Die NASA enthüllt, was das Mars-Erdbeben ‘Marsbeben’ aussieht, klingt und sich anfühlt wie[WATCH].

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Eine Gruppe von Wissenschaftlern zeigte in einer realistischen Simulation, wie Beben auf dem Mars, auch bekannt als Marsquakes, aussehen und sich anfühlen. Sie verglichen diese mit typischen seismischen Bewegungen auf der Erde sowie mit Beben auf dem Mond.

Die Beben auf dem Mars werden vom Seismic Experiment for Interior Structure (SEIS) aufgezeichnet. Dieses Seismometer wurde von der französischen Raumfahrtagentur Centre National d’Études Spatiales entwickelt und an Bord des InSight-Landers der NASA gebracht, berichtete die NASA.

Der Lander hat das SEIS Ende 2018 auf dem Mars eingesetzt. Mit den Daten des Seismometers für die Mission Marsquake Service konnten Wissenschaftler der Schweizerischen Wissenschafts- und Technologieuniversität ETH Zürich zeigen, wie seismische Aktivitäten auf dem Roten Planeten aussehen und wirken.

Um die Einzigartigkeit eines Marsbebens hervorzuheben, wurde es mit Erdbeben und Mondbeben verglichen. Nach Angaben der Wissenschaftler simulierten sie die seismischen Aktivitäten, indem sie die Erschütterungen um den Faktor 10 Millionen verstärkten, um sie deutlicher wahrnehmbar und voneinander zu unterscheiden.

Die Wissenschaftler begannen ihre Demonstration mit einem Erdbeben, das sich in Wellen spürbar verstärkte. Die Intensität der Mondbeben hingegen nahm allmählich zu, anstatt in Wellen zu kommen. Nach Ansicht der Wissenschaftler kann die seismische Aktivität auf dem Mond etwa 10 Minuten bis zu einer Stunde anhalten.

Was das Marsbeben betrifft, so ist seine Wirkung oder Bewegung sehr unterschiedlich zu den ersten beiden seismischen Aktivitäten, die im Video gezeigt werden. Anstatt den Simulationsraum zu erschüttern und zu vibrieren, schwankte er aufgrund des Marsbebens seitlich. Obwohl es leiser war als Erdbeben und Mondbeben, ließ das simulierte Erdbeben auf dem Mars den Raum dennoch heftig bewegen.

“Der Mars ist nicht so einfach, wie wir es uns erhofft hätten”, sagte John Clinton, Leiter des Marsquake Service, im Video. “Die Bodenbewegung ist nicht so, wie wir sie auf der Erde sehen. Es ist eine Art Halbwegshaus zwischen Erde und Mond.”

Am 16. April konnte das SEIS sein erstes Marsbeben aufzeichnen. Laut NASA war dies das erste Mal, dass das Seismometer Zittern aufnahm, das aus dem Inneren des fremden Planeten kam.

“Wir warten seit Monaten auf ein solches Signal”, sagte Philippe Lognonne, ein Mitglied des SEIS-Teams, in einer Erklärung. “Es ist so aufregend, endlich den Beweis zu haben, dass der Mars seismisch aktiv ist. Wir freuen uns darauf, detaillierte Ergebnisse mitzuteilen, sobald wir die Möglichkeit hatten, sie zu analysieren.”

Dieses farbechte Bild ist das Ergebnis der ersten Beobachtung eines von der NASA Mars Exploration Rover Opportunity autonom ausgewählten Ziels unter Verwendung einer neu entwickelten und hochgeladenen Software namens Autonomous Exploration for Gathering Increased Science, kurz AEGIS. Foto: NASA/JPL-Caltech

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