Kommentar: Söder lockert Corona-Auflagen – nach Druck von außen – Top News

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Fast schon stolz sprach er, wenn er von sich, seinem Ministerpräsidenten-Freund Kretschmann und der Kanzlerin redete, von einer Koalition der Umsichtigen.

Jetzt hat sich auch Ministerpräsident Söder zu Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen entschlossen – unter dem Druck von anderen Bundesländern, der Bevölkerung und des eigenen Koalitionspartners.

Ein Kommentar von Nikolaus Neumaier.

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Der Zug war schon unterwegs, jetzt ist auch Bayern aufgesprungen.

Zögerlich.

Gut begründet, aber bereit, den Kurs Richtung Normalität mitzufahren.

Markus Söder, der Ministerpräsident, hat sich schwer getan mit diesem Schritt.

Er war der Erste, der Ausgangsbeschränkungen verhängte und er fühlte sich wohl, in der Krise nicht zu den Schnellen zu gehören.

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Der Druck kam von Gerichten, die bereits erste Maßnahmen aufgehoben haben.

Und der Druck kam vom Koalitionspartner.

Auch wenn Hubert Aiwanger manchen Vorschlag kommunikativ etwas unglücklich präsentierte, so blieb er beharrlich bei seiner Forderung nach einer Öffnung von Geschäften, Kitas oder Gastronomie.

Jetzt freuen sich die Freien Wähler über einen Sieg auf ganzer Linie.

Der vorsichtige Söder, musste dem Druck der Öffnungswilligen nachgeben.

Söder unter Druck

Gesundheit ist nicht alles

Unterschiedliche Geschwindigkeiten sind kein Problem

Doch zuletzt war Söder eher ein Getriebener, denn ein Antreiber.

Der Druck kam von außen: Zum Beispiel von Österreich, das schneller reagierte als Bayern, aber auch schneller wieder lockerte.

Der Druck kam von anderen Bundesländern.

Mecklenburg-Vorpommern macht schon den Weg für den Urlaub an der Ostsee frei.

Niedersachsen erlaubte noch vor Bayern die Öffnung von Biergärten.

Jetzt hat sich auch Ministerpräsident Söder zu Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen entschlossen – unter dem Druck von anderen Bundesländern, der Bevölkerung und des eigenen Koalitionspartners.

Ein Kommentar von Nikolaus Neumaier.

Es darf eben nicht nur um die Gesundheit von Menschen gehen.

Wichtig ist auch das Seelenleben und das, was der Bundestagspräsident mit dem Hinweis auf die unantastbare Würde des Menschen ausgesprochen hat.

Die wochenlange Isolation von älteren Menschen in Heimen oder der erzwungene Corona-Haus-Arrest von Kindern und ihren Eltern haben tiefe Spuren hinterlassen.

Die Folgen werden uns noch lange beschäftigen und ob die Wirtschaft wirklich wieder zu alter Stärke zurückkehren kann, ist derzeit nur eine Hoffnung.

Die jetzigen Lockerungen spiegeln vor allem das Meinungsbild der Bevölkerung wider.

Der Sinn der Maßnahmen wurde immer mehr hinterfragt.

Die Stimmung drohte zu kippen.

Dass Kitas wieder öffnen, Schulen bald wieder alle Schüler unterrichten, und ältere Menschen in Pflege- und Altersheimen besucht werden können, ist ein mehr als notwendiger Schritt.

Ein Kommentar von Nikolaus Neumaier, Leiter Redaktion Landespolitik

Dass jetzt die Bundesländer weniger vereint unterwegs sind, sondern mehr auf regionale Lagen achten, ist kein Schaden.

Was hier möglich ist, kann woanders verboten bleiben.

So ist das halt.

Föderalismus bedeutet auch Wettbewerb.

Gerade die bayerische CSU hat das in der Vergangenheit immer gerne betont.

Wenn jetzt die Bundesländer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, dann ist das kein Problem, sondern Ausdruck einer gesunden, vielfältigen Demokratie.

Kommentar: Söder lockert Corona-Auflagen – nach Druck von außen

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