Ein starkes Zeichen: Die Auferstehung der Arbeiterbewegung – Top News

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Der Historiker Friedbert Mühldorfer von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes sagt: “Natürlich stand das Gedenken an die Mithäftlinge, die nicht überlebt haben, im Vordergrund.

Aber dann natürlich auch sehr schnell die die Frage, was denn jetzt zu tun wäre, in dieser neuen Zeit.

“Klar sei nur gewesen: Nach diesem Terrorregime müsse alles getan werden, damit die Völker friedlich zusammenleben.

Und dass Nationalismus in allen Ländern, und besonders in Deutschland, ausgemerzt werden müsse.

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Am 1.

Mai 1945 gab es nach zwölf Jahren Nazi-Diktatur erstmals wieder Kundgebungen der Arbeiterbewegung: einer der ersten Schritte zur Neugründung von Arbeiterbewegung und Gewerkschaften.

Die Arbeiterbewegung trat ausgerechnet dort zum ersten Mal wieder öffentlich in Erscheinung, wohin sie von den Nationalsozialisten zwölf Jahre zuvor verfrachtet worden war: in den Zuchthäusern und Konzentrationslagern.

Etwa im KZ Dachau, das die Nazis im März 1933 eingerichtet hatten, um ihre politischen Gegner, um Kommunisten, Sozialisten und Gewerkschafter zu inhaftieren und zu ermorden.

Am 29.

April 1945 wurde Dachau von der US-Armee befreit – schon zwei Tage später feierten diejenigen Überlebenden, die kräftig genug waren, den 1.

Mai als Tag der Befreiung, der Freundschaft und Verbrüderung – mit Fahnenabordnungen und Reden.

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Der Münchner Kommunist und Gewerkschafter Hugo Jakusch hat diese Kapitulation der Arbeiterbewegung damals hautnah miterleben müssen.

1988 erzählte er davon in einem Interview mit den Filmemacherinnen Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund.

Zwölf Jahre zuvor hatten die Gewerkschaften im Kampf gegen den Faschismus jämmerlich versagt.

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund ADGB, damals immerhin der größte Gewerkschaftsdachverband der Welt, hatte sich nach Hitlers Machtübernahme zuerst den Nationalsozialisten angebiedert und dann kampflos ergeben.

Die Parole der befreiten Häftlinge: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg

Die Gewerkschaften und die Nazis: kampflos ergeben

Ludwig Koch: Nach sieben Jahren Haft sofort wieder aktiver Gewerkschafter

Die Hoffnung: Deutschland wird neu strukturiert – und die Macht der Arbeiter wächst

Die Gewerkschaften spielen eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau

Am 1.

Mai 1945 gab es nach zwölf Jahren Nazi-Diktatur erstmals wieder Kundgebungen der Arbeiterbewegung: einer der ersten Schritte zur Neugründung von Arbeiterbewegung und Gewerkschaften.

Mit einem Feuerwehrschlauch hätten sie von oben aus dem Fenster auf die SA-Männer gespritzt.

So auch der spätere Münchner DGB-Chef Ludwig Koch.

Als Mitglied des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes leistet er im Untergrund Widerstand gegen die deutschen Faschisten.

1938 wird er verhaftet und ins Zuchthaus gesperrt.

Nach fast sieben Jahren in den Kerkern des Nazi-Regimes erlebt er Mitte April 1945 die Befreiung in einem Arbeitslager in Bayreuth.

Am nächsten Tag wird auch Hugo Jakusch verhaftet und wenige Tage später als einer der ersten Häftlinge ins KZ Dachau gebracht – viele Vertreter der Arbeiterbewegung erleiden das gleiche Schicksal.

Trotz der Abmagerung und dieses Zustandes habe er sofort den Gedanken gehabt, weiterzumachen, am Aufbau mitzuhelfen.

Ein starkes Zeichen: Die Auferstehung der Arbeiterbewegung

Die Hoffnung auf ein neues, besseres Deutschland ist groß damals im Frühjahr 1945, sagt der Historiker Ludwig Eiber.

Im KZ Dachau habe es 1.

Mai-Feiern gegeben und auch von befreiten Häftlingsgruppen, zum Beispiel in Wolfratshausen.

Viele dieser Forderungen werden bekanntlich nicht oder nur im Ansatz verwirklicht.

Dennoch spielen die wieder gegründeten Gewerkschaften eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wiederaufbau.

Und schon bald können sie wieder Zehntausende mobilisieren.

Davon können Gewerkschaften heutzutage nur träumen – nicht nur in Corona-Zeiten.

Sie gingen davon aus, dass gerade die Schlüsselindustrien, die sehr eng mit den Nationalsozialisten zusammengearbeitet hatten, weitgehend verstaatlicht werden würden und dass die Arbeiterschaft und ihre Vertreter, die Gewerkschaften, viel mächtiger werden würden.

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