Holzkirchner Kuhglockenstreit nach fünf Jahren beigelegt – Top News

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Die beiden Nachbarn einigten sich darauf, dass künftig im Südteil der Kuhweide, die auf die Grundstücksgrenze der Kläger stößt, nur noch drei Kühe mit einer Glocke um den Hals erlaubt sind.

Die restlichen Kühe dürfen keine Glocken tragen.

Sonst ändert sich nichts, die Haltung von Kühen ist damit weiterhin nur in einem 20-Meter-Abstand von Haus und Grundstück des klagenden Ehepaars erlaubt.

Jahrelang haben sich ein Ehepaar und eine Bäuerin aus Holzkirchen einen Rechtsstreit um die Lautstärke von Kuhglocken geliefert.

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Jetzt wurde ein Vergleich vor Gericht erzielt: Höchstens drei Kühe dürfen demnach die Schellen tragen.

Der Streit um Kuhglockengebimmel auf einer Weide in Holzkirchen ist beigelegt – nach fünf Jahren.

Die Prozess-Parteien, ein Ehepaar und eine Bäuerin, schlossen vor dem Oberlandesgericht München einen Vergleich.

Zu verantworten habe dies die beklagte Bäuerin, die trächtige Mutterkühe auf die Weide gestellt habe anstatt Jungrinder, sagte er.

Zugleich stellte der Richter der klagenden Ehefrau wenig Chancen auf Erfolg in Aussicht.

Sie hatte eine Schmerzensgeldforderung in Höhe von 21.

000 Euro gestellt – für gesundheitliche Folgen des schlafraubenden Lärms wie Kopfschmerzen und depressive Verstimmung.

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Letzte Chance für das klagende Ehepaar

Vor dem Vergleich waren zur Hörprobe Richter des Oberlandesgerichts aus München angereist.

Sie bekamen aber wenig zu hören von dem angeblich viel zu lauten Gebimmel.

Selbst bei einem Abstand von drei, vier Metern zu einer Kuh habe der Lärm – gemessen mit einer Handy-App eines Richters – “nur ein bisschen über 60 Dezibel” gelegen, und damit knapp am Richtwert von 65 Dezibel, bilanzierte der Vorsitzende Richter Nikolaus Stackmann.

So geschah trotz missglückter Hörprobe das, was nach dem quer durch alle Instanzen geführten Streit kaum jemand erwartet hatte: Das Ehepaar und die Bäuerin rangen sich zum neuen Vergleich durch.

Jahrelang haben sich ein Ehepaar und eine Bäuerin aus Holzkirchen einen Rechtsstreit um die Lautstärke von Kuhglocken geliefert.

Jetzt wurde ein Vergleich vor Gericht erzielt: Höchstens drei Kühe dürfen demnach die Schellen tragen.

Auch die Bäuerin Regina Killer, die eigens mit zwei Testglocken ins Gericht gekommen war, nahm Richter Nikolaus Stackmann ins Gebet.

Sie solle einmal überlegen, bei wie vielen Landwirtschaften so nah an Wohnhäuser es Usus sei, Kühe mit Glocken auf die Weide zu schicken.

Schon vor mehr als 100 Jahren, 1918, habe in Garmisch-Partenkirchen ein Bauer eine “massive Ordnungsstrafe” erhalten, weil er Kühe auf einer eingezäunten Weide mit voluminösen Glocken behängt habe – was unnötig sei.

Er rechne damit, dass sich der Lärmpegel “um bis zu 50 Prozent vermindert”, sagte der Anwalt des Ehepaares, Peter Hartherz.

“Von daher ist etwas an Ruhe wieder eingekehrt, wenn auch nicht so viel, wie man sich gewünscht hätte.

” Auch die Bäuerin Regina Killer gab sich zufrieden: “Damit kann ich leben – aber dann muss eine Ruhe sein.

Um die Lautstärke streitet die Besitzerin der Kühe nun schon seit fast fünf Jahren mit dem Ehepaar, das neben der Weide wohnt.

Die beiden stammen – anders als ein häufig geäußertes Vorurteil – aus Holzkirchen und sind nach Erlkam gezogen, als noch keine Kühe neben ihrem Grundstück weideten.

Kurze Zeit nachdem die Gemeinde Holzkirchen der Bäuerin die Wiese für ihre Kühe verpachtete, begann der ewige Gerichtsstreit – das Paar klagte wegen schlafloser Nächte und Depression durch Glockengebimmel, wegen der Gerüche durch die Kühe auf der Weide, wegen ausgebrachter Gülle und Insekten.

Holzkirchner Kuhglockenstreit nach fünf Jahren beigelegt

Das Ehepaar klagte übrigens getrennt: Während der Ehemann auch in der zweiten und letzten Instanz verlor, war es für die Klage der Ehefrau am Dienstag der letzte Termin.

Ein Gerichtsvergleich, nachdem die Kühe im Abstand von 20 Metern weiden sollten, brachte keinen Durchbruch.

Den Eheleuten war das Gebimmel immer noch zu laut.

Der Anwalt des Ehepaars sagte, Messungen hätten am Schlafzimmerfenster einen Wert von 70 Dezibel ergeben.

Außerdem, so der Anwalt seien Glocken überflüssig, nachdem das Grundstück eingezäunt sei.

Die Tiere mit einer lautlosen elektronischen GPS-Glocke auszustatten, das überzeugte die Landwirtin nicht.

Sie seien wegen der hohen Investitionskosten keine Alternative zu den Glocken.

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