Homeoffice in Kalifornien: Bye Bye, Silicon Valley! – Top News

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Stadtplaner Joel Kotkin sagt, bis in die 70er-Jahre sei Kalifornien ein Boom-Staat gewesen.

Die Wirtschaft ist gewachsen.

Millionen Menschen aus- und innerhalb der USA zogen in den heute bevölkerungsreichsten Bundesstaat, in dem 40 Millionen Menschen leben und der, für sich alleine genommen, die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt wäre.

„Hier kann man leben und sich neu erfinden“, das sei damals das Credo gewesen.

Damals hätte man sich ein Haus noch leisten und eine Familie gründen können.

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„Das war die überzeugende Idee von Kalifornien in den 40er, 50er bis in die 70er Jahre hinein“, so Kotkin.

Mittlerweile sei diese Idee jedoch fast verschwunden.

Keine Region auf der Welt ändert sich so schnell wie das Silicon Valley.

Doch jetzt könnte der Tech-Halbinsel ein heftiger Aderlass drohen.

Der Grund ist ironischerweise die Digitalisierung der Arbeitswelt.

Die Tech-Companies arbeiten seit der Pandemie überwiegend im Homeoffice, manche haben es ihren Mitarbeitenden sogar freigestellt, künftig ganz von zu Hause aus zu arbeiten.

Das könnte Auswirkungen haben auf die Immobilienpreise und die Lebenshaltungskosten.

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Heute ist Kalifornien ein Staat der negativen Superlative – hier sind die Steuern am höchsten, die Obdachlosigkeit ist in San Francisco und Los Angeles am größten und Wohnen im Silicon Valley ist für Normalverdiener nahezu unbezahlbar geworden.

Die Corona-Pandemie hat diesen Eindruck noch verstärkt.

Da ist zum Beispiel Lauren: die 60-Jährige lebt nahe San Francisco.

Jetzt will sie mit ihrem Mann nach Florida ziehen.

„Überall liegt Müll, Menschen sind obdachlos.

Die Pandemie hat alles zunichte gemacht.

Geschäfte, die hätten öffnen können, sind jetzt zerstört“, sagt sie.

Das Silicon Valley kann sich kaum noch jemand leisten

“Überall liegt Müll”

4.

000 Euro monatlich – für ein Zimmer

Homeoffice geht auch günstiger

Der Exodus wird andauern

Keine Region auf der Welt ändert sich so schnell wie das Silicon Valley.

Doch jetzt könnte der Tech-Halbinsel ein heftiger Aderlass drohen.

Der Grund ist ironischerweise die Digitalisierung der Arbeitswelt.

Aber auch viele Tech-Worker in San Francisco, einer Stadt mit einer dreiviertel Million Einwohner, die direkt ans Silicon Valley angrenzt, überlegen jetzt wegzuziehen.

Sarah Frier vom Wirtschaftsdienst Bloomberg in San Francisco erzählt von Tech-Angestellten, die im Silicon Valley 3.

000 bis 4.

000 Dollar für ihre Ein-Zimmer-Wohnung bezahlen.

Nun arbeiten sie für die nächsten sieben Monate vermutlich ohnehin nicht mehr im Büro.

Oder, wie im Fall von Twitter, gar nicht mehr.

Da liegt es nahe, die überteuerte Region zu verlassen.

Gerade in der Tech-Industrie von San Francisco sind viele der Angestellten noch sehr jung.

Einige überlegen jetzt sogar, wieder bei den Eltern einziehen.

Familien mit Kindern, die auch künftig von daheim arbeiten können, dürfte es nach Nevada ziehen, wo die Steuern sehr niedrig sind.

Oder nach Texas.

Experten sind sich einig, dass der Wegzug aus Ballungszentren wie San Francisco und der Bay Area auch nach überstandener Corona-Krise weitergehen wird.

Der Wendepunkt war die Corona-Pandemie.

Vor allem seit ein Tech-Unternehmen wie Twitter seinen Angestellten gesagt hat, sie könnten künftig auch für immer von zu Hause aus arbeiten, sind viele Entwicklerinnen und Ingenieurinnen ins Grübeln gekommen.

Denn die fühlen sich nicht mehr an einen Standort gebunden und überlegen sich, wofür sie künftig ihr Geld ausgeben wollen.

Homeoffice in Kalifornien: Bye Bye, Silicon Valley!

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