34 Uhr Klöckner: Vermittlungsportal für Erntehelfer wird “überrannt”

08.14 Uhr: DFL hofft auf Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

08.12 Uhr: Aiwanger verspricht schnelle Überweisung von Soforthilfen

07.58 Uhr: OECD sieht globale Wirtschaft vor tiefer Rezession

07.45 Uhr: Klöckner will arbeitswillige Flüchtlinge in der Landwirtschaft einsetzen

07.45 Uhr Saar-Ministerpräsident: Neuer CDU-Chef erst im Dezember

07.32 Uhr: Augsburg kassiert 55 Euro für Coronavirus-Verstöße

07.13 Uhr RKI: Zahl der Infektionen in Deutschland steigt um 4.191

06.25 Uhr: Einigung auf billionenschweres Hilfspaket für US-Wirtschaft

06.23 Uhr: Israel verschärft Ausgangsbeschränkungen

06.01 Uhr: Textilbranche vernetzt sich für Produktion von Schutzkleidung

05.09 Uhr: Altenpflege ist der Verlierer bei Verteilung von Schutzausrüstung

05.00 Uhr: Maas warnt vor “Spirale nationaler Egoismen” in Corona-Krise

04.41 Uhr: Indische Regierung verbietet Export von Arzneistoff

03.56 Uhr: Trump möchte medizinische Ausrüstung aus Südkorea beziehen

03.41 Uhr: Bundestag will Rettungspaket gegen Corona-Krise beschließen

03.28 Uhr: Südkorea weitet verschärfte Einreisebestimmungen auf USA aus

03.21 Uhr: Präsident Bolsonaro hält Virus für “Fantasie”

02.37 Uhr: Brasilianischer Präsident bezeichnet Coronavirus als “Fantasie”

02.17 Uhr: US-Außenminister Pompeo beschuldigt China weiterhin der Vertuschung

02.12 Uhr: Linnemann: Wirtschaft muss nach Ostern wieder hochgefahren werden

02.00 Uhr: China meldet Rückgang der Neuinfektionen

21.20 Uhr: Dow Jones legt stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren hin

20.45 Uhr: Auch Hamburg will Abitur-Regelung überdenken

20.40 Uhr: Mehr als 1.000 Tote in Frankreich

20.30 Uhr: Spanien bittet Nato um Unterstützung

20.00 Uhr: Jetzt schon mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit

19.30 Uhr: Assange hofft wegen Corona auf Freilassung

19.10 Uhr: Trump will Einschränkungen noch vor Ostern lockern

18.55 Uhr: Wieder mehr als 700 Tote in Italien

18.50 Uhr: Immer mehr Corona-Infizierte in den USA

18:16 Uhr: 74 Corona-Fälle bei Bayerns Polizei

17.59 Uhr: Bayern unterstützt Hilfsangebote für Senioren mit Geld

17:36 Uhr: Greta Thunberg isolierte sich selbst

16.52 Uhr: Mehr als 32.400 Coronavirus-Infektionen in Deutschland

16.47 Uhr: DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

16.35 Uhr: Städte suchen neue Wege für Obdachlosenhilfe

16.17 Uhr: Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Corona-Krise später zahlen

16.04 Uhr: 1,3 Milliarden Inder unter Ausgangssperre

15.50 Uhr: NRW erlässt Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen Regeln in der Corona-Krise

15.41 Uhr: Experten warnen: Ausgangssperren begünstigen Missbrauch in den eigenen vier Wänden

15.33 Uhr: EU-Komission überlegt persönliche Daten im Kampf gegen Corona einzusetzen

15.24 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerin plant Absage der Abiturprüfungen

