Gerüchte um Corona-Warn-App: Das steckt dahinter – Top News

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Sehr vereinfacht gesagt sind Schnittstellen Systeme, die dafür sorgen, dass Programme untereinander oder mit Hardware kommunizieren können.

Über Schnittstellen wird geregelt, wie die verschiedenen Module miteinander interagieren, welche Daten wie und in welchem Format übertragen werden.

Ohne entsprechende Schnittstellen können die unterschiedlichen Komponenten nicht zusammenspielen.

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💡 Was ist eine Schnittstelle?

Falscher Alarmismus oder berechtigte Angst? Zur geplanten Corona Warn-App kursieren einige Gerüchte und Halbwahrheiten.

Worum es geht und was wirklich dahintersteckt.

Lange wurde diskutiert, lange wurde gestritten, aber nun scheint die lang erwartete “Corona-Warn-App” auf einem guten Weg zu sein.

Die Entwicklung sei zur Hälfte abgeschlossen, heiß es zuletzt von SAP, wo die App in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom entwickelt wird.

Mittlerweile werden sogar schon die ersten Werbeslogans entwickelt.

“Diese App kann nichts, außer Leben retten” soll beispielsweise einer der Werbesprüche lauten.

Außerdem hat die App ein Logo, das an das Computerspiel Pac-Man erinnert.

Und: Google und Apple haben mittlerweile eine Schnittstelle bereitgestellt, auf die eine solche Tracing-App aufsetzten kann.

Deswegen ist die neue Funktion in den Einstellungen des Smartphones zunächst ohne Bedeutung.

Die entsprechende Corona-App soll erst Mitte Juni erscheinen soll.

Dann aber wird man hier beispielsweise manuell die zufällig generierten IDs löschen können, die zur Kontaktnachverfolgung verarbeitet werden.

Sonst geschieht dies automatisiert nach 14 Tagen.

Und trotzdem ist in manchem Youtube-Video die Rede davon, das Update sei “George Orwell im Jahr 2020”, die perfekte Vollüberwachung der Bürger also.

Die App soll erst Mitte Juni erscheinen

Warum benötigt die App eine Schnittstelle?

Und was ist mit dem Datenschutz?

Aber genau diese Schnittstelle sorgt im Netz für einiges an Geraune.

Auf Instagram empört sich beispielsweise eine bekannte Poker-Spielerin darüber, dass ihr eine vermeintliche Anti-Corona-App aufs Handy gespielt wurde – gegen ihren Willen.

Das wichtigste Indiz: In den Einstellungen eines Android-Telefons finden User seit Kurzem unter dem Punkt “Google” den neuen Menü-Punkt “Benachrichtigung zu möglichem Kontakt mit COVID-19 Infizierten”.

Es handelt sich hierbei aber eben nicht um eine App, sondern um eine Schnittstelle für potenzielle Apps.

Die App an sich wird freiwillig sein, niemand wird dazu gezwungen, das Programm zu installieren.

Und Daten werden durch das bloße Vorhandensein einer Schnittstelle nicht übertragen.

Falscher Alarmismus oder berechtigte Angst? Zur geplanten Corona Warn-App kursieren einige Gerüchte und Halbwahrheiten.

Worum es geht und was wirklich dahintersteckt.

Corona-Apps sind schon in vielen Ländern im Einsatz – mit bestenfalls gemischten Ergebnissen.

In ganz Australien beispielsweise soll genau eine einzige Person von der App gewarnt worden sein.

Einer der Gründe: Die dortige App ist auf Apple-Geräten kaum nutzbar, weil sie nicht auf der von Apple zur Verfügung gestellte Schnittstelle aufsetzt.

Ähnliche Probleme soll es in Singapur gegeben haben.

Eine Schnittstelle ermöglicht es beispielsweise, dass eine App im Hintergrund arbeiten kann und nicht permanent geöffnet sein muss.

Ohne eine entsprechende Verankerung in den jeweiligen Betriebssystemen ist es deswegen überaus unwahrscheinlich, dass eine App einen nennenswerten Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten kann.

Kaum eine Frage wurde im Vorfeld intensiver diskutiert, als die, wie man bei einer solchen App ein möglichst hohes Niveau an Datenschutz gewährleisten kann.

Nach Meinung vieler Grundrechtsaktivisten und Datenschützer geht Deutschland hier einen datenschutzfreundlichen Weg.

Die App wird keine Bewegungsprofile anlegen, wie das in anderen Ländern der Fall ist.

Zudem wird die App die Daten dezentral auf den Geräten verarbeiten, auch das war eine Forderung vieler Datenschützer.

Am wichtigsten ist aber vermutlich die Tatsache, dass die App Open Source, sprich: quelloffen, sein wird.

Datenschützer werden also unter die Motorhaube der App blicken können, um festzustellen, wie sie arbeitet und wie genau es um die Privatsphäre der Nutzer bestellt ist.

Danach kann jeder selbst entscheiden, ob er die App nutzen möchte.

Gerüchte um Corona-Warn-App: Das steckt dahinter

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