“Justice for George”: Liga-Protest bringt DFB in ein Dilemma – Top News

0

Mit ihren starken Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA brachten sie zugleich den Deutschen Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga in ein Dilemma.

 Den Statuten zufolge sind solche Aktionen untersagt.

Der DFB kündigte an, dass sich der Kontrollausschuss damit befassen werde.

Doch eine Bestrafung der Profis würde alle Anti-Rassismus-Aktionen ad absurdum führen.

Und auch alle Bemühungen, den Profifußball zu verändern und wieder gesellschaftlich relevanter zu machen.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Das Narrativ vom unpolitischen Sport gilt schon lange nicht mehr.

Das haben offensichtlich auch Vereine und Verbände erkannt.

Der FC Schalke 04, der BVB und Borussia Mönchengladbach stellten sich hinter ihre Spieler und begrüßten deren Haltung.

“Wenn man sich öffentlich gegen Rassismus stellt, dann ist das schon sehr in Ordnung”, meinte Gladbachs Trainer Marco Rose.

Der Weltverband FIFA retweetete einen Post von Frankreichs Weltmeister Kylian Mbappé mit #JusticeForGeorge.

Weltweit protestieren Sportler nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Die Welle erreicht auch die Fußball-Bundesliga.

 Spieler machen ihre Haltung deutlich.

Das traurige Schicksal von George Floyd hat auch die Bundesliga bewegt.

Weston McKennie von Schalke 04 zeigte Empörung und Anteilnahme auf einer Armbinde, Mönchengladbachs Marcus Thuram ging symbolisch in die Knie, die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi forderten auf T-Shirts “Justice for George Floyd” (Gerechtigkeit für George Floyd).

Thuram schrieb später über seinen Kniefall beim Spiel gegen Union Berlin bei Instagram: “Gemeinsam kommen wir voran.

Gemeinsam verändern wir etwas.

DFB-Vizepräsident Rainer Koch bemühte sich, die Wogen zu glätten und verwies auf dfb.

de auf die grundsätzliche Aufgabe des Kontrollausschusses, “die Einhaltung der Satzung und Ordnungen des DFB zu überwachen und bei Verstößen den Sachverhalt zu überprüfen.

” Bei diesen Überprüfungen gehe es auch darum festzustellen, “ob das Spiel und das Spielfeld der richtige Ort für diese Handlungen sind.

” Weiter erklärte Koch: “Ob es in den vorliegenden Fällen zu Sanktionen kommen muss, bleibt abzuwarten.

Politische Botschaften laut DFB-Statuten nicht erlaubt

DFB-Präsident Keller zeigt Verständnis

“Gemeinsam für die Gerechtigkeit kämpfen”

Vereine stellen sich hinter ihre Spieler

In ähnlichem Fall entschied der DFB milde

“Wenn der Kontrollausschuss dagegen ermittelt, dann muss man sich fragen, ob wir noch die gleichen Werte haben”, sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert von Gladbachs Gegner Union Berlin am Sonntag: “Es geht um ein globales Thema: Dem Nein zu Rassismus.

In Deutschland wird mit Spannung erwartet, wie der DFB mit McKennie, Sancho, Hakimi und Thuram umgeht.

Schon einmal gab es einen vergleichbaren Fall: Anthony Ujah von Union Berlin zeigte 2014 noch als Spieler des 1.

FC Köln ein T-Shirt mit der Aufschrift “I can’t breathe”.

Seinerzeit wurde Eric Garner auf ähnliche Weise getötet wie Floyd.

Der DFB entschied milde: Er beließ es im Fall Ujah bei einer Ermahnung und Erinnerung an das Verbot von politischen Statements.

Dass sich Sportler gesellschaftspolitisch äußern, ist nicht neu.

Für Deutschland ist das aber noch immer ungewohnt, vor allem im Profifußball.

“Wir sollten keine Angst haben, die Stimme zu erheben für das, was richtig ist, wir müssen uns alle zusammentun und gemeinsam für Gerechtigkeit kämpfen.

Zusammen sind wir stärker!”, schrieb Dortmunds Sancho nach dem 6:1 des BVB beim SC Paderborn.

Weltweit protestieren Sportler nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Die Welle erreicht auch die Fußball-Bundesliga.

 Spieler machen ihre Haltung deutlich.

DFB-Präsident Fritz Keller zeigte grundsätzliches Verständnis für die Aktionen der Spieler: “Ich habe großen Respekt vor Spielerinnen und Spielern, die Haltung haben und ihre Solidarität zeigen, solche mündigen Spielerinnen und Spieler wünsche ich mir, auf sie bin ich stolz.

” Moralisch könne er die Aktionen am vergangenen Wochenende “absolut verstehen.

Was in den USA passiert ist, kann niemanden kalt lassen”, so Keller.

Nach seinem Treffer zum 2:0 in der 57.

Minute streifte der 20 Jahre alte Engländer sein Trikot ab und zeigte darunter ein Shirt mit der Aufschrift “Justice for George Floyd”.

Danach sah er – wegen Trikot-Ausziehens – die Gelbe Karte.

Wenig später hielt das seinen Teamkollegen Hakimi nicht von einer ähnlichen Protestaktion ab.

“Justice for George”: Liga-Protest bringt DFB in ein Dilemma

Share.

Leave A Reply