14.59 Uhr: Bayern will Kosten für Essen und Trinken von Pflegern übernehmen

14.48 Uhr: Fluggesellschaften in der schlimmsten Krise ihrer Geschichte

13.38 Uhr: Staatsanwalt ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl

13.37 Uhr: 6362 Coronavirus-Fälle in Bayern

13.30 Uhr: Olympischen Spiele sollen 2021 stattfinden

13.10 Uhr: Masken in Kenia wurden nicht von Bundeswehr bestellt

13.00 Uhr: Regensburg-Marathon wegen Coronavirus-Krise abgesagt

12.55 Uhr: Italien beschlagnahmt fast 2.000 Beatmungsgeräte

12.54 Uhr: Japanische Regierung wird Olympiaverschiebung vorschlagen

12.40 Uhr: Appell der Hilfsorganisationen: 112 nur im Notfall wählen

12.27 Uhr: Grüne: Bundestag wird Mittwoch Epidemiefall ausrufen

12.23 Uhr: Bundesweit erste Studie zu möglichem Covid-19-Medikament

12.15 Uhr: Österreich: Nur langsame Rücknahme der Beschränkungen

12.10 Uhr: Enorm hohe Dunkelziffer von Infizierten in Italien vermutet

12.08 Uhr: USA könnten neues Corona-Epizentrum werden

12.00 Uhr: Island meldet ersten Todesfall in Coronavirus-Pandemie

11.54 Uhr: WHO sieht Hoffnungsschimmer bei Corona-Zahlen in Italien

11.48 Uhr: In Spanien innerhalb eines Tages über 500 neue Todesfälle

11.32 Uhr: Londoner U-Bahnen trotz Pandemie voll

11.27 Uhr: Handel fordert steuerfreie Sonderzahlungen für Mitarbeiter

11.18 Uhr: Bahnchef Lutz vorsorglich in Quarantäne

11.09 Uhr: NRW nimmt zehn Corona-Patienten aus Italien auf

10.54 Uhr: Krankschreibung per Telefon jetzt bis zu 14 Tage möglich

10.18 Uhr: Lieferpanne: Millionen Schutzmasken verloren gegangen

09.43 Uhr: Deutsche Dienstleister mit Rekordeinbruch im März

09.08 Uhr: Kulturstaatsministerin will Künstler durch die Krise bringen

09.01 Uhr: Firmen-Übernahmen durch Staat? Altmaier vorsichtig

08.55 Uhr: Scheuer fordert mehr europäische Abstimmung

08.38 Uhr: Laut Kultusministerkonferenz wird Schuljahr nicht wiederholt

08.17 Uhr: Handwerk fordert Hilfen bis zum Monatsende

07.25 Uhr: Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen brechen weiter ein

07.15 Uhr: Huml ruft Ex-Pflegekräfte zur Unterstützung auf

07.02 Uhr: Coronavirus in Syrien angekommen

06.45 Uhr: Mehr als 4.700 Neu-Infektionen in Deutschland

06.07 Uhr: China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

6.06 Uhr: Verlust von Geruchssinn Zeichen für Coronavirus-Infektion

05.48 Uhr: Medien: 20 Prozent Gehaltsverzicht bei Bayern München

05.40 Uhr: Corona-Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

05.10 Uhr: Corona-Test für alle bei Einreise in Peking

04.56 Uhr Strände in Kalifornien werden wegen Coronavirus geschlossen

04.52 Uhr: Südkorea meldet leichten Anstieg bei Infektionen

04.48 Aktienkurse in Tokio und Seoul legen deutlich zu

02.13 Uhr: Coronavirus: Zahl “importierter Fälle” in China steigt deutlich

01.41 Uhr: Olympisches Komitee der USA will Olympia-Verschiebung

01.29 Uhr: Erster Corona-Fall in einem Gefängnis gemeldet

01.22 Uhr: Trump: USA bald wieder offen für Geschäfte

22.55 Uhr: Hilfsgelder sollen in kommender Woche bereitstehen

21.55 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien

21.30 Uhr: Frankreich verschärft Regeln

20.22 Uhr: Hoffnung auf Trendwende in Italien

20.00 Uhr: Mehrheit zufrieden mit Corona-Krisenmanagement

19.35 Uhr: Tschechien schließt Grenzen für tägliche Berufspendler

19.15 Uhr: Ministerin rechnet mit mehr häuslicher Gewalt

19.00 Uhr: UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

18.19 Uhr: Mehr als 300.000 Corona-Fälle weltweit

17.59 Uhr: WHO und FIFA starten Anti-Corona-Kampagne

17.51 Uhr: EU-Staaten setzen Schuldenregeln aus

17.42 Uhr: Bayern 2 unterstützt Musikerinnen und Musiker

17.24 Uhr: Erster Corona-Toter in München

17.00 Uhr: Social Distancing in der Regierung

16.48 Uhr: Erster Coronatest bei Merkel negativ

16.39 Uhr: 1.000 Flughafenmitarbeiter in Kurzarbeit

16.11 Uhr: Grüne fordern Aufnahme von italienischen Corona-Patienten

15.56 Uhr: Bürgermeister wollen Ausflugsverbot rund um Tegernsee

15.40 Uhr: EU-Mitarbeiter an Corona gestorben

14.48 Uhr: 5.719 Menschen in Bayern Corona-positiv

14.07 Uhr: Auslieferung von 800.000 Schutzmasken

13.48 Uhr: 40.000 Menschen nach Europa zurückgeholt

13.22 Uhr: 50 Milliarden Soforthilfe für Selbständige und Freiberufler

12.45 Uhr: Lufthansa parkt Flugzeuge auf Landebahn

12.26 Uhr: Türkei droht Schutzmasken-Herstellern mit Verstaatlichung

