Killer’s Security: Corona-Fakes – Top Meldungen

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In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer, wie Cyberkriminelle die Corona-Panik nutzen: Trojaner geben gefälschte Infektionswarnungen aus. Andere Schädlinge stecken in Epidemie-Landkarten. Nur seriöse Informationsquellen zu nutzen, schützt.

Das Internet trotzt der Corona-Krise, obwohl die Leute im Home-Office arbeiten, soziale Kontakte vorwiegend über Social Media pflegen und daheim viel Video kucken. Entsprechend angestiegen ist der Datendurchsatz in Frankfurt am De-CIX, am größten Internet-Knoten. 6 Terabit waren es vor einem Jahr zu Spitzenzeiten, 6 Billionen Bits pro Sekunde. Mittlerweile sind es 9 Terabit pro Sekunde. Aber es gibt genügend Reserve-Kapazitäten – zumindest im Kernbereich der Telekommunikations-Infrastruktur. In den Ortsnetzen hingegen, da kann es schon mal vorkommen, dass die Daten etwas zäher fließen.

Bei den Unternehmen, die Dienstleistungen aus der Cloud anbieten, vor allem Services, um in Gruppen zusammenarbeiten zu können, da funktioniert das Marketing ausgezeichnet. Na ja, aber ansonsten hapert’s manchmal doch gewaltig. Microsoft Office beispielsweise, das waren früher ein paar Programme für den PC. Mittlerweile heißt’s Office 365, und es sind etliche Cloud-Services integriert, Outlook, Teams, Skype und One Drive etwa. Und da kann es zu großen Qualitätseinbußen kommen. Das liegt aber an schwächelnden Servern und nicht an der Netzinfrastruktur.

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Das Geschäft im Internet boomt, vor allem das kriminelle, das Geschäft mit der Angst. Der IT-Sicherheitsforscher Brian Krebs berichtet von Malware-Baukästen, die auf den einschlägigen Schwarzmärkten angeboten werden. Da ist eine Kopie von den Epidemie-Landkarten dabei, wie etwa die John Hopkins Universität sie ins Netz stellt, ein paar Schadprogramme zum Einbauen und ein digitaler Signierstift zum Unterschreiben, damit die gefälschte, verseuchte Karte dann mit der digitalen Unterschrift eines seriösen Software-Entwicklers verbreitet werden kann. Gerade mal 200 Dollar kostet der Baukasten ohne, 700 mit Signierstift. Damit kann jeder mäßig begabte Kleingangster Apps, PC-Programme und Web-Seiten bauen, die unter dem Vorwand, über Corona zu informieren, Rechner mit digitalem Ungeziefer verseuchen.

Wer sich über Corona informieren will, der sollte sich nicht irgendwelchen Mist aufs Handy laden oder dubiose Web-Sites ansurfen, auch wenn sie Corona in der Adresse haben, sondern das auf sicher seriösen Sites tun. JHU – John Hopkins University – jhu.edu ist eine. rki.de eine andere, die des Robert-Koch-Instituts.

Uraltes digitales Ungeziefer wird derzeit auf Corona gebürstet: Ginp heißt ein Banking-Trojaner, der sich auf Android-Smartphones ohne Schutzprogramm einnisten kann. Der öffnet jetzt eine Web-Seite auf dem Handy mit dem Titel Coronavirus Finder. Dort steht dann, eine infizierte Person sei in der Nähe. Und für 75 Cent könne man erfahren, wer es ist. Ist ja bis hierher schon eine Gemeinheit. Und wer sich drauf einlässt, der erfährt natürlich nichts über kranke Menschen. Und auch die 75 Cent werden ihm nicht abgebucht. Aber seine Kreditkarten-Daten sind dann bei den Cyberkriminellen.

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