Der ewige Holzkirchner Kuhglockenstreit: Nächste Runde – Top News

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Denn wie am ersten Tag des nahezu schon legendären Holzkirchner Kuhglockenstreits scheint alles beim Alten, die Streitparteien unversöhnlich, die Gerichte gezwungenermaßen unermüdlich.

Doch der Streit könnte jetzt in die letzte Runde gehen.

An diesem Dienstag kommen zur Abwechslung die Richter zu den Kühen.

Das Oberlandesgericht hat einen Augenscheintermin vereinbart – oder besser gesagt einen Ohrenscheintermin.

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Vom Grundstück der Kläger aus mit Blick auf die benachbarte Kuhweide wollen sich die Juristen einen Eindruck davon verschaffen, wie laut denn nun die Kuhglocken bimmeln.

Und wie stark der Geruch und wie störend die Insekten sind.

Um die Lautstärke streitet die Besitzerin der Kühe nun schon seit fast fünf Jahren mit dem Ehepaar, das neben der Weide wohnt.

Die beiden stammen – anders als ein häufig geäußertes Vorurteil – aus dem Landkreis Holzkirchen und sind nach Erlkam gezogen, als noch keine Kühe neben ihrem Grundstück weideten.

Kurze Zeit nachdem die Gemeinde Holzkirchen der Bäuerin die Wiese für ihre Kühe verpachtete, begann der ewige Gerichtsstreit – das Paar klagte wegen schlafloser Nächte und Depression durch Glockengebimmel, wegen der Gerüche durch die Kühe auf der Weide, wegen ausgebrachter Gülle und Insekten.

Erst auf die Weide, dann in den Gerichtssaal: Die Richter des Oberlandesgerichts München müssen sich einen Höreindruck verschaffen, bevor sie im Gerichtssaal zu einer Entscheidung kommen.

Der Streit um Kuhglockengebimmel geht in die nächste Runde.

Fünf Jahre sind eine lange Zeit: Hochhäuser werden fertiggestellt, Bahnstrecken enstehen, Ausbildungen und Studien abgeschlossen.

Doch vor Gericht herrscht eine andere Zeitrechnung.

Denn im Streit um die Lautstärke von Glocken am Hals Holzkirchner Kühe sind fünf Jahre wie ein Tag.

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Das Ehepaar klagte übrigens getrennt: Während der Ehemann auch in der zweiten und letzten Instanz verlor, ist es für die Klage der Ehefrau heute der letzte Termin, egal wie es ausgeht.

Es sei denn, ihr Rechtsanwalt legt im Fall der Niederlage noch mal Beschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) ein.

Im Falle des Ehemanns war die Beschwerde beim BGH allerdings nicht erfolgreich.

Der Fall habe keine grundsätzliche Bedeutung, teilte das Gericht in Karlsruhe im Dezember mit.

Augen- und Ohrenscheintermin in Erlkam

Beginn der Gerichtsstreitereien vor fünf Jahren

Glocken überhaupt nötig?

Letzte Chance für das klagende Ehepaar

Ein Gerichtsvergleich, nachdem die Kühe im Abstand von 20 Metern weiden sollten, brachte keinen Durchbruch.

Den Eheleuten war das Gebimmel immer noch zu laut.

Der Anwalt des Ehepaars sagte, Messungen hätten am Schlafzimmerfenster einen Wert von 70 Dezibel ergeben.

Außerdem, so der Anwalt seien Glocken überflüssig, nachdem das Grundstück eingezäunt sei.

Die Tiere mit einer lautlosen elektronischen GPS-Glocke auszustatten, das überzeugte die Landwirtin nicht.

Sie seien wegen der hohen Investitionskosten keine Alternative zu den Glocken.

Erst auf die Weide, dann in den Gerichtssaal: Die Richter des Oberlandesgerichts München müssen sich einen Höreindruck verschaffen, bevor sie im Gerichtssaal zu einer Entscheidung kommen.

Der Streit um Kuhglockengebimmel geht in die nächste Runde.

Der ewige Holzkirchner Kuhglockenstreit: Nächste Runde

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