Kommunalwahl in Schwaben: Alle Ergebnisse vom Stichwahl-Tag – Top Meldungen

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Einzigartige Wahlbedingungen und historische Ergebnisse: Das war die Stichwahl zu den schwäbischen Kommunalwahlen am Sonntag. Welches Spitzenpersonal künftig in Schwabens Rathäusern sitzt.

Einzigartige Wahlbedingungen und historische Ergebnisse: Das war die Stichwahl zu den schwäbischen Kommunalwahlen am Sonntag. Welches Spitzenpersonal künftig in Schwabens Rathäusern sitzt. Die Stichwahlen am Sonntag fanden unter einzigartigen Bedingungen statt – und brachten teilweise historisch ungewöhnliche Sieger und Siegerinnen hervor. Alles Wichtige zu den Landratswahlen in der Region sowie zu den Bürgermeister- und Oberbürgermeisterwahlen in Städten und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern finden Sie bei uns.

Stichwahl: Alle Informationen und Ergebnisse finden Sie hier.

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Zum ersten Mal in Augsburgs Geschichte zieht mit Eva Weber (CSU) eine Frau als Chefin ins Rathaus von Schwabens größter Stadt ein. Die bisherige Augsburger Finanzreferentin lag mit 62,3 Prozent der Stimmen in der Stichwahl deutlich vor ihrem Herausforderer Dirk Wurm (SPD, 37,7 Prozent).

Im Wahlkampf hatte Weber auf die Themen ihres Ressorts gesetzt: Wirtschaft und Digitalisierung. Damit bleibt das Rathaus nach dem überraschenden Rückzug von Kurt Gribl in der Hand der Christsozialen. Im Stadtrat hingegen sind die Karten neu gemischt: Ein Bündnis aus Schwarz-Grün hätte dort aktuell eine Mehrheit.

In Lindau steht mit Claudia Alfons künftig eine FPD-Frau an der Spitze des Rathauses. Die frühere Richterin erhielt 52,7 Prozent der Stimmen und war beim ersten Wahlgang bereits in den Kreistag eingezogen.

Machtwechsel im Rathaus von Bobingen (Landkreis Augsburg): In der einstigen SPD-Hochburg ist Bürgermeister Bernd Müller nach 24 Jahren abgewählt worden. Er musste sich mit 43,9 Prozent der Stimmen seinem CSU-Herausforderer Klaus Förster (56,1 Prozent) geschlagen geben.

Mit einem hauchdünnen Stimmenvorsprung wurde der neue Meringer Bürgermeister ins Amt gewählt: 50,5 Prozent stimmten für Florian Mayer von der CSU, der den langjährigen SPD-Bürgermeister ablöst.

In Gersthofen bleibt Michael Wörle (parteilos) mit 53 Prozent der Stimmen Rathauschef.

Für die Wahl-Überraschung schlechthin sorgte am Sonntag jedoch das Oberallgäu: Dort hat die Kandidatin der Freien Wähler, Indra Baier-Müller, den Favoriten aus dem ersten Wahlgang knapp geschlagen – und das trotz Promi-Faktor und CSU-Tradition des Amtes. Angetreten war mit Alfons Hörmann der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), sein Wahlkampf war jedoch von einem Corona-Fall in der Familie unterbrochen worden. Mit knapp 52 Prozent der Stimmen sitzt nun zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Landkreises Oberallgäu.

Nur 14 Stimmen hatten dem Bewerber der Freien Wähler im Nachbarlandkreis Unterallgäu gefehlt, um im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit zu erreichen: In der Stichwahl siegte Alex Eder von den Freien Wählern jetzt deutlich, mit über 80 Prozent der Stimmen.

In Marktoberdorf verteidigt Amtsinhaber Wolfgang Hell (CSU) mit 57,3 Prozent seinen Posten als Rathauschef. In Füssen löst CSU-Mann Maximilian Eichenstetter seinen sozialdemokratischen Vorgänger ab, in Buchloe beerbt Robert Pöschl mit gut 66 Prozent seinen CSU-Vorgänger.

In Donauwörth ist die CSU-Tradition im Oberbürgermeister-Amt gebrochen: Mit Jürgen Sorré gewinnt ein parteiloser Kandidat die Stichwahl mit knapp 61 Prozent. Sorré ist 44 Jahre alt.

Mit dem 37-jährigen David Wittner ist Nördlingens neuer Oberbürgermeister ungefähr halb so alt wie sein Vorgänger: Nominiert von der Parteifreien Wählergemeinschaft hat Wittner bei der Stichwahl 56,2 Prozent geholt.

In Hohenaltheim gaben am Sonntag im schwabenweiten Vergleich die meisten Menschen ihre Stimme ab: Die Wahlbeteiligung von 87 Prozent dürfte auch an der Ausgangssituation nach dem ersten Wahlgang gelegen haben. Dort hatte eigentlich niemand mit einer Stichwahl gerechnet, weil nur eine Kandidatin antrat: Martina Göttler, aufgestellt von den Gruppierungen Bürgerblock und Unabhängige Wähler Hohenaltheim-Niederaltheim.

Doch Göttler verfehlte die absolute Mehrheit, wenn auch knapp. Das lag daran, dass fast ein Drittel der Wählerinnen und Wähler in dem Dorf im Landkreis Donau-Ries handschriftlich einen anderen Namen auf die Stimmzettel geschrieben haben: Friedrich Bauer, der schon einmal Bürgermeister der Gemeinde war. In der Stichwahl siegte Göttler nun aber deutlich mit 64,2 Prozent.

Mit Martin Brenner wird in Burgau wieder ein CSU-Mann Rathauschef, nachdem der Amtsvorgänger der Freien Wähler 18 Jahre lang im Amt war. Brenner holte 56,9 Prozent der Stimmen bei der Stichwahl.

Der neue Bürgermeister von Thannhausen (Lkr. Günzburg) heißt Alois Held (CSU). Nachdem sein Vorgänger Georg Schwarz nach zwölf Jahren Amtszeit nicht mehr antrat, holte Held im ersten Wahlgang bereits 46,7 Prozent. Bei der Stichwahl wählten dann 69,7 Prozent der Thannhauser der 37-Jährigen ins Amt.

Mit Doris Egger hat auch die Gemeinde Haldenwang im Landkreis künftig eine neue und eine weibliche Rathauschefin. Egger war für den “Haldenwanger Block” angetreten und hatte sich mit 53 Prozent durchgesetzt.

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