Iran: Regierungsorgane in Alarmbereitschaft für Cyber-Angriffe

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TEHRAN, Iran

Der iranische Informationssicherheitsdienst (MAHER) forderte verschiedene Regierungsinstitutionen auf, in Erwartung bevorstehender Cyberangriffe wachsam zu bleiben.

Die Meldung erfolgte, nachdem zwei Regierungsbehörden Anfang dieser Woche von einem schwerwiegenden Cyberangriff betroffen waren.

“Die Inzidenz eines größeren Cyberangriffs hing mit zwei Regierungsorganisationen zusammen, und die betroffenen Behörden befassen sich mit dem Thema”, sagte MAHER in einer Erklärung.

Die Behörde gab nicht an, welche Regierungsstellen von dem Angriff betroffen waren, aber die Ports and Maritime Organization bestätigte später, dass sie angegriffen wurde.

Sie ist für den Betrieb aller wichtigen Häfen und Anlegestellen zuständig und stellt die notwendigen Einrichtungen für die Ausweitung des Seehandels zur Verfügung.

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Die Cyberangriffe haben im Iran in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen, wobei Regierungseinrichtungen organisierten Angriffen ausgesetzt waren.

Die Hauptziele waren Häfen, Nuklearanlagen und petrochemische Anlagen. Potenzielle Ziele wurden aufgefordert, sich darauf vorzubereiten, künftige Angriffe zu vereiteln.

Im Mai wurde der Shahid-Rajaee-Hafen in der südlichen Provinz Hormozgan von einem großen Cyberangriff heimgesucht, der mit Israel in Verbindung stand und als Vergeltung für den iranischen Cyberangriff auf das israelische Wasserversorgungssystem angesehen wurde.

Im Juli wurde ein mysteriöser “Zwischenfall” in der iranischen Nuklearanreicherungsanlage Natanz gemeldet, der einen “Industrieschuppen” beschädigte und Schockwellen im ganzen Land auslöste.

Eine anschließende Untersuchung ergab, dass ein Cyberattack für den Schaden verantwortlich war, obwohl sich die Behörden weigern, Einzelheiten über die Durchführung des Angriffs preiszugeben.

Es gibt weit verbreitete Spekulationen, dass mit Israel verbundene Gruppen hinter den Cyberangriffen auf den Iran stehen.

Ende Juli behauptete eine anonyme iranische Gruppe, Cyber Avengers, als Vergeltung eine Reihe von Cyberangriffen auf die israelische Eisenbahninfrastruktur gestartet zu haben.

Die Operation dauerte 10 Tage und endete am 24. Juli. Die Gruppe warnte jedoch davor, dass das “Schlimmste noch bevorsteht”, was darauf hindeutet, dass die Cyberkriegsführung zwischen den beiden Ländern wahrscheinlich eskalieren wird.

Hussein Estahdadi, ein Analyst für Cyber-Kriegsführung, sagte gegenüber der Agentur Anadolu, dass der Iran alle 15 Sekunden mit Cyberattacken konfrontiert sei, obwohl diese die kritische Infrastruktur nicht wesentlich beeinträchtigen.

“Die jüngsten Angriffe wurden durch unseren Cyber-Sicherheitsschild erfolgreich vereitelt”, sagte er und bezog sich dabei auf die Angriffe auf die beiden Regierungsorgane in dieser Woche.

Er sagte, der Iran sei eines der größten Opfer der Cyber-Kriegsführung, seit das so genannte Stuxnet, ein bösartiger Computerwurm, 2010 erstmals eingesetzt wurde und auf die iranischen Nuklearanlagen abzielte.

“Der Iran hat nun seine Cyberspace-Fähigkeiten revolutioniert, die es seinen Gegnern nicht erlauben, die rote Linie zu überschreiten”, fügte er hinzu.

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