Die Helden des Alltags in der Coronakrise – Top Meldungen

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Homeoffice in der Corona-Zeit, das geht nicht in allen Berufen und Ehrenämtern. Report München hat Menschen begleitet, ohne die im Moment alles zusammenbrechen würde – die Helden der Corona-Krise.

Das Altenheim St. Klara in Altötting befindet sich wegen des Coronavirus seit Wochen im Ausnahmezustand. Die rund 100 Seniorinnen und Senioren verlassen nur noch selten ihre Zimmer, das Gebäude ist nahezu abgeriegelt. Besuche von Angehörigen sind verboten, die Kontakte auf das nötigste Minimum reduziert.

Auch für die Pflegerinnen und Pfleger ist diese neue Situation belastend. Sie übernehmen jetzt auch Aufgaben, die sonst die Angehörigen erledigen, etwa die verstärkte psychologische Betreuung. Außerdem müssen die Pflegekräfte auch im privaten Umfeld extrem vorsichtig sein, um das Virus nicht aus Versehen ins Heim zu schleppen. Denn der gegenwärtige Vorrat an Schutzausrüstung würde bei einem Ausbruch des Coronavirus im Haus nur wenige Tage reichen. Schutzmasken etwa seien auf dem freien Markt kaum noch verfügbar, sagt Heimleiter Sigl-Lehner. Auch die passenden Schutzanzüge, Schutzhauben und weitere Materialien seien derzeit knapp.

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In Altötting ist die Zahl der Corona-Infizierten in der vergangenen Woche rasant gestiegen. In anderen Orten, etwa in Würzburg, ist das Coronavirus schon in die ersten Altenheime gelangt. Georg Sigl-Lehner rechnet mit dem Schlimmsten.

Damit die Seniorinnen und Senioren im St. Klara aber nicht komplett abgeschottet werden, probiert der Heimleiter jetzt etwas Neues aus: virtuelle Besuche. Dafür hat er zwei iPads bestellt, über die die Bewohnerinnen und Bewohner per Videotelefonie aus ihren Zimmern Kontakt mit ihren Familien halten können. “Dadurch erhoffen wir uns eine große Entlastung”, sagt Sigl-Lehner.

Bei der Regensburger Tafel ist gerade so viel los wie noch nie. Die Ehrenamtlichen wissen gar nicht, wohin mit so vielen Lebensmitteln. Und das in einer Zeit, in der eine Tafel nach der anderen wegen des Virus schließt. Denn durch die vielen Hamsterkäufe bleibt kaum noch etwas für die Tafeln übrig. Außerdem ist das Personal oft älter und fällt in die Risikogruppe, sollte also zu Hause bleiben.

Auch in Regensburg stand die Tafel kurz vor dem Aus. Erst nach mehreren Aufrufen in der Lokalzeitung und über die sozialen Medien konnte sie vorerst gerettet werden. Jetzt bekommt die Tafel kistenweise Lebensmittelspenden von privaten Haushalten und Gastronomen, die schließen mussten. Zahlreiche junge Helferinnen und Helfer haben sich gemeldet, damit die älteren Ehrenamtlichen zuhause bleiben können.

Wie lange es allerdings so weitergehen wird, ist ungewiss. Denn sollte das Virus auch hier ausbrechen, ist Schluss. Bis dahin wollen sie aber weitermachen.

In der Speditionsbranche ist die Arbeitsbelastung gerade extrem hoch. Die Spedition Wittwer in Eschenlohe beschäftigt 180 LKW-Fahrer, die täglich in die Risikogebiete aufbrechen, um Lebensmittel zu transportieren.

Die Spedition Wittwer hat ihre Fahrer mit Handschuhen, Mundschutz und Desinfektionsmittel ausgestattet. Denn die Hygienestandards auf den Rasthöfen Europas seien derzeit untragbar:

Peter Buchwieser ist einer der Lkw-Fahrer und hat gerade eine Lieferung in der Nähe von Mailand geholt. Er sei momentan nur noch in der Kabine abgekapselt, erzählt er. Kontakt zu Kunden gebe es kaum noch, Papiere übergebe man über einen Schlitz, Essen müsse man sich selbst mitnehmen.

Über eine Sache freut er sich trotzdem. “Jetzt wird der Lkw-Fahrer hochgeschätzt, jetzt weiß die Bevölkerung, was sie an uns hat”, sagt er. Er hofft, dass das auch so bleibt, wenn sich der Alltag irgendwann wieder normalisiert.

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Virtuelle Besuche im Altenheim

Ehrenamtliche halten die Tafel am Leben

Versorgungssicherheit dank Lkw-Fahrern

Unterwegs mit mulmigem Gefühl

Die Helden des Alltags in der Coronakrise

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