Hilfszusagen für Unternehmen und Selbstständige in Bayern – Top Meldungen

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Die Corona-Pandemie zwingt die Regierungen im Bund und in Bayern zu außergewöhnlichen Hilfszusagen in unbegrenzter Höhe, um Firmen und kleine Selbstständige vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Einige sind Soforthilfen, andere Kreditzusagen.

Noch sind es nur Hilfszusagen des Bundes. Das entsprechende Gesetz soll noch in dieser Woche durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht werden. Am Dienstag-Vormittag gab es noch nicht einmal einen Gesetzesentwurf. Es muss aber schnell gehen, denn vielen Unternehmen und Selbstständigen geht das Geld aus, um laufende Verpflichtungen zu stemmen. Sie brauchen eines: liquide Mittel, sprich Bargeld.

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Am schnellsten kommen Unternehmen und Selbstständige an Sofort- und Nothilfen. Diese werden direkt vom Staat ausbezahlt, ohne dass die Hausbank beteiligt werden muss. Diese direkten Zahlungen will die Bundesregierung in dieser Woche auf den Weg bringen. Beim Freistaat Bayern gibt es schon Geld. Mit den Mitteln können laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und ähnliches bezahlt werden. Das Antragsformular gibt es auf der Seite des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Ausbezahlt wird das Geld von den Bezirksregierungen.

Da sich die Hilfszusagen des Bundes und des Landes Bayern überschneiden, gilt im Moment die Regelung, dass jenes Programm den Vorzug erhält, das dem Unternehmen oder Selbstständigen bessere Konditionen gewährt. Laut Bundeswirtschaftsministerium sollen die Betroffenen ihre Anträge immer in den Ländern und bei den dort zuständigen Behörden beantragen.

Bei den Soforthilfen bezahlt Bayern 5.000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten und 7.500 Euro bei bis zu zehn Beschäftigten. Der Bund plant 9.000 Euro Soforthilfe für Firmen mit bis zu fünf Mitarbeitern und 15.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigten. Dieses Geld soll die Firmen zumindest über die ersten drei Monate retten.

Am Montag startete die bundeseigene Förderbank KfW das Sonderprogramm 2020. Dessen Mittel sind unbegrenzt und stehen sowohl kleinen und mittleren als auch Großunternehmen zur Verfügung. Zu beantragen sind diese Mittel über die jeweiligen Hausbanken. Dabei handelt es sich um bereits vorhandene Programme (KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit). Verbessert wurde vor allem die Haftungsfreistellung gegenüber den Kreditinstituten, die nun bei 80 bis 90 Prozent liegt und noch einmal gesenkte Zinsen, ab ein Prozent. Zudem verspricht die KfW eine “extreme Verschlankung des Antragsprozesses”. So verzichtet die KfW für Kredite bis drei Millionen Euro auf eine eigene Risikoprüfung. Diese wird nur noch durch die Hausbank vorgenommen.

Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen hat der Freistaat Bayern die landeseigene Förderbank LfA ausgestattet: Es handelt sich um Bürgschaften, einen LfA-Universalkredit und einem LfA-Akutkredit. Auch hier wurden die Bürgschaftszusagen auf 80 bis 90 Prozent erhöht. Mit einfachen Mitteln sollen kleine, mittlere und auch große Unternehmen schnell in die Lage versetzt werden, liquide zu bleiben. Zudem soll auch hier das Prozedere erleichtert werden. Vereinfachte Verfahren gibt es bis zu einer Kreditzusage von 500.000 Euro. Den Antrag stellen auch hier die Hausbanken.

Für große Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz und im Schnitt mehr als 250 Beschäftigten will die Bundesregierung einen großen Rettungsschirm aufspannen mit einem Volumen von 400 Milliarden Euro. Damit soll verhindert werden, dass Unternehmen im Zuge der Krise durch die zusammengeschmolzenen Aktienkurse zu Übernahmekandidaten werden oder ganz vom Markt verschwinden. Dies gilt zum Beispiel für die Lufthansa, deren Streckennetz nur noch wenige Ziele bedient.

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Sofort- oder Nothilfen in Bayern und im Bund

Günstigere Regelung gilt – Antrag vor Ort

Kreditzusagen der KfW (Bund)

Kreditzusagen der LfA-Förderbank (Bayern)

Stabilisierungsfonds für große Unternehmen (Bund)

Hilfszusagen für Unternehmen und Selbstständige in Bayern

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