Jahresbericht vorgelegt: Deutlicher Anstieg von Rassismus – Top News

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Das Beratungsteam der Antidiskriminierungsstelle unterstützte demnach 2019 in insgesamt 3.

580 Fällen Menschen, die von Benachteiligung bei Alltagsgeschäften oder am Arbeitsplatz wegen ihres Aussehens, Geschlechts, der Religion oder anderer Faktoren berichteten.

2018 waren es noch 3.

455 Fälle.

Rund jeder dritte Diskriminierungsfall kam im vergangenen Jahr aus dem Bereich Rassismus.

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Die Zahlen haben sich hier seit 2015 mehr als verdoppelt.

Danach folgten Beratungsanfragen wegen Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts (29 Prozent), wegen einer Behinderung, aufgrund des Alters, der Religion, der sexuellen Identität und der Weltanschauung.

Immer mehr Menschen wenden sich wegen rassistischer Diskriminierung an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Das geht aus dem heute vorgestellten Jahresbericht der Behörde hervor.

Laut dem neuen Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle gab es im Jahr 2019 einen deutlichen Anstieg von Fällen, in denen Betroffene von Diskriminierungserfahrungen berichteten und um Hilfe baten.

Dabei ging es beispielsweise um Benachteiligung bei der Wohnungssuche oder am Arbeitsplatz.

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Die Verdoppelung der Fallzahlen im Bereich Rassismus seit 2015 zeige ganz eindeutig, dass Deutschland nicht genug gegen Rassismus tue, sagte der Leiter der Antidiskriminierungsstelle, Bernhard Franke, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das vorab über die Zahlen berichtete.

In der “Welt” (Dienstag) sprach er auch das sogenannte Racial Profiling an – ein gezieltes Vorgehen nach ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit, etwa Kontrollen nach Aussehen – und forderte in allen Bundesländern die Einrichtung von Ombudsstellen bei der Polizei für Opfer solcher Vorgänge.

Sie würden deutlich häufiger gemeldet, wenn die Betroffenen eine gezielte Anlaufstelle dafür hätten.

Beratung und Hilfe für 3.

580 Menschen

Fallzahlen im Bereich Rassismus verdoppelt

Antidiskriminierungsstelle will eigenes Klagerecht

Die Mitarbeiter der Stelle beraten Betroffene auf Basis des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes bei der Durchsetzung ihrer Rechte, holen Stellungnahmen der Gegenseite ein und vermitteln gütliche Einigungen.

Der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle betonte: “Eine Reform des Gleichbehandlungsrechts gehört aus meiner Sicht zwingend auf die Agenda des Kabinettsausschusses gegen Rassismus.

” Er fügte hinzu: “Nur ein wirksamer Diskriminierungsschutz ist aktive Prävention gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Immer mehr Menschen wenden sich wegen rassistischer Diskriminierung an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Das geht aus dem heute vorgestellten Jahresbericht der Behörde hervor.

Zwar gebe es ein Diskriminierungsverbot im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, aber in der Praxis hätten es Menschen viel schwerer als anderswo in Europa, ihr Recht auch durchzusetzen, beklagte der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle Bernhard Franke.

“Wichtig wäre ein eigenes Klagerecht für die Antidiskriminierungsstelle und für Verbände”, forderte er.

Außerdem müssten die Länder Diskriminierung durch Behörden und Polizei ernster nehmen und eigene Antidiskriminierungsstellen schaffen.

Jahresbericht vorgelegt: Deutlicher Anstieg von Rassismus

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