#fragTEKK.TVđź’ˇ Wie fĂĽhrt man eine Gästeliste in Corona-Zeiten? – Top News

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In der Praxis wird das oft so gelöst: Eine ausgedruckte Tabelle liegt oder hängt am Eingang des Lokals.

Da trägt sich aus jeder Gruppe, die ins Lokal kommt, eine(r) ein, und zwar mit Namen, Telefonnummer oder Mailadresse, Ankunftszeit und voraussichtlicher Dauer des Aufenthalts.

Offen ausliegende Listen am Empfang, Formulare zum Ausfüllen am Tisch oder online im Browser des Smartphones: Die Gaststätten erproben gerade verschiedene Techniken, um zu erfassen, wer wann zu Besuch war.

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Eine Gästeliste zu führen, ist in Bayerns Gaststätten keine Pflicht, wird aber von der Staatsregierung im Hygienekonzept für die Gastronomie empfohlen.

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Das Problem dabei: Offen ausliegende Listen können von allen eingesehen werden.

Das widerspricht dem Datenschutz, zu dem das Hygienekonzept ebenfalls ermahnt:

Die Gästeliste darf nicht offen herumliegen

Wirt: “Das neue Formular ist absurd!”

Zulauf fĂĽr QR-Code-Systeme

Offen ausliegende Listen am Empfang, Formulare zum Ausfüllen am Tisch oder online im Browser des Smartphones: Die Gaststätten erproben gerade verschiedene Techniken, um zu erfassen, wer wann zu Besuch war.

Deshalb bekommt in manchen Gaststätten jede Besuchergruppe einen eigenen Zettel.

Der muss vor Ort ausgefĂĽllt und abgegeben oder eingeworfen werden.

Wo Stifte und Schreibunterlagen zum Einsatz kommen, müssen diese Gegenstände nach dem Gebrauch desinfiziert werden.

Auch das Landesamt fĂĽr Datenschutzaufsicht teilt dem BR auf Anfrage mit:

Deshalb hat das Landesamt für Datenschutzaufsicht ein zweiseitiges Formular entworfen und über den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern den Wirten zugeleitet.

Das hat Entrüstung ausgelöst.

Ein wichtiger Punkt: Wenn Daten erhoben werden, muss auch darüber aufgeklärt werden, was mit diesen Daten geschieht und wer im konkreten Fall für ihren Schutz zuständig ist.

#frag💡 Wie führt man eine Gästeliste in Corona-Zeiten?

Die Zettelwirtschaft ist aufwendig, und manche Wirte empfinden sie als Zumutung gegenĂĽber ihren Kunden.

Immer mehr Betriebe ziehen deshalb eine elektronische Lösung vor: Der Gast scannt am Eingang des Lokals oder an seinem Tisch einen QR-Code und checkt online ein – via Smartphone.

Der Vorteil: Niemand liest bei der Dateneingabe mit, der Gast braucht keinen Stift, und das Programm merkt sich die eingegebenen Kundendaten gleich für den nächsten Restaurantbesuch.

Auch die Datenschutz-Informationen kann jede(r) in seinem Handy nachlesen.

Die Anbieter versichern, die eingegebenen Daten würden nicht zu Werbezwecken verkauft, obwohl das Programm für Gastwirte und Gäste kostenlos ist.

Damit es sich für die Programmierer lohnt, sollen später Bezahlfunktionen dazukommen: zum Beispiel eine Online-Speisekarte und die Möglichkeit, elektronisch zu bestellen.

Ein Start-up aus Nordrhein-Westfalen, das das Gästeerfassungssystem “GastroIdent” entwickelt hat, freut sich, dass deutschlandweit schon 350 Lokale und 40.

000 Gäste mitmachen, zum Beispiel die Biergärten “Chinesischer Turm” und “Aumeister” in MĂĽnchen.

Weitere Anbieter einer Online-Gästeerfassung sind digi Menu (29 Euro monatlich für die Wirte mit digitaler Speisekarte) und Gastroda (der Preis für die Wirte hängt hier von der Zahl der Tische ab).

Für alle gilt übrigens die Regelung, dass die erhobenen Kundendaten zu schützen sind und nach einem Monat wieder gelöscht werden müssen.

Für die Besucher einer Gaststätte ist die Registrierung kostenfrei.

Auch die Anbieter der Plattform “2FDZ” freuen sich ĂĽber ein dynamisches Wachstum.

Die Zahl der teilnehmenden Kunden liege drei Wochen nach dem Start schon im fĂĽnfstelligen Bereich.

2FDZ verlangt von den Wirten eine LizenzgebĂĽhr von elf Euro brutto monatlich; dafĂĽr spare sich der Wirt Papier, Aktenordner, Locher und Arbeitszeit, sagt Roland Delion von Aktiv-Online e.

K.

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