Gefängnisstrafen: Filmreife Flucht nach Diebstahl bei Feuerwehr – Top Meldungen

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Sie hatten den Rettungsspreizer der Feuerwehr im oberbayerischen Erlstätt gestohlen und flüchteten über die Autobahn nach Österreich. Um die Polizei zu stoppen, warfen sie Metallzacken. Jetzt wurden die Täter zu hohen Haftstrafen verurteilt.

Mit dem Diebstahl des Rettungsspreizers der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt (Landkreis Traunstein) Anfang März 2019 und der anschließenden Flucht über die Autobahn nach Österreich haben zwei slowakische Staatsangehörige für großes Aufsehen in der Region gesorgt.

Nach dem Diebstahl des 20.000 Euro teuren Rettungsspreizers waren die Täter mit einem Audi A6 und mit über 250 Stundenkilometern auf der A8 in Richtung Österreich geflohen. Dabei warfen sie auch sogenannte Krähenfüße auf die Fahrbahn – Metallzacken, die Reifen beschädigen können. Deshalb mussten Polizeifahrzeuge die Verfolgung einstellen. Die Reifen mehrerer Fahrzeuge wurden zerstört.

Die Ermittler gingen von Anfang an davon aus, dass es sich bei den beiden Dieben um international tätige Verbrecher handelt. Deshalb wurde mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich zusammengearbeitet. Dabei wurden laut Polizei schnell Tatzusammenhänge zu einer slowakischen Tätergruppe hergestellt, die für eine Serie von Kfz-Diebstählen und Aufbrüchen von Geldautomaten in Deutschland, Österreich und Polen verantwortlich ist.

Zwei Mitglieder dieser Tätergruppe konnten im vergangenen November in Wien festgenommen werden. Den 36 und 44 Jahre alten Slowaken konnte auch der Diebstahl bei der Feuerwehr in Erlstätt zugerechnet werden, den beide Männer auch gestanden.

Da die meisten Taten in Österreich begangenen wurden, fand der Prozess gegen vor dem Landesgericht Korneuburg in Niederösterreich statt – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Die beiden Angeklagten wurden durch das österreichische Einsatzkommando Cobra bewacht.

Das Gericht verurteilte sie zu Gesamtfreiheitsstrafen von acht Jahren und zehn Monaten beziehungsweise acht Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe. Der von den beiden Slowaken angerichtete Schaden wurde vor Gericht auf 4,6 Millionen Euro beziffert.

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Filmreife gefährliche Verfolgungsjagd auf der A8

International tätige slowakische Verbrecherbande

Höchste Sicherheitsvorkehrungen im Gerichtssaal

Gefängnisstrafen: Filmreife Flucht nach Diebstahl bei Feuerwehr

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