Ein Jahr nach der Ibiza-Affäre in Österreich – Top News

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Als am Freitag, den 17.

Mai 2019, um 18.

00 Uhr “Süddeutsche Zeitung” und “Spiegel” das Video mit Heinz-Christian Strache, Johannes Gudenus und einer angeblichen russischen Oligarchentochter in Auszügen veröffentlichen, geht es in Österreichs Politik – zack, zack, zack.

Strache, FPÖ-Chef und Vizekanzler, tritt am nächsten Tag zurück:

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Vor einem Jahr wurde das Ibiza-Video veröffentlicht.

Es brachte die Koalition aus ÖVP und FPÖ zum Platzen, der Hauptbetroffene, Viizekanzler Heinz-Christian Strache von der FPÖ verschwand in der politischen Versenkung – ist nun aber wieder da.

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Kanzler Kurz kündigt am selben Tag noch die Koalition mit den Rechtspopulisten auf, und es bleibt am Samstagabend, dem 18.

Mai, Bundespräsident Alexander van der Bellen überlassen, einer erschütterten Öffentlichkeit zu versichern: “So sind wir nicht.

So ist Österreich einfach nicht.

Van der Bellen: “So sind wir nicht”

Überraschung für Übergangskanzlerin

Neuordnung der politischen Landschaft

Strache jetzt mit eigener Partei

Vor einem Jahr wurde das Ibiza-Video veröffentlicht.

Es brachte die Koalition aus ÖVP und FPÖ zum Platzen, der Hauptbetroffene, Viizekanzler Heinz-Christian Strache von der FPÖ verschwand in der politischen Versenkung – ist nun aber wieder da.

Die Minderheitsregierung von Sebastian Kurz überlebt nur wenige Tage, bevor ihr – erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik – das Parlament mit den Stimmen von FPÖ und Sozialdemokraten das Misstrauen ausspricht.

Übergangskanzlerin wird die Ex-Chefin des Verfassungsgerichtshofes, Brigitte Bierlein, die nur wenige Stunden Zeit hatte, über die Offerte von Bundespräsident van der Bellen nachzudenken: “Das ist jetzt für Sie sicher überraschend.

Für mich ist es das auch.

” Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein ist bis Anfang Januar im Amt, und macht in ihrer halbjährigen Amtszeit eine ausgesprochen gute Figur.

Noch im Oktober letzten Jahres versichert Strache, sich nur noch um seine Familie und die private Existenz kümmern zu wollen und “dass ich mit dem heutigen Tag auch jegliche politische Aktivität einstelle und auch kein Amt und keine politische Funktion mehr anstrebe”.

Wochenlang ziehen sich die Bemühungen der FPÖ-Erbengemeinschaft um den neuen Parteichef Norbert Hofer, Strache aus der FPÖ zu werfen.

Ex-Innenminister Herbert Kickl verliert zwischenzeitlich die Geduld: “Das Wort heißt Ausschluss und das besteht aus zwei Worten.

Das eine ist aus und das andere ist Schluss.

Die vorgezogenen Parlamentswahlen Ende September gewinnen Sebastian Kurz und die Grünen.

Der Ex-Koalitionspartner FPÖ verliert krachend, nicht zuletzt, weil vor den Wahlen bekannt wurde, dass Strache seinen aufwendigen Lebensstil üppig von der eigenen Partei hatte bezuschussen lassen.

Für den österreichischen Politikexperten Thomas Hofer gibt es da keine Frage: Das Ibiza-Video hat ein politisches Erdbeben ausgelöst:

Österreichs innenpolitische Landschaft hat sich drastisch verändert – die Volkspartei von Sebastian Kurz profitiert vom Corona-Krisen-Management des Kanzlers und liegt deutlich über 40 Prozent in den Umfragen, die Grünen haben in den vergangenen zwei Monaten gezeigt, dass sie ein solider, sehr verlässlicher Koalitionspartner sind – und die FPÖ?

Ein Jahr nach der Ibiza-Affäre in Österreich

So gründete Ex-FPÖ-Chef Jörg Haider 2005 seine eigene Partei, das “Bündnis Zukunft Österreich”.

Ex-FPÖ-Chef Strache macht 15 Jahre später das Gleiche: Er will mit seinem “Team Heinz-Christian Strache” bei den Wiener Landtagswahlen im Oktober ein Comeback nach dem Ibiza-Desaster versuchen.

Die Freiheitlichen seien immer noch damit beschäftigt, ihre Wunden zu lecken, sagt Politikexperte Thomas Hofer: “Nicht zuletzt ist es auch dazu gekommen, dass die Freiheitliche Partei wieder eine Abspaltung zu verdauen hat, in dem Fall eben wieder einmal ein ehemaliger Parteichef.

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