Friedensforscher: Weltweit starker Anstieg der Rüstungsausgaben – Top News

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Das war nach Angaben der Stockholmer Friedensforscher die größte Steigerung der vergangenen zehn Jahre, so SIPRI-Experte Pieter Wezeman: “Seit 2010 sehen wir eine deutliche Entwicklung, was die globalen Militärausgaben angeht.

Zunächst sanken sie ein wenig, stiegen dann aber wieder an und 2019 lagen sie etwa sieben Prozent über dem Niveau von 2010.

Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass die Militärausgaben erst einmal auf diesem Niveau bleiben – als Folge der aktuellen massiven Wirtschaftskrise.

” Also Stagnation, allerdings auf sehr hohem Niveau.

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Die Militärausgaben sind weltweit deutlich gestiegen: Insgesamt gaben die Staaten 2019 laut SIPRI-Friedensforschern dafür rund 1,92 Billionen Dollar aus – der höchste Zuwachs seit zehn Jahren.

1,917 Milliarden US-Dollar – das entspricht etwa 1,771 Milliarden Euro oder 2,2 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung – wurden laut SIPRI im vergangenen Jahr weltweit für die Rüstung ausgegeben.

Das sind 3,6 Prozent mehr als 2018.

Als Hauptgrund für diese Steigerung nennt Wezeman das Gefühl der Rückkehr zum militärischen Wettstreit der Großmächte.

Wobei das nicht länger nur die USA und Russland sind, sondern noch davor, jedenfalls nach Rüstungsausgaben, China und Indien.

China lag mit einem Plus von 5,1 Prozent im Vergleich zu 2018 und 261 Milliarden Dollar vor Indien auf dem zweiten Platz.

In Zahlen sieht das laut SIPRI so aus: Die USA gaben im vergangenen Jahr noch einmal 5,3 Prozent mehr Geld für Rüstung aus.

Unterm Strich waren es 732 Milliarden Dollar.

Diese Summe entspricht genau 38 Prozent, also mehr als einem Drittel aller weltweiten Rüstungsausgaben.

“USA ragen weiter heraus”

Deutschland auf Platz sieben

Dabei geht die Schere zwischen Staaten mit extrem hohen und weniger hohen Rüstungsausgaben nach wie vor weit auseinander.

“Die USA ragen wie immer besonders heraus, da sie mit Abstand die höchsten Militärausgaben in der Welt haben.

Aber wir sehen auch, dass jetzt Länder in Asien, China und Indien nicht nur unter den Top Fünf, sondern unter den Top Drei sind.

Sie betrachten sich als regionale Rivalen.

Mit einer Gesamt-Investitionssumme von 49,3 Milliarden Dollar, also umgerechnet 45,6 Milliarden Euro, sieht SIPRI Deutschland nach dem neunten nun auf dem siebten Platz in der Liste der weltweit größten Rüstungskäufer.

“In Deutschland sehen wir, dass die steigenden Militärausgaben direkt mit der Wahrnehmung verbunden sind, in der die Verteidigung des deutschen Territoriums sowie der NATO-Verbündeten wieder im Mittelpunkt steht, wobei Russland als Hauptbedrohung gesehen wird.

Die Militärausgaben sind weltweit deutlich gestiegen: Insgesamt gaben die Staaten 2019 laut SIPRI-Friedensforschern dafür rund 1,92 Billionen Dollar aus – der höchste Zuwachs seit zehn Jahren.

Indien erhöhte seine Militärausgaben um 6,8 Prozent auf 71,1 Milliarden Dollar.

Russland lag laut SIPRI auf dem vierten Platz, mit einem Plus von 4,5 Prozent und gut 65 Milliarden Dollar.

Deutschland gab 2019 sogar zehn Prozent mehr Geld für Rüstung aus und liegt damit, was die Steigerungsrate angeht, an der Weltspitze, so Wezeman.

Besonders auffällig dabei ist Saudi-Arabien, das 2019 trotz seines militärischen Engagements im Jemen und trotz der Spannungen mit dem Iran 16 Prozent weniger Geld für Rüstung ausgab, aber immer noch mit 61,9 Milliarden Dollar auf dem fünften Platz in der Liste der größten Waffenkäufer liegt.

Während die Rüstungsausgaben in Afrika zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder stiegen, um 1,5 Prozent auf geschätzt etwa 41 Milliarden Dollar, registrierten die Stockholmer Friedensforscher im konfliktreichen Nahen Osten einen Rückgang.

In elf Staaten der Region sanken die Militärausgaben danach durchschnittlich um 7,5 Prozent auf zusammen 147 Milliarden Dollar.

Friedensforscher: Weltweit starker Anstieg der Rüstungsausgaben

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