Gute Quartalszahlen: Deutsche Bank überrascht mit Gewinn – Top News

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Tatsächlich hat der Branchenprimus des deutschen Bankgewerbes in den ersten drei Monaten ein Ergebnis vor Steuern von 206 Millionen Euro sowie einen Gewinn von 66 Millionen Euro erzielt.

Damit ging der Gewinn im Vergleich zum ersten Quartal zwar zurück, fiel aber deutlich besser aus, als die vom Unternehmen befragten Analysten erwartet hatten.

Damit hatte wohl niemand gerechnet.

Statt 400 Millionen Euro Miese hat die Deutsche Bank im ersten Quartal überraschend einen Gewinn eingefahren.

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Doch es gibt auch einen Haken.

Die Freude über die Zahlen war offenbar so groß, dass die Bank einen ersten Überblick bereits in der Nacht zu Montag veröffentlichte, statt bis zum eigentlich vorgesehenen Termin am Mittwoch zu warten.

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Mögliche Treiber für die positive Ertragsentwicklung könnte aber ausgerechnet das Investmentbanking sein, hier vor allem der Handel mit Anleihen und Devisen.

Auch eine hohe Nachfrage nach Krediten oder anderen Finanzierungsformen von Unternehmen dürften die Einnahmen gesteigert haben.

Positiv überrascht haben auch die deutlich gestiegenen Einnahmen.

Sie fielen mit 6,4 Milliarden Euro sogar etwas höher aus als vor einem Jahr.

Die Analysten hatten mit 5,7 Milliarden Euro gerechnet.

Die Bank machte keine Angaben dazu, wie sich die Erträge zusammensetzen.

Details zu den ersten Zahlen will die Bank am Mittwoch nennen.

Einnahmen legen deutlich zu

Risikovorsorge kräftig gestiegen

Vorübergehend geringere Kapitalquote

Ziele bekräftigt

Diese hatten wegen der Folgen der Corona-Krise mit einem Verlust vor Steuern von 269 Millionen Euro gerechnet.

Die von der Bank selbst befragten Experten prognostizierten sogar einen Nettoverlust von fast 400 Millionen Euro.

Sewing zeigte sich deshalb auch “sehr zufrieden, dass die Ergebnisse für das erste Quartal unsere Fortschritte beim Umbau unserer Bank, die operative Stärke unseres Geschäfts und unsere Widerstandskraft bestätigen”.

Damit hatte wohl niemand gerechnet.

Statt 400 Millionen Euro Miese hat die Deutsche Bank im ersten Quartal überraschend einen Gewinn eingefahren.

Doch es gibt auch einen Haken.

Gleichzeitig sind die Ausgaben auf 5,6 Milliarden Euro gefallen.

Damit geht die Bank gestärkt aus dem von Vorstandschef Christian Sewing angestoßenen Sanierungskurs hervor.

Der Vorstand hat daher beschlossen, die Kapitalquote vorübergehend abzusenken, um Kunden und die Wirtschaft insgesamt in der aktuellen Krisensituation zu unterstützen.

Welche Probleme in den kommenden Monaten auf die Bank zukommen könnten, zeigt sich allerdings in der kräftig gestiegenen Vorsorge für mögliche Kreditausfälle.

Sie wurde auf rund eine halbe Milliarde Euro erhöht.

Im Gesamtjahr 2019 hatte sie noch 700 Millionen Euro betragen.

Auch bei den Zielen für die Kapital- und die Verschuldungsquote macht sich die Corona-Krise bemerkbar.

“Wir sind fest entschlossen, unsere Bilanz zu nutzen, um Kunden zu unterstützen, die uns jetzt besonders brauchen”, sagte Sewing.

Aus diesem Grund macht die Bank von der seit Kurzem ausdrücklich erlaubten Möglichkeit Gebrauch, die harte Kernkapitalquote von mindestens 12,5 Prozent leicht zu unterschreiten.

Mit derzeit 12,8 Prozent liegt das Geldhaus deutlich über dem regulatorischen Minimum von 10,4 Prozent.

Gute Quartalszahlen: Deutsche Bank überrascht mit Gewinn

“Da die genannten Kapitaleffekte als vorübergehend angesehen werden, arbeitet die Bank für das Jahr 2022 weiterhin auf das Ziel einer harten Kernkapitalquote von 12,5 Prozent und einer Leverage Ratio (Verschuldungsquote) von 5 Prozent hin,” erklärte die Bank.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 haben die zinsunabhängigen Aufwendungen bei 5,6 (Vorjahr: 5,9) Milliarden Euro gelegen – darin sei der Beitrag zum Einheitlichen Abwicklungsfonds der Aufseher von rund 500 Millionen Euro enthalten.

Der Konzern bekräftigte zudem seine übrigen Finanzziele.

“Dazu gehört, die bereinigten Kosten ohne Umbaubelastungen und die erstattungsfähigen Kosten im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft, das an BNP Paribas übertragen wird, 2020 auf 19,5 Milliarden Euro zu senken”, hieß es weiter.

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