Leben als Eremit: Der Einsiedler als Quarantäne-Experte – Top News

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Bruder Damian wächst als Lutheraner auf und wird über eine Pfarrgemeinde katholisch.

Er arbeitete erst als Pfleger in einem Krankenhaus, anschließend in einem Pflegeorden in Aachen.

2019 ist er in die Einsiedelei gewechselt.

Hier kümmert er sich um die Kirche, seine Klausur und eine Heilquelle.

Ansonsten Fasten, Beten, Buße tun.

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Ein Einzelgänger war er schon immer, sagt er.

Aber wird das Leben hier oben nicht irgendwann langweilig? “Wenn man das denkt, dann ist man fehl am Platz.

Man kommt mit der Zeit – wie Gott will – auch Gott tatsächlich immer näher.

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Seit einem Jahr lebt Bruder Damian in der Einsiedelei bei Nußdorf am Inn.

Er kümmert sich hier um die Kirche, seine Klausur und eine Heilquelle.

Was seine Mittel gegen die Einsamkeit sind.

Es gibt sie noch: Menschen, die die Einsamkeit zu ihrem Beruf gemacht haben.

So wie Bruder Damian.

Der gebürtige Hamburger ist Eremit bei der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung nahe Nußdorf am Inn im südlichsten Bayern.

“Wenn man Einsiedler ist, dann weiß man, dass das abgelegen ist”, sagt er.

“Aber als ich das erste Mal hierher kam, da war es, muss ich sagen, Liebe auf den ersten Blick.

Ich sah die Kirche, ich sah die Einsiedelei, und es war so wie bei Menschen, die sich verlieben, so war es denn bei uns dreien hier.

Mehr zum Thema “Einsamkeit – Fluch oder Segen?” in der Sendung STATIONEN, am 3.

Juni 2020 um 19 Uhr im BR-Fernsehen und im Anschluss in der BR-Mediathek.

Ein Wanderer aus der Gegend kennt die Geschichten, immerhin gibt es seit 1644 – mit Unterbrechungen – hier Eremiten, die Kirche steht seit 300 Jahren.

“Bevor die Kirche gestanden ist, war die Einsiedelei eigentlich da hinten im Felsen in einer Felsgrotte drin.

Da hat der Einsiedler gewohnt.

Und im Volksmund heißt es immer noch die Karantan – also die Quarantäne.

” Was kann man denn vom Quarantäne-Fachmann lernen? Die Besucher finden so einiges: “Dass man auch im Alleinsein einen Sinn sehen kann oder dass man da auch zurecht kommt damit.

” Ein anderer meint: “Ich finde es schön zu sehen, dass man vielleicht gar nicht immer alles braucht als Mensch, das wird einem da klar vorgelebt.

Ein Leben im Einklang mit der Schöpfung

Der Volksmund sagt zur Einsiedelei “Karantan”, also Quarantäne

Die Beschäftigung mit dem eigenen Selbst kann belasten

Und wie kann man diese Nähe beschreiben? “Das ist schwer, das ist ganz ganz schwer.

Aber es gibt eben sehr schöne Punkte.

Wenn ich zum Beispiel die ersten Frühgebete fertig habe, dann fangen die Amseln und der Buntspecht an zu singen.

Das berührt mich.

Es sind aber auch noch sehr viele andere Sachen, die Gott mir zeigt.

” Auch Rehe, Füchse, ein Dachs und ein Marder schauen vorbei.

Wie beim heiligen Franziskus scheinen die Tiere des Waldes keine Scheu vor dem Eremiten zu haben.

Doch auch menschliche Gesellschaft muss Bruder Damian nicht missen.

Seit Jahrhunderten kommen Menschen hierher, bringen Lebensmittel und suchen Trost und Hilfe.

Noch mehr in Krisenzeiten wie die vielen Votivtafeln in der Wallfahrtskirche zeigen.

Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit, dem eigenen Selbst auch belastend sein kann, traurige Gefühle aufkommen.

Angst hat er aber keine, denn er fühlt sich beschützt.

Er sieht Gott als seinen Begleiter im selbst gewählten Alleinsein.

Seit einem Jahr lebt Bruder Damian in der Einsiedelei bei Nußdorf am Inn.

Er kümmert sich hier um die Kirche, seine Klausur und eine Heilquelle.

Was seine Mittel gegen die Einsamkeit sind.

Auch zu Corona-Zeiten, mehr noch als sonst, kommen die Menschen und sprechen mit ihm über ihre Ängste und Sorgen.

Manchmal ist die Krankheit eine Belastung, manchmal auch die erzwungene Einsamkeit.

Doch in der Einsamkeit sieht Bruder Damian auch eine Chance, dass sich der Mensch wieder mit sich selbst beschäftigt.

“Indem man sich auch ehrlich sagt: Was ist alles gut gelaufen in meinem Leben, was ist nicht so gut gelaufen, was kann ich denn jetzt ändern.

Was ist wichtig in Zukunft für mich?”

Und wer Bruder Damian besuchen will, der ist immer willkommen.

Vom Parkplatz Gritschen sind das Kirchlein und die Einsiedelei nur 25 Minuten Fußweg durch den Wald entfernt.

Etwas weiter ist eine Heilquelle, die recht gut für die Augen sein soll.

Wer mag kann dann noch auf den Heuberg weiterwandern.

Leben als Eremit: Der Einsiedler als Quarantäne-Experte

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