“Dr. Google” liegt bei Krankheiten fast immer daneben – Top News

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Die Studie analysierte die Dateneingabe von 36 Online-Ratgebern weltweit, die sowohl mobil per App oder auch auf einer Webseite zu nutzen sind.

Nur in 36 Prozent der Fälle, also bei rund einem Drittel der Anfragen, lieferte die Suchmaschine als ersten Treffer ein richtiges Ergebnis.

In 52 Prozent der Fälle war unter den ersten drei Treffern ein richtiges Ergebnis.

Schnell ein paar Krankheitssymptome in die Suchmaschine eingeben und heraus kommt eine schnelle und sichere Diagnose.

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Doch die Antwort von “Dr.

Google”, liegt in den meisten Fällen daneben.

Das hat eine australische Studie jetzt bestätigt.

Die neue Studie der Edith Cowan University ECU, die am 17.

Mai 2020 im Medical Journal of Australia erschien, stellt fest, dass Menschen, die im Internet nach bestimmten Krankheitssymptomen und einem passenden medizinischen Rat suchen, nur in einem Drittel der Fälle die richtige Antwort erhalten.

70.

000 Suchanfragen pro Minute – so häufig wird Schätzungen zufolge das Internet nach gesundheitsbezogenen Anfragen aufgerufen.

Und rund 40 Prozent der Australier bemühen die Suchmaschine nach Informationen, um sich selbst behandeln zu können.

Ersetzt die Internetrecherche den Arztbesuch?

Webseiten als Ergänzung zur ärztlichen Diagnose sinnvoll

Das klingt zunächst gar nicht schlecht, wenn in rund der Hälfte der Fälle eine richtige Diagnose geliefert wird.

Denn die Untersuchung ergab auch, dass die Ratschläge, wann und wo medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden soll, in 49 Prozent der Fälle zutreffend war.

Es gehöre ein gewisses Hintergrundwissen dazu, um die erhaltenen Ratschläge einzuordnen oder auch um einschätzen zu können, ob der Gesundheitszustand eines Menschen so ernst ist, dass besser ein Arzt aufgesucht wird.

Schnell ein paar Krankheitssymptome in die Suchmaschine eingeben und heraus kommt eine schnelle und sichere Diagnose.

Doch die Antwort von “Dr.

Google”, liegt in den meisten Fällen daneben.

Das hat eine australische Studie jetzt bestätigt.

Hauptautorin und ECU-Masterstudentin Michella Hill warnt allerdings eindringlich davor, sich auf diese technischen Tools alleine zu verlassen, denn “meistens seien sie im besten Fall unzuverlässig und im schlimmsten Fall sogar gefährlich”.

Dennoch sieht Michella Hill die Berechtigung dieser medizinischen Webseiten in einem modernen Gesundheitssystem durchaus.

Allerdings anders, als es die meisten Internetnutzer vermutlich tun.

Zunächst bräuchte es die zuverlässige Diagnose beim Arzt und dann könne man sich notwendige Infos aus dem Netz als Ergänzung holen, resümiert Hill.

Die Untersuchung der ECU ergab, dass die Online-Ratgeber bei der Frage, ob und wie schnell medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden soll, bessere Ergebnisse lieferten, als bei den Diagnosen, die sie stellten.

Bei Notfällen stimmte der Rat, medizinische Hilfe zu holen in 60 Prozent der Fälle, bei Nicht-Notfällen war die Antwort nur noch in 30 bis 40 Prozent der Fälle hilfreich.

So kann es passieren, dass Menschen die Notaufnahme aufsuchten, obwohl sie das eigentlich nicht müssten.

“Dr.

Google” liegt bei Krankheiten fast immer daneben

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