Gästelisten bei Restaurantbesuchen: Gemischte Reaktionen – Top News

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Persönliche Daten an einen Gastronomen weitergeben: Die Gäste hier im Wirtshaus nehmen die neuen Regeln gemischt auf.

Die Einen vertrauen dem System und haben keine datenschutzrechtlichen Bedenken, die Anderen sind skeptischer und beklagen die mangelnde Aufklärung, was mit den erhobenen Daten tatsächlich geschieht.

Bayerische Gastronomen sind verpflichtet, Adressen und Kontaktdaten ihrer Gäste vier Wochen aufzubewahren.

Der Umgang mit der neuen Vorschrift fällt unterschiedlich aus – in den Betrieben und bei den Gästen.

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Bedienung Pauline begleitet eine Familie zu einem Tisch im Biergarten eines Wirtshauses auf dem Münchner Viktualienmarkt.

Sie gibt den Gästen einen bedruckten Zettel – jeder Hausstand muss darauf einen Namen sowie Uhrzeit und Telefonnummer eintragen.

So lautet die aktuelle Vorschrift – das Ziel: Mögliche Infektionsketten und Kontaktpersonen schnell nachverfolgen und lokalisieren, falls ein Corona-Fall bekannt wird.

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Im Pschorr werden die Zettel pro Tag gesammelt – fein säuberlich liegen sie stapelweise mit einer Datums-Banderole versehen auf dem Schreibtisch im Büro.

Wochenweise werden sie dann weggesperrt, erklärt der Wirt Jürgen Lochbihler.

“Wir haben uns für die klassische Zettelwirtschaft entschieden, denn hier haben wir die Hoheit über die Daten – hier kommen nur Führungsmitarbeiter ins Büro.

” Man habe die Auflage, die Meldezettel vier Wochen zu behalten.

Auflage: Kontaktdaten vier Wochen lang speichern

Datenschutzamt: “Jeder Beschwerde wird nachgegangen”

Auch Online-Registrierung per App möglich

“Jede Beschwerde, die wir bekommen, nehmen wir zum Anlass, um den konkreten Gastonomen der konkreten Gaststätte anzuschreiben und auf die Anforderungen hinzuweisen”, so Filip.

Falls es hartnäckige Verstöße geben sollte, falls man bemerke, dass gewisse Betriebe wiederholt gegen Auflagen verstoßen, dann müsse man sich über nächste Maßnahmen unterhalten.

Konkrete Beschlüsse gebe es aber noch nicht.

Bayerische Gastronomen sind verpflichtet, Adressen und Kontaktdaten ihrer Gäste vier Wochen aufzubewahren.

Der Umgang mit der neuen Vorschrift fällt unterschiedlich aus – in den Betrieben und bei den Gästen.

Doch nicht jeder Gastronom verfährt so – zu hören ist von offen einsehbaren Sammellisten.

Die sind dann im Zweifel schnell abfotografiert und die Daten möglicherweise zu missbrauchen.

Ein Verstoß also gegen sämtliche Datenschutzgesetze.

Beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht sind schon einige Beschwerden eingegangen, sagt Mitarbeiter Alexander Filip.

Am Chinesischen Turm gibt es neben dem analogen Registrierungsbogen noch eine Online-Variante, um die Daten zu erfassen.

Wirtin Pinzger sagt: “Wer es eine wenig digitaler will, der kann sich mit einer App registrieren.

Einfach einen QR-Code abscannen, seine Daten angeben, Ankunftszeit angeben, die App kurz bei der Registrierung vorzeigen und alles ist gut.

” Auch da, so verspricht es der Anbieter der App, würden die Daten nach vier Wochen gelöscht.

Dass Gäste gegen die Regeln verstoßen, die Listen nicht ernst nehmen und sich mit falschem Namen eintragen, hat Maria Pinzger vom Biergarten am Chinesischen Turm noch nicht erlebt.

“In dem Fall würden wir wirklich den oder die darauf hinweisen, dass das jetzt ja wohl nicht sein ernst sein kann und dass er oder sie auch nicht wirklich bei uns was zu suchen hat”, sagt die Wirtin.

Negatives Feedback der Gäste zu den Kontaktdaten-Vorschriften gab es bisher weder beim Pschorr noch am Chinesischen Turm.

Pschorr-Wirt Lochbihler sagt: Jeder weiß, dass es ihn im Zweifel selber schützt, dass diese Rückverfolgbarkeit der Infektionsketten einfach wahnsinnig wichtig ist, um schnell irgendwie auch reagieren zu können.

” Auch Maria Pinzger vom Biergarten Chinesischer Turm betont, es sei immens wichtig, dass die Daten richtig seien, damit die Leute danach kontaktiert werden können – zu ihrem eigenen Wohl.

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