Hausärzte bereiten sich auf mehr Coronafälle vor – Top Meldungen

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Viele Hausärzte erwarten einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen unter ihren Patienten. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) aktualisiert ihre entsprechenden Handlungsempfehlungen für Ärzte laufend.

Die Zahl der Patienten, die eine Corona-Infektion in ihrem eigenen Zuhause auszukurieren versuchen, steigt laufend. Die Krankheit hat insgesamt Deutschland zwar in einen Ausnahmezustand versetzt, doch die Empfehlungen an Patienten seien ähnlich wie bei einem normalen grippalen Infekt, sagt der Münchner Allgemeinmediziner Hannes Blankenfeld – er hat die aktuellen Empfehlungen der DEGAM für Hausärzte zum Umgang mit Corona mit entwickelt:

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, soll zwei Wochen lang seine Wohnung nicht verlassen. Dabei sei es eine beträchtliche Herausforderung für die Familie und die Angehörigen der Infizierten, da das Virus ausgesprochen infektiös ist. Die DEGAM empfiehlt unter anderem, die Patienten sollten gemeinschaftlich genutzte Räume nicht betreten. Falls sich das nicht vermeiden lasse, sollten die Räume gut durchgelüftet werden.

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Kontakt mit dem Infizierten solle möglichst nur eine Person innerhalb des Haushalts haben. Alle Haushaltsmitglieder sollen besonders gründlich auf Hygienemaßnahmen achten, sich also ausgiebig die Hände waschen und sie gegebenenfalls desinfizieren.

Der Infizierte sollte eine Atemschutzmaske tragen. Auch diejenigen aus dem Haushalt, die direkten Kontakt mit ihm haben, sollten möglichst ebenso eine Atemschutzmaske und Einmal-Handschuhe tragen.

Der Mitautor der DEGAM-Handlungsempfehlungen Hannes Blankenfeld räumt allerdings ein, dass es etwa für die Ehefrau eines Corona-Infizierten schwierig sein dürfte, sich nicht auch anzustecken. Allerdings sei es weiterhin so, dass die Mehrzahl der Infektionen mit nur geringen Symptomen oder ganz symptomlos verläuft. Schwere Verläufe bleiben vor allem bei jüngeren Infizierten weiter eine Ausnahme.

Die Betreuung eines Corona-Infizierten solle möglichst in Abstimmung mit dem Hausarzt erfolgen, empfiehlt die DEGAM. Allerdings sollte die Beratung stets übers Telefon stattfinden. Infizierte sollen ohnehin ihre Wohnung nicht verlassen, vor allem aber sollen sie nicht ohne Termin in eine Arztpraxis gehen. Vor allem wenn Symptome sich verschlechtern, soll der Hausarzt eingeschaltet werden oder gegebenenfalls der Notruf 112.

Wer keinen Hausarzt hat, kann sich grundsätzlich über die Telefonnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes über mögliche Ansprechpartner informieren lassen. Allerdings ist diese Nummer im Zuge der Coronakrise oft überlastet. Es gibt aber verschiedene Online-Arztsuchen, unter anderem von der Bayerischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

Ansteckungen vermeiden

Ansteckungswahrscheinlichkeit bleibt beträchtlich

Kontakt mit Ärzten

Hausärzte bereiten sich auf mehr Coronafälle vor

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