Friseur, Wirtshaus, Zahnarzt: Wo Corona-Hygiene extra kostet – Top News

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Im Internet kursieren sogar Friseurrechnungen mit 20 Euro Corona-Zuschlag.

Das waren in einem Fall rund 40 Prozent des Gesamtpreises.

Das finden etliche Kunden zu hoch.

Von Hygiene-Aufschlägen oder Corona-Pauschalen ist derzeit in sozialen Netzwerken die Rede.

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Ob im Biergarten, beim Friseur oder beim Arzt: Es mehren sich Anzeichen, dass hierdurch zum Teil die gestiegenen Kosten wieder hereingeholt werden sollen.

Auf der Homepage eines Friseurs im württembergischen Tettnang steht es weiß auf rot: Zehn Euro Corona-Zuschlag pro Haarschnitt.

Er wirbt um Verständnis: Der Aufwand für Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wie auch der Zeitaufwand pro Kunde sei erheblich gestiegen.

Deshalb würden ihn diese zusätzlichen Kosten zwingen, vorübergehend eine Hygiene-Pauschale zu berechnen.

In Ismaning bei München hat Tom Schweiger sein Friseurgeschäft.

Auch er berechnet einen Corona-Zuschlag bis maximal 3 Euro – je nach Aufwand.

Verbraucherschützer sehen noch keinen Wucher

Wirtshäuser: Corona-Pauschale oder teureres Schnitzel?

Zahnärzte haben Zuschlag bereits ausgehandelt

Beschwerden bei der Verbraucherzentrale in Bayern gibt es bisher noch nicht.

Sprecherin Tatjana Halm sieht in Corona-Zuschlägen auch von 20 Euro noch keinen Wucher.

Der beginne frühestens beim Doppelten des üblichen Marktpreises.

Auf den Zuschlag sollte aber vor dem Haareschneiden hingewiesen werden – auch wenn der Friseur dazu laut Halm nicht verpflichtet ist.

Von Hygiene-Aufschlägen oder Corona-Pauschalen ist derzeit in sozialen Netzwerken die Rede.

Ob im Biergarten, beim Friseur oder beim Arzt: Es mehren sich Anzeichen, dass hierdurch zum Teil die gestiegenen Kosten wieder hereingeholt werden sollen.

Auch in den ersten Wirtshäusern gibt es offenbar einen Corona-Hygiene-Aufschlag: 2,50 Euro pro Person steht da auf einer Rechnung, die im Netz kursiert.

Das erinnert an den Preis für ein Gedeck, wie es in südeuropäischen Ländern zum Teil noch üblich ist.

Seine Kundinnen und Kunden finden die moderate Erhöhung in diesen Zeiten okay.

Bei Zahnärzten indes sind Corona-Zuschläge schon flächendeckend eingeführt worden – und zwar für Privatpatienten.

Deren Kassen übernehmen in der Regel die Gebühr von 14,23 Euro pro Arztbesuch.

Die Verbände hatten diese zuvor ausgehandelt.

Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern hat in ihrem Gebiet noch keine Zuschläge dieser Art festgestellt.

Ein Sprecher rechnet wegen der Corona-Auflagen eher damit, dass Schnitzel und Bier direkt teurer werden.

Für Patienten gesetzlicher Kassen gilt das aber nicht.

Trotzdem kursiert in den sozialen Netzwerken der Aushang einer anonymisierten Zahnarztpraxis, die sich mit dem Corona-Zuschlag an alle Patienten wendet – auch an die, die ihn aus eigener Tasche bezahlen müssten.

Dem erteilt der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns, Christian Berger, eine klare Absage:

Friseur, Wirtshaus, Zahnarzt: Wo Corona-Hygiene extra kostet

Die Zahnärzte verhandeln aber derzeit in Berlin auch mit den gesetzlichen Krankenkassen über einen Corona-Zuschlag.

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