Griechenland: Rechtsextreme Golden Dawn als kriminelle Gruppe entlarvt

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Ein griechisches Gericht befand am Mittwoch die Führung der rechtsextremen Golden Dawn-Partei unter dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Organisation für schuldig, berichtete das staatliche Fernsehen ERT.

Der langwierige Prozess gegen die neonazistische politische Partei endete heute nach mehr als 450 Anhörungen seit Beginn des Prozesses im Jahr 2015.

Die Gruppe war angeklagt wegen der tödlichen Messerstecherei auf den linken Rapper Pavlos Fyssas im Jahr 2013 und wegen Angriffen auf ägyptische Fischer sowie auf Aktivisten, die linken Gruppen angehören.

Giorgos Roupakias, der Fyssas erstochen hatte, wurde in allen Punkten der Anklage wegen Mordes an dem linken Musiker für schuldig befunden.

Tausende hatten sich vor dem Athener Gericht, wo die Entscheidung verkündet werden sollte, versammelt, und rund 2.000 Polizeibeamte umringten das Gebiet.

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Aufstieg und Fall

Der Golden Dawn wurde 1980 gegründet, wurde aber erst 1993 als politische Partei registriert.

Der politische Durchbruch gelang ihr bei den Wahlen von 2012, als sie 6,92% der Stimmen erhielt und damit die fünftgrößte politische Gruppe Griechenlands wurde und zum ersten Mal ins Parlament einziehen konnte.

Sie gewann drei Sitze im Europäischen Parlament, nachdem sie bei den Europawahlen 2014 9,4% der Stimmen erhalten hatte. Im Jahr 2019 konnte sie jedoch keine Sitze gewinnen, so dass sie aus dem Parlament ausgeschlossen wurde.

Sein Aufstieg fiel mit der europäischen Wirtschaftskrise zusammen, die Griechenland eine enorme Rezession, Arbeitsplatzverluste und Haushaltskürzungen bescherte, die zu einer Rettungsaktion der Partner der Europäischen Union und zu strikten Sparmaßnahmen führten.

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