Laborbesuch per Kamera: Akademischer Austausch in Corona-Zeiten – Top News

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Das Digitale biete schon viele Möglichkeiten zu lehren und zu studieren, aber es kann den direkten Kontakt nicht ersetzten, meint Joham: “Es hat eine andere Qualität, wenn man zusammensitzt, der eine hat eine Idee, schreibt es schnell an die Tafel und der zweite hat dadurch einen Geistesblitz.

Das funktioniert so natürlich nicht mehr.

” Joham wird wohl erst nächstes Jahr wieder zu seinen Studenten nach Singapur fliegen.

So geht es circa eine halbe Stunde lang hin und her.

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“Natürlich gibt es auch Fragen, wo er direkt antworteten kann, aber bei den Ingenieuren ist doch einiges zu rechnen”, sagt Joham.

Bis März war er noch vor Ort in Singapur, jetzt laufen die Prüfungen und auch seine Vorlesungen online ab.

“Ich nehme die Vorlesung auf, die Studenten können Youtube-Feeling haben, Fragen stellen, es gibt extra Fragestunden, wo die wirklich präsent sind, ich präsent bin und man dann schon von Gesicht zu Gesicht sprechen kann.

Corona bedeutet auch für Forscher und Studierende an Universitäten eine enorme Herausforderung.

Denn Wissenschaft ist international, aber der Lockdown hat Forschungsaufenthalte im Ausland erschwert.

Wie geht akademischer Austausch in Corona-Zeiten?

Michael Joham unterhält sich über ein Tablet mit Shi Feng in Singapur.

Er ist Dozent an der TU München, Shi Feng sein Student.

An diesem Tag wird Shi Feng in Elektrotechnik geprüft: Joham zeichnet auf einem virtuellen Whiteboard eine Gleichung, Shi Feng rechnet und hält seine Antwort auf einem Zettel in die Kamera.

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Dorthin kann sie aber schon seit Monaten nicht reisen.

Trotzdem forscht sie weiter: “Sowohl von deutscher als auch von israelischer Seite wurde sehr schnell adaptiert.

Wir sind sofort auf Zoom-Konferenzen oder Online-Konferenzen umgestiegen.

Ich habe vor Ort auch eine Studentin, die auch ins Labor darf und die misst und Proben macht.

Mein Professor in Tel Aviv hat sogar eine Kamera aufgebaut, sodass ich sie im Labor ‘besuchen’ kann.

” Sie forscht an der Interaktion von Proteinen im Fachbereich Bio-Physik.

Ins Labor darf sie wegen der Abstandsregeln nur jede zweite Woche.

Da geht viel Zeit verloren.

Sie freut sich, wenn es bald wieder erlaubt ist, nach Israel zu reisen.

Ortswechsel: In einem Labor an der LMU sitzt Physik-Doktorandin Tamara Ehm vor einem Laptop – per Online-Konferenz tauscht sie sich mit israelischen Physikern aus.

Ihre Doktorarbeit wird in München und in Tel Aviv betreut.

Besuche im Labor per Kamera

Zeitweise 20.

000 Studierende im Ausland

Michael Flacke vom DAAD sagt: “Vor Ort geblieben sind unfreiwillig fünf, zum Beispiel weil es keine Reisemöglichkeit nach Deutschland gibt.

” Der Großteil der ausländischen Studierenden wiederum sei in Deutschland geblieben.

Wenn ein Stipendium in der Zeit ausgelaufen ist, hilft der DAAD.

Corona bedeutet auch für Forscher und Studierende an Universitäten eine enorme Herausforderung.

Denn Wissenschaft ist international, aber der Lockdown hat Forschungsaufenthalte im Ausland erschwert.

Wie geht akademischer Austausch in Corona-Zeiten?

So wie Tamara Ehm ergeht es gerade sehr vielen Studierenden und Wissenschaftlern im In- und Ausland.

Zu Beginn des weltweiten Lockdowns Ende März waren 18.

000 Studierende aus Deutschland im Erasmus-Austausch und 2000 Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes – kurz DAAD.

Davon sind inzwischen wieder rund 80 Prozent zurückgekehrt.

Dass viel Forschung und Lehre auch digital möglich ist, sei eine wichtige Erkenntnis aus der Corona-Pandemie, meint Flacke.

Hochschulen hätten viel geleistet, um Angebote zu erstellen, aber Flacke räumt ein: “Wir sehen auch, dass der physische Aufenthalt nach wie vor extrem wichtig ist, um als Studierender interkulturelle Erfahrungen zu sammeln oder als junger Wissenschaftler Netzwerke aufzubauen.

Laborbesuch per Kamera: Akademischer Austausch in Corona-Zeiten

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