Kommentar: Grüne enttäuschen bei Kommunalwahl – Top Meldungen

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CSU gegen Grüne – dieses Duell war erwartet worden. Die CSU geht als Sieger vom Platz. Es war wohl das Coronavirus, das Bayerns Grünen die Kommunalwahl verhagelt hat. Ein Kommentar von Nikolaus Neumaier.

In den Umfragen top. Bei den Wahlen eher ein Flop. Vielleicht ist es das grüne Schicksal, dass sie, wenn es wirklich um etwas geht, nicht so abschneiden, wie das nach den Umfragen zu erwarten gewesen wäre. Die Kommunalwahl wurde nicht zum Duell CSU gegen Grüne um Platz eins. In vielen Städten landeten die Grünen-Kandidaten eher abgeschlagen. Dass sie es in der Landeshauptstadt nicht in die Stichwahl geschafft haben, ist eine wirkliche Überraschung. Und auch in den Landkreisen schnitten sie nicht so gut ab wie erhofft. Manche schafften es in die Stichwahl, ja, aber dass der amtierende Grünen-Landrat von Miesbach mit einem schlechteren Ergebnis als sein CSU-Herausforderer in die Stichwahl muss, ist bitter.

Womöglich hat das Coronavirus den Grünen die Wahl verhagelt. In der Krise war kein Platz für Umwelt- und Wohlfühlthemen und damit nicht für die Grünen. Die Wählerinnen und Wähler demonstrierten, dass sie die Verlässlichkeit eines Amtsinhabers neuen politischen Konzepten vorziehen, und dass sie lieber die wählen, denen sie zutrauen, kritische Situationen zu meistern. Die Gewinner sind darum die CSU und ihr Vorsitzender Markus Söder. In Augsburg, Regensburg, Ingolstadt und Nürnberg gehen die CSU-Kandidaten als Führende in die Stichwahl. Eine kleine Sensation ist München. Dort kam die CSU-Kandidatin in die Stichwahl, obwohl ihr Wahlkampf selbst in den eigenen Reihen umstritten war.

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Einer der stärksten Wahlhelfer für die CSU-Kommunalkandidaten war sicher Parteichef Söder. Sein Konzept mit weiblichen und jüngeren Kandidaten anzutreten, hat offensichtlich verfangen. Dazu kommen Söders Beliebtheitswerte und sein beherztes Corona-Krisenmanagement. Beides dürfte die CSU nach oben gezogen haben.

Gut für die Demokratie ist das Abschneiden der SPD. Die arg gebeutelten Sozialdemokraten konnten sich durchaus behaupten. In München geht Amtsinhaber Dieter Reiter als Favorit in die Stichwahl. In Fürth wurde der amtierende Thomas Jung beeindruckend wiedergewählt und in Nürnberg ist der SPD-Kandidat nicht chancenlos. Genauso wenig die SPD-Kandidatin in Regensburg. Dass dort der wegen Korruptionsvorwürfen suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auf fast 18 Prozent kam, ist freilich kaum jemandem zu erklären.

Ein Kommentar von Nikolaus Neumaier, Leiter Redaktion Landespolitik

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Kommentar: Grüne enttäuschen bei Kommunalwahl

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