Das neue Waldsterben: Bäume dürsten schon seit Jahren – Top News

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Nicht nur Fichten stehen oft da wie vertrocknete Weihnachtsbäume, auch Buchen sterben – in erschreckendem Tempo: Den Bäumen platzt die Rinde auf und große Rindenstücke brechen ab.

Ihres Schutzes beraubt sterben selbst über 100 Jahre alte Bäume rasant ab.

Schädlinge wie Pilze, Borkenkäfer oder Schwammspinner profitieren doppelt: Zum einen haben die von der Dürre geschwächten Bäume den Eindringlingen wenig entgegenzusetzen.

Zum anderen breiten sich Schädlinge durch mildere Temperaturen in Winter und Frühjahr stärker aus.

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Um die Trockenheit in den tiefen Bodenschichten zu beenden, reichen aber keine Regenschauer, selbst ein tagelanger, intensiver Regen würde nur wenig helfen.

Der würde zwar die akute Waldbrandgefahr mindern, doch der Durst der Bäume braucht weitaus mehr: zwei oder drei regenreiche Jahre.

Um die Wälder fit zu machen für weitere Dürrejahre, müssen sie umgebaut werden.

Nicht alle Bäume vertragen die Trockenheit so schlecht wie Fichte und Buche.

Laut der Helmholtz Klima Initiative sind statt der Monokulturen jetzt vor allem Laubwälder gefragt, mit möglichst verschiedenen Baumarten.

Das mache es auch den meist sehr spezialisierten Schädlingen schwerer.

Und manch ein Förster freut sich bereits beispielsweise über dicke Vogelkirschbäume mitten im Wald:

Die anhaltende Trockenheit lässt die Wälder in Bayern leiden.

Anders als auf trockenen Äckern würde hier auch ein ausgiebiger Regenguss keine Linderung verschaffen: Die tiefen Bodenschichten können den Durst der Bäume nicht mehr löschen.

Seit März freuen wir uns über anhaltenden Sonnenschein am blitzblauen Himmel.

Doch der macht nicht nur Landwirten Sorgen, sondern auch Förstern und Forstwissenschaftlern.

Sie fürchten ein regelrechtes neues Waldsterben.

Denn die Wälder in Deutschland leiden schon seit Jahren unter zu großer Trockenheit.

Doch die Dürre ist kein regionales Phänomen, sondern betrifft weite Teile Deutschlands:

Der Dürre-Monitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass dank reichhaltiger Regenfälle in Februar und Anfang März die oberen Schichten des Bodens noch relativ viel Feuchte aufzuweisen haben, wenn auch nicht überall in Bayern im gleichen Maße (mittlere Grafik).

Die tieferen Bodenschichten bis 1,80 Meter sind dagegen extrem extrem trocken (linke Grafik).

Normalerweise liefert das Winterhalbjahr genügend Feuchtigkeit, um die trockenen Sommer auszugleichen.

Doch auch im Winter fiel in den vergangenen Jahren zuwenig Niederschlag, um die beiden vergangenen Dürresommer auszugleichen.

Die Folge: Der momentane Zustand der Bäume ist derzeit schlechter als zum Höhepunkt des Waldsterbens im Jahr 1984, meinte Olaf Bandt, der Vorsitzende des Umweltverbands BUND, gegenüber tagesschau.

de.

Buchen muss man wohl in Zukunft suchen

Schädlinge haben ein leichtes Spiel

Die “neue Qualität” der Dürre

Das Problem geht sehr tief

Ein bisschen Regen reicht noch lange nicht

Auch die Winter nicht feucht genug

Waldumbau auf artenreiche Laubwälder

Durch den Klimawandel gibt es immer öfter überdurchschnittlich heiße Sommer mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen.

2018 und 2019 waren besonders starke Dürrejahre.

Davon ist in Bayern vor allem der Norden betroffen: In einigen Regionen Frankens gibt es schon seit 16 Jahren ein Niederschlagsdefizit, das den Grundwasserspiegel immer weiter absinken lässt, erklärte Leonhard Rosentritt, der Leiter des Wasserwirtschaftsamts in Bad Kissingen, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Während vielen trockenen Äckern schon mit ein paar ordentlichen Regengüssen geholfen wäre, geht die Dürre in den Wäldern buchstäblich viel tiefer: Anders als Gemüse sind Bäume keine Flachwurzler, sondern recken ihre Lebensadern tief in den Waldboden hinein.

Doch genau dort finden sie keine Feuchtigkeit mehr.

Das allerdings erfordert Geduld.

Denn bis ein neuer Wald ausgewachsen ist, vergeht ein halbes bis ganzes Jahrhundert.

Waldumbau ist ein langsames Geschehen – und muss deshalb umso nachhaltiger passieren.

Die anhaltende Trockenheit lässt die Wälder in Bayern leiden.

Anders als auf trockenen Äckern würde hier auch ein ausgiebiger Regenguss keine Linderung verschaffen: Die tiefen Bodenschichten können den Durst der Bäume nicht mehr löschen.

Das neue Waldsterben: Bäume dürsten schon seit Jahren

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