Drosten bleibt bei Aussagen zu Ansteckungsgefahr durch Kinder – Top News

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Ein erster Entwurf der Untersuchung war Ende April veröffentlicht worden und hatte Kritik und teils heftige Auseinandersetzungen nach sich gezogen.

Die Kernaussage war bereits damals: Kinder tragen eine ebenso hohe Viruslast wie Erwachsene – und sind mithin vermutlich genauso ansteckend.

Eine Studie des Virologen Christian Drosten zur Weitergabe des Coronavirus durch Kinder sorgte im April für Kontroversen.

Nun hat Drosten eine neue Fassung vorgelegt – und bleibt dabei, dass die Viruslast von Kindern für eine Ansteckung ausreiche.

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In der überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern hält das Forscherteam um Christian Drosten an seiner grundlegenden Aussage fest: Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene, heißt es in der aktualisierten Version.

Sie ist noch nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen, sondern wurde als sogenannter Preprint veröffentlicht.

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Die Forscher hatten aufgrund dieser Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland gewarnt.

Kritik gab es jedoch vor allem an der statistischen Auswertung der Daten.

Die angewandten Methoden seien nicht geeignet, erklärten einige Wissenschaftler.

Allerdings hatten die Kritiker sich von der entsprechenden Berichterstattung in der “Bild”-Zeitung später distanziert und betont, dass solche Diskussionen in der Wissenschaft normal seien und Kritik an der Methode nicht zwangsläufig das Ergebnis infrage stelle.

Wissenschaftliche Kontroverse ausgelöst

Ansteckende Viruslast bei vielen Grundschülern

Kritiker äußern sich anerkennend

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Eine Studie des Virologen Christian Drosten zur Weitergabe des Coronavirus durch Kinder sorgte im April für Kontroversen.

Nun hat Drosten eine neue Fassung vorgelegt – und bleibt dabei, dass die Viruslast von Kindern für eine Ansteckung ausreiche.

“Wir schlussfolgern, dass ein erheblicher Anteil infizierter Personen aller Altersgruppen – auch unter denen mit keinen oder milden Symptomen – eine Viruslast trägt, die wahrscheinlich Infektiosität bedeutet”, schreiben die Forscher um Drosten.

Zu einer Öffnung von Kitas und Schulen heißt es: “Die uneingeschränkte Öffnung dieser Einrichtungen sollte sorgfältig mit Hilfe von vorbeugenden diagnostischen Tests überwacht werden.

Drosten räumte damals ein, die statistischen Methoden seien eher grob gewesen, hielt aber an der Aussage der Studie fest.

In der jetzt vorgestellten Überarbeitung werteten die Wissenschaftler die Daten von insgesamt 3.

303 Sars-CoV-2-Infizierten aus.

Sie fanden demnach bei 29 Prozent der Grundschulkinder (0 bis 6 Jahre), bei 37 Prozent der Kinder zwischen 0 und 19 Jahren sowie bei 51 Prozent der über 20-Jährigen eine Virusmenge, die für eine Ansteckung wahrscheinlich ausreichend ist.

Der Statistiker Dominik Liebl von der Uni Bonn, der sich ebenfalls mit der ersten Version der Drosten-Studie auseinandergesetzt hatte, schrieb, der methodische Teil der statistischen Analyse in der neuen Version sei aus seiner Sicht deutlich verbessert worden.

Auch die neue Version des Preprints werde nun “sicherlich weiterhin in der Wissenschaft diskutiert werden, und dies ist auch gut so”.

Christoph Rothe, Statistiker von der Universität Mannheim, erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nach einer ersten Durchsicht der überarbeiteten Ergebnisse, in der neuen Version der Studie würden die Kommentare, die es zur statistischen Analyse der ersten Fassung gab, “überzeugend eingearbeitet”.

Rothe gehörte zu den Forschern, die die statistischen Methoden in der ursprünglichen Analyse kritisiert hatten.

Drosten bleibt bei Aussagen zu Ansteckungsgefahr durch Kinder

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