12.09 Uhr: Hausärzteverband will Patientenkontakte in Praxen massiv einschränken

11.50 Uhr: Nürnberger Justiz verschiebt Großteil der Verhandlungen

11.34 Uhr: Zahl der durch Corona Verstorbenen in Spanien steigt weiter

11.31 Uhr: Iran meldet 127 weitere Coronavirus-Tote

11.28 Uhr: China verbittet sich Trumps Kritik an Umgang mit Coronavirus

11.20 Uhr: Allianz rechnet mit globalem Konjunktur-Einbruch im Frühling

11.17 Uhr: Deutsche Bank macht mehr als 200 Filialen zu

11.17 Uhr: Großteil von Lettlands Regierung in Selbstisolation

10.22 Uhr RKI: Mobilität in Deutschland muss weiter abnehmen

10.20 Uhr: Automobilzulieferer Leoni schließt Werke

10.12 Uhr RKI: Steigende Zahl an Heilungen in Deutschland

10.07 Uhr: Irland stellt sich auf Verschiebung von Olympia ein

10.05 Uhr: Bundesregierung will kleinere Unternehmen stärker unterstützen

10.04 Uhr: Triebwerkshersteller MTU setzt Großteil seines Europa-Betriebs aus – Werk in München zuerst betroffen

09.45 Uhr: Militär in Großbritannien liefert Schutzausrüstung an Ärzte

08.55 Uhr: 22.672 Menschen in Deutschland mit Coronavirus infiziert

08.50 Uhr Maas: Bessere Koordinierung innerhalb Europas

08.20 Uhr Lambrecht: Verlängerung der Corona-Maßnahmen in Deutschland möglich

07.50 Uhr: Söder verteidigt bayerischen Alleingang

07.48 Uhr: UN wollen globalen Corona-Fonds

06.41 Uhr: Informationen über Corona-Maßnahmen in “einfacher Sprache”

06.18 Uhr: Wuhans Bewohner dürfen langsam wieder raus

04.59 Uhr: Schulen eine Woche geschlossen – weitgehend positive Zwischenbilanz

04.16 Uhr: Kabinett will Bürger und Unternehmen mit Hilfspaket wappnen

03.09 Uhr: Kanada nimmt nicht an Olympischen Spielen teil

03.02 Uhr: China meldet erneut 39 aus dem Ausland eingeführte Virusfälle

02.02 Uhr: Abe zieht Verschiebung von Olympischen Spielen in Betracht

00:32 Uhr: Corona-Hilfspaket vorerst im US-Senat gescheitert

22.08 Uhr: Labor lässt 2.000 Proben liegen

21.49 Uhr: 100 Tote an einem Tag in den USA

21.27 Uhr: Spahn will noch auf Handy-Ortung verzichten

21.10 Uhr: Slowakische Bischöfe setzen Reliquie ein

20.49 Uhr: Aigner rügt AfD-Politiker wegen Merkel-Tweet

20.27 Uhr: Scheuer warnt vor feindlichen Übernahmen

19.41 Uhr: IOC – Vier Wochen für Olympia-Entscheidung

19.31 Uhr: Plácido Domingo hat Coronavirus

19.00 Uhr: Bayern bleibt bei eigenen Regeln

18.40 Uhr: Merkel muss in Quarantäne

18.28 Uhr: 5.476 Tote in Italien

17.51 Uhr: Merkel appelliert an die Bürger

16.41 Uhr: Sachsen verhängt Ausgangsbeschränkung

17.05 Uhr: Laschet bestätigt Kontaktverbot

16.15 Uhr: Bund und Länder verständigen sich auf Kontaktverbot

16.13 Uhr: Caritas München stellt Tafeln um auf Lebensmittelgutscheine

15.10 Uhr: Tschechien will Grenzen monatelang schließen

14.50 Uhr: Hanau verbietet Hamsterkäufe

14.41 Uhr: BR und Kultusministerium erweitern digitale Lernangebote für Grundschüler

14.30 Uhr: Papst spendet “Urbi et Orbi”-Sondersegen

13.59 Uhr: Bundesländer bieten Frankreich Hilfe an

13.44 Uhr: Hongkong fürchtet Corona-Welle durch Heimkehrer

13.10 Uhr: Neue Jobbörse für landwirtschaftliche Arbeiter

12.49 Uhr: WHO fordert mehr Tests statt Ausgangssperren

12.34 Uhr: Knapp 400 neue Todesfälle in Spanien

12.04 Uhr: Mehr Hilfen für Kliniken von Bund und Ländern

11.55 Uhr: Autobauer sollen Medizinprodukte herstellen

11.41 Uhr: Staatliche Nahrungsmittelreserven werden laut Bund nicht angetastet

11.20 Uhr: Bund plant Nachbesserungen bei Kreditprogramm

11.10 Uhr: Scholz sieht mögliche Ausgangssperre kritisch

10.58 Uhr: Neue Regelungen zur Verhinderung von Versorgungsengpässen geplant

09.05 Uhr: Anstieg der Infektionen in Deutschland etwas langsamer

07.05 Uhr: Netflix will Bandbreite in Europa einschränken

05.36 Uhr: Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

03.45 Uhr: Wirtschaftsweiser sieht Finanzstabilität trotz Corona-Krise nicht gefährdet

03.32 Uhr Merkel berät mit Ministerpräsidenten über schärfere Corona-Maßnahmen

03.31 Uhr: Russland unterstützt Italien in Corona-Krise mit Ausrüstung und Spezialisten

01.25 Uhr: US-Schauspielerin Debi Mazar mit Coronavirus infiziert

01.04 Uhr: Landwirtschaftsministerium startet Job-Vermittlungsportal für Erntehelfer

00.20 Uhr: Italienische Regierung ordnet Schließung “nicht lebenswichtiger Unternehmen” an

Coronavirus-Ticker: Prinz Charles ist positiv getestet

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