#fragTEKK.TV💡 Corona und das Problem mit den Zahlen – Top News

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Trotzdem brauchen Ärzte, Politiker, Unternehmer und nicht zuletzt wir alle Indikatoren und Größen, mit denen sich das Infektionsgeschehen einschätzen lässt, um Aussagen über die weitere Entwicklung der Seuche machen zu können.

Vor allem, was die Auslastung des Gesundheitswesens angeht, aber auch, wenn es wie jetzt um Lockerungen der verhängten Kontaktbeschränkungen geht.

Infektionszahl, Verdoppelung, Reproduktionszahl, R-Wert.

Corona und das Problem mit den Zahlen.

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Was genau bedeuten die ganzen Zahlen? Was sagen sie aus?

Fest steht: In dieser Pandemie sind alle Zahlen mit Vorsicht zu genießen: Die Dunkelziffer wird überall auf der Welt als hoch eingeschätzt, von Land zu Land gibt es unterschiedliche Test- und Meldeverfahren, die immer wieder geändert wurden – und so ist die Datenlage zur Zahl der aktuell Infizierten oder zur Sterblichkeitsrate eher dünn.

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Zu Beginn der Epidemie ließen sich Trends am ehesten an der so genannten Verdopplungszeit ablesen.

Sie sagt aus, wie viele Tage es dauert, bis sich die Zahl der nachweislich Infizierten verdoppelt hat.

Je höher die Zahl, desto besser.

Doch die Berechnung der Verdopplungszeit basiert darauf, dass die Zahl der bekannten Infektionen exponentiell wächst.

Seit sie das – zum Glück – nicht mehr tut, hat die Verdopplungszeit auch ihre Aussagekraft zunehmend verloren.

Unterschiedliche Größen für unterschiedliche Infektionsphasen

Frühe Phase: Die Verdopplungszeit

Der R-Wert, seine Berechnung und Interpretation

Alle Zahlen und Werte sind ein Blick in die Vergangenheit

Infektionszahl, Verdoppelung, Reproduktionszahl, R-Wert.

Corona und das Problem mit den Zahlen.

Was genau bedeuten die ganzen Zahlen? Was sagen sie aus?

Egal ob gemeldete Fälle, Verdopplungszeit oder Reproduktionswert – für alle Corona-Zahlen gilt: Sie sind immer mit dem Makel des Zeitverzugs behaftet und zeigen einen Zustand aus der Vergangenheit: denn zwischen Ansteckung und Zählung liegen oft bis zu zwei Wochen.

An ihrer Stelle ist überwiegend die so genannte Reproduktionsrate oder Reproduktionszahl getreten: Sie sagt aus, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Je niedriger der Wert, desto besser.

Liegt R bei über 1, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen anderen Menschen an, so erhöht sich die Zahl der Neuinfektionen.

Liegt die Rate unter 1, steckt ein Infizierter im Mittel weniger als einen anderen Menschen an – und die Epidemie läuft nach und nach aus.

Klingt einleuchtend, wäre die Berechnung von R nicht so komplex und die Ziffer nicht ein Ergebnis von Modellierungen: Wissenschaftler können verschiedene Modelle wählen und müssen Parameter schätzen – und so kommen bei verschiedenen Methoden auch verschiedene Ergebnisse heraus.

So berechnet etwa Bayern den R-Wert anders als etwa das Robert Koch-Institut.

Dieses hat inzwischen seinen R-Wert auch noch um einen weiteren Wert ergänzt: das so genannte 7-Tages-R, das sich auf einen längeren Zeitraum bezieht und damit weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt.

Fachleute warnen daher vor zu viel Interpretation der absoluten Werte, allenfalls lasse sich ein Trend daraus ablesen.

Und auch das Robert Koch-Institut betont immer wieder, R sei eine wichtige Größe, aber bei weitem nicht die einzige.

Mindestens ebenso wichtig sei die Zahl der bekannten Neuinfektionen.